Serie: Blog schreiben #1 Wie kann ich anfangen?

Diese Serie hatte ich in ähnlicher Form auf meinem alten Blog und habe mich dazu entschlossen, sie zu überarbeiten und euch wieder zur Verfügung zu stellen. Ich werde öfters zu verschiedenen Themen gefragt, von Bloganfängern oder solchen, die es werden wollen, und denke, dass die Serie gerade für Starter ganz hilfreich sein kann. Wie immer freue ich mich über Feedback und weitere Anregungen!

 

 

 

1. Warum will ich Bloggen?

Das ist die wichtigste Frage überhaupt. Denn Bloggen ist vor allem eines: zeitaufwendig. Die meisten Blogger starten erstmal hochmotiviert, merken aber nach ein paar Wochen (oder Monaten), daß ihnen die Themen ausgehen. Oder dass sie keine Lust oder Zeit mehr haben, zu schreiben. Wenn man Erfolg haben will, sollte man schon mehrmals die Woche posten können, und dann braucht man auch guten Inhalt (auf Bloggerdeutsch: Content). Also frage dich am Besten, wieso will ich überhaupt bloggen? Natürlich ist es dein gutes Recht, es einfach mal auszuprobieren und dann zu schauen, ob es weiterhin Sinn macht. Aber wenn du einfach nur bloggen willst, um zu sagen, dass du bloggst, geht dir irgendwann die Puste aus.

 

2. Worüber will ich Bloggen? Das Konzept

Es gibt unzählige Blogs, und das ist auch gut so. Es macht aber Sinn, für sich selbst einen Schwerpunkt festzulegen, um schonmal ein grobes Konzept für den Blog zu haben. Denn deine potentiellen Leser suchen ja gezielt nach Blogs, die ihre Interessen abdecken. Das heißt natürlich nicht, dass du dich dann festlegen musst, aber wenn man zu viele Themen hat, wirkt der Blog schnell chaotisch. Ich habe anfangs auch von Vegan über Stories bis Politik schreiben wollen, das ist einfach too much. Außerdem kann man nicht über jedes Thema so viel wissen, daß es sich als Blog - Kategorie lohnt. Du kannst auch erstmal mit Geschichten über dein Leben anfangen und dann die Themen einbauen, die dich zusätzlich noch interessieren. Viele Mama Blogs haben zum Beispiel noch Näh- und Bastel-Anleitungen oder stellen Beauty Produkte vor, was im Übrigen viele zusätzliche Leser anzieht. Das kann natürlich auch "kippen" sodass du Stammleser aus dem Bereich Nähen hast, die sich dann nicht für deine anderen Artikel interessieren. 

Die Profi Variante wäre übrigens, dass man sich vorher gut überlegt, welches Konzept man verfolgen möchte. Das heißt natürlich nicht, das man das nicht auch noch ein wenig modifizieren kann. Aber trotzdem ist der Start und der Aufbau wichtig, denn hier kannst du dich bereits von allen anderen Blogs aus deiner Nische abgrenzen. Zu dem Konzept gehört auch der Aufbau deiner Webseite; Coaching Blogs haben zum Beispiel eine informative Startseite, von der aus man sich an den anderen Kategorien entlang hangeln kann, während die persönlichen Blogs direkt wie ein antichronologisches Tagebuch aufgebaut sind. Wenn man sich gleich Gedanken um Kategorien und auch die Tags macht, nach denen man die Artikel auch sortieren kann, erspart man sich eine Menge Arbeit im Nachhinein und der Blog ist gut strukturiert und übersichtlich.

 

3. Wo soll ich Bloggen?

Es gibt unzählige Anbieter, die einen erschlagen mit Phrasen wie "Testsieger" oder "benutzerfreundlich". Leider stimmt das meistens nicht, und man steht auf einmal vor dem Problem, irgendwelche Plugins hochladen zu müssen oder eine Programmiersprache können zu sollen. Auch die Entscheidung für oder gegen eine eigene Domain und einem selbstgehosteten Blog (wie meinem) macht natürlich irgendwann Sinn, aber am Anfang würde ich davon abraten. Eine eigene Homepage macht einen Haufen Arbeit und kostet natürlich auch etwas, und du solltest auch erstmal für dich testen, ob dir das Bloggen lange genug Spaß macht. Es gibt übrigens auch sehr erfolgreiche Blogger, die auf einem kostenlosen Portal bloggen, aber das ist deutlich schwieriger.

Ich kann zwei Portale als benutzerfreundlich empfehlen. Das ist zum einen Blogger von Google da kannst du dich mit (d)einer Googlemail - Adresse anmelden und zum anderen das von Wordpress. Beide sind kostenlos und haben einige Vor- und Nachteile.

Blogger ist recht einfach in der Benutzung, es gibt auch fertige Designs die du einfach anklicken und anpassen kannst, und auch die einzelnen Widgets (eine Art Grafik die man in die Seite einbauen kann, sowas wie ein Facebook-Button oder ein Werbefeld oder ein Folge mir - Button) kann man einfach per Klick einbauen und verwalten. Blogger ist aber auch das meistgenutzte Portal und so sehen viele Seiten ähnlich aus. Man hat auch nicht so viele Freiheiten in der Gestaltung. Dennoch würde ich es für Einsteiger unengeschränkt empfehlen, denn man kann es ganz gut im learning by doing erschließen.

Wordpress ist schon etwas schwieriger, denn es funktioniert eher wie ein Baukasten. Du kannst dir ein Layout aussuchen und herunterladen (es gibt auch sehr schöne, die kostenlos sind) und auch die Widgets und Plugins (Erweiterungsmodul wie zum Beispiel ein Spam - Filter) selbst installieren. Mit ein wenig googeln und nachlesen ist es aber durchaus machbar, wenn man nicht ein totaler Internet-Anfänger ist. Die Nachteile sind, so zumindest mein Eindruck, daß man sich mit Wordpress schnell Probleme einhandeln kann. Bei mir zum Beispiel ging auf einmal garnichts mehr, alles war total langsam weil vermutlich die Plugins nicht zusammengepasst haben und auch mein Superadmin hat den Grund nicht herausgefunden - ich musste nochmal alles neu installieren. Andere arbeiten aber gut und lange mit Wordpress.

 

4. Wie soll ich mit Bloggen anfangen?

Du solltest dich zuallererst nicht verrückt machen und tausend Profi Tipps lesen, Geld verdienen wollen und dich bei 20 Blog-Portalen anmelden. Das sind alles Sachen, die einen überfordern und auch den Spaß an der Sache nehmen. Einer der wichtigsten Blogger Tipps ist: hab Geduld! Und: der Spaß muss im Vordergrund stehen!

Zunächst einmal geht es um guten Content. Schreibe einfach drauflos was dich bewegt. Den ersten Beitrag kann man zum Beispiel darüber schreiben, worum es im Blog gehen soll und was man sich so wünscht, wer man ist. Eine Vorstellung also. Das Format ist erstmal nicht so wichtig, denk nur daran, mehrere Absätze reinzumachen, denn auf dem Computerbildschirm schaltet man schnell weg, wenn der Text einen erschlägt. Eine gut lesbare Schrift und ein Design, das kein Augenkrebs verursacht, ist auch ein unschlagbarer Vorteil. Weitere Tipps zum Schreiben kannst du dir natürlich auch ergoogeln, ich werde auch noch mal mehr darüber veröffentlichen. Aber wie gesagt, zu Beginn geht es erstmal um das Schreiben selbst. Weitere Themen könnten sein, lustige Geschichten mit der Familie oder Dinge, die dich bewegen. 

Am Anfang sollte man wirklich nur für sich selbst schreiben und schauen, dass man Spaß dabei hat. Denn es soll ja dein Hobby werden und dir Spaß machen. Alles Weitere dann im nächsten Teil der Serie! 

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