An alle Schmeißfliegen Blogger - so bitte nicht mehr

Nach einigen Jahren des mehr oder weniger erfolgreichen Bloggens sind mir immer mal wieder einige Dinge aufgefallen, die ich total übel finde. Das Sozialverhalten zum Beispiel. In diesem Beitrag möchte ich an all die Blogger appellieren, die der Meinung sind, dass sie Erfolg haben werden, wenn sie anderen nur lange genug auf den Sack gehen werden...

 
 
 
 

Adding me, adding you, ...

Ich geb es zu, bei einigen sogenannten Blogger Strategien bin ich ein ziemlich unbedarftes Ei, wenn man so will. Deshalb denke ich mir auch ganz oft, what the fucking fuck!?!?!? Bei Facebook zum Beispiel, da wirste neuerdings täglich mehrfach zu Freundschaften angefragt. Bei einigen hab ich das ja selbst auch gemacht, so ganz ehrfürchtig, huiii ich bin mit Frau Mutter befreundet, oder so. Aber wär ich auf die Idee gekommen, sie dann direkt mal zu belästigen? Das scheint jetzt nämlich der Supertrend zu sein: Freundschaftsanfragen angenommen - kurze Zeit später "Bini Bumsi hat dich eingeladen, ihre Seite Mama Bini mit gefällt mir zu markieren". Super ätzend wird es ja, wenn du Bini Bumsi daraufhin wieder entfreundest und am nächsten Tag kommt sie direkt wieder angeschwirrt.
 
Dasselbe passiert auch auf Instagram - irgendwann fällt einem auf, dass man täglich zwei oder drei Mal von Suppenhuhn43 verfolgt wird. Soll heißen, Suppenhuhn43 entfolgt dann kurz darauf wieder, wenn man nicht zurückfolgt. Fishing for followers oder so. Suppenhuhn43 hat offensichtlich von einem viel zu viel: Zeit. So ähnlich läuft es auf Twitter und auf anderen Plattformen bestimmt auch, aber da bin ich nicht wirklich zugange. 
 
 

Like 4 like 

Ihr lieben Blogger, was denkt ihr denn, was dann passiert? Dass euch alle anderen zurückverfolgen, eure Seite spitzenmäßig finden und eure Beiträge direkt teilen, weil ihr sie so schön genervt habt? Oder habt ihr es wirklich so nötig, für jeden Like mehrere Minuten oder Stunden oder Tage zu verschwenden, indem ihr andere belästigt? Holy moly! 
 
Ich würde ja schrecklich gerne wissen, welcher Blogger auf diese Weise wirklich erfolgreich wurde. Alle, die ich im Laufe der Zeit verfolgt habe, haben sich ihre Follower verdient, indem sie Zeit (und manchmal auch Geld) investiert haben, aber Zeit vor allem in die Blogposts, in Qualität, in schöne Bilder. Auf den Social Media muss man sich bekanntermaßen ein wenig ins Zeug legen, mit den Followern (oder wer es gern narzisstischer mag, den Fans) interagieren, Persönliches preisgeben, up to date sein, auch mal andere Inhalte teilen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Bini Bumsi oder Suppenhuhn43 viel Energie in ihr eigentliches Projekt, den Blog oder den Account investieren, denn dazu verschwenden sie viel zu viel Zeit damit, selbstgerecht andere Blogger ausfindig zu machen und denen dann auf den Sack zu gehen. 
 
 

A Long hard road

Also was mich auch sehr interessiert: ist das Bloggen neuerdings zu einem Haifischbecken verkommen, wo man mit Ellbogen kämpft für seinen Erfolg, oder war es schon immer so? Ist der rauhe Wind jetzt auch in unsere knuffige kleine Eltern Nische eingezogen? Oder war ich einfach zu naiv für den Scheiß?
 
Und nein, ich habe niemanden für meinen / unseren Erfolg belästigen müssen. Es gibt auch andere Möglichkeiten, auf sich aufmerksam zu machen. Der effektivste (und shitstormigste) Weg ist es, bei einem größeren Magazin einen Gastartikel zu veröffentlichen. Und ansonsten, liebe Blogger, ist das Erfolgsrezept immer noch: arbeiten! Guten Content schreiben, und zwar regelmäßig. Netzwerken. Auf nette Art. Und nicht mit der Schmeißfliegenmethode. Ich hab meinen (privaten) Facebook Account jetzt übrigens mal für Freundschaftsanfragen gesperrt, mir reichts nämlich. 
Zwei sind perfekt
Wir testen den kidztower - Der Lernturm ab einem J...

Ähnliche Beiträge

 

Copyright © 2015-2017 2KINDCHAOS - ELTERN BLOGAZIN Alle Rechte vorbehalten.
Powered by Hilkert Consulting