Serie: Blog schreiben #3 Wie bekomme ich mehr Besucher und regelmäßige Leser?

Diese Serie hatte ich in ähnlicher Form auf meinem alten Blog und habe mich dazu entschlossen, sie zu überarbeiten und euch wieder zur Verfügung zu stellen. Ich werde öfters zu verschiedenen Themen gefragt, von Bloganfängern oder solchen, die es werden wollen, und denke, dass die Serie gerade für Starter ganz hilfreich sein kann. Wie immer freue ich mich über Feedback und weitere Anregungen!

 

1. Trage deinen Blog (nicht) in Blogverzeichnisse ein

Wenn du die Basics für deinen Blog geschaffen hast und deinem Blog eine gute Struktur verpasst hast, kannst du dich darum kümmern, den Blog bekannter zu machen. Die meisten Blogger raten zu den sogenannten Blogverzeichnissen, allerdings macht das nicht von Anfang an Sinn. Erst brauchst du genügend Content, also Beiträge, bevor du dich um die Bekanntmachung kümmern solltest - man stelle sich vor, jemand findet deinen Blog über so ein Verzeichnis und es stehen nur zwei Beiträge drin oder die Seite sieht wie ein geplatztes Sofakissen aus... der kommt vermutlich nicht wieder.

Blogverzeichnisse bringen meistens nicht viele Besucher, außer sie stehen irgendwo in den Top 10. Allerdings bringen sie einen wichtigen Vorteil: sie sind starke Backlinks. Google bewertet den Rang einer Seite nach Anzahl und vor allem Stärke der Backlinks, also eine Zurück-Verlinkung auf deine Seite. Es bringt dir also mehr, wenn du auf starken Seiten verlinkt bist (Facebook, Twitter, Eltern.de, Brigitte Mom, oder größere Blogs wie Frau-Mutter usw) als wenn dich deine fünf besten Blogspot - Blogger - Freunde in die Blogroll aufnehmen.

Eine gute Seite über das Eintragen in Blogverzeichnisse habe ich bei der Blogkiste gefunden; hier wird nicht zu kompliziert erklärt und die verschiedenen Verzeichnisse werden am Ende aufgeführt. Man sollte sich auf jeden Fall Mühe geben bei den Verzeichnissen und nicht nur ein, zwei Sätze hinschmieren. Außerdem reicht es, wenn man sich ein paar Verzeichnisse aussucht - man muss nicht überall mitmachen. Auf jeden Fall kostet das Prozedere Zeit und Nerven. In meinem Footer findest du meine Blogverzeichnisse - man muss nämlich immer ein kleines Widget auf die Startseite einbauen, so bekommen die Verzeichnisse ebenfalls Backlinks und schicken ihre Robots los, um euren Feed abzuholen (bei den meisten Verzeichnissen werden die neusten Beiträge angezeigt).

Der wichtigste Eintrag für einen Mama (oder Papa) Blogger ist auf jeden Fall die Brigitte MOM. Lasst euch hier wirklich Zeit, denn ein Eintrag bringt anfangs ganz viele Klicks, wenn er sozusagen neu ist und ganz vorne steht. Dein Blog sollte also schon gut aufgestellt sein und einen Leser auch dauerhaft ansprechen. Auch die Beschreibung sollte interessant sein und sich vom Rest abheben, denn es gibt weit über tausend Einträge, mit denen du konkurrieren musst.

Allerdings möchte ich noch anmerken, dass ich mittlerweile viel Zweifelhaftes über Blogverzeichnisse gelesen habe, das ich euch auch nicht vorenthalten möchte! Kritiker sagen, dass Google diese Backlinks eben nicht so gut bewertet, ähnlich wie Linkfarmen oder dubiose Linktausch - Seiten. Überlegt euch also gut, welche Blogverzeichnisse ihr gut findet und nehmt eventuell keine oder nur wenige. Wie ihr seht, habe ich mich mittlerweile gegen Blogverzeichnisse entschieden, es gibt aber auch große Blogs, die noch dabei sind.

 

2. Verteile deinen Link durch Kommentieren bei anderen Blogs und Magazinen

Zuallererst möchte ich bei diesem Punkt betonen: bitte keinen Spam! Mir ist das schon bei einigen Bloggern negativ aufgefallen: ständig kommentieren sie, aber nur einen kurzen Standardsatz, und man weiß genau: es geht ihnen um den Backlink. Den kann man nämlich bei den meisten Blogs in die Kommentarfunktion einbauen. (Siehe bei mir: Name, Email, Website) Das merkt übrigens auch Google, was sich wiederum schlecht auf dein Ranking auswirkt. Also, lieber sein lassen und weniger aber dafür sinnvoll kommentieren. Zeige, dass du den Beitrag gelesen hast und gib dir ein wenig Mühe - das freut nicht nur den Blogger, sondern auch die Leser. Ich habe schon oft Klicks auf Kommentare bekommen, weil die Leser wissen wollten, was ich sonst noch so verzapfe. Natürlich kommentiere ich weil ich weiß dass es wichtig ist, aber ich lese auch gern und viel und schreibe gern etwas dazu, das hat für mich was von einer interaktiven Zeitschrift.

 

3. Suchmaschinen - Optimierung (SEO) für deinen Blog

Das ist ein sehr weitläufiges Thema und es gibt ganze Blogs und Seiten, die sich ausschließlich mit SEO beschäftigen. Hier möchte ich euch meine Mama Blogger - Kollegin Sarah von Mamaskind ans Herz legen, die eine ganze Serie gestartet hat über SEO für deinen Mama Blog. In ihrem Teil 2 beschäftigt sie sich mit dem Thema Keywords, das solltet ihr unbedingt lesen da kann ich auch noch sehr viel lernen. Ich muss sagen, daß ich schon oft über SEO gelesen habe, allerdings hat mir dabei meistens der Kopf gequalmt. Eine total geplante Herangehensweise ist nicht mein Ding und ich habe auch keine Lust, meine Beiträge nach meistgesuchten Keywords zu schreiben - aber wenn man bekannter werden möchte, kommt man um das Thema einfach nicht drumherum. Wer sich gern weiterführend mit Insiderwissen beschäftigen möchte, dem kann ich Peer Wandiger empfehlen, einer der bekanntesten Blogger auf dem Gebiet! Was auf jeden Fall nicht fehlen darf ist eine XML Sitemap, die du bei Google anmelden kannst - nur so wirst du auch bei einer Google Suche gefunden!

 

4. Sharing is caring: werde Teil der Social Media

Wenn dein Blog schon relativ gut gefüttert ist, kannst du dir Gedanken machen, bei welchen Social Media du dich gern bewegen würdest. Heute geht es eigentlich nicht mehr ohne; wer also nicht mitmacht, verschenkt eine ganz große Möglichkeit, bekannter zu werden und sich mit anderen zu vernetzen. Was ich unbedingt empfehlen würde ist Facebook (das nutze ich, um verschiedene Beiträge zu teilen)Twitter (hier wird es oft persönlich, eine Art Chat) und Google + (weil es Vorteile bei Google hat). Man sollte es aber nicht übertreiben - klar ist es schön, wenn man noch bei Instagram die Leser mit privaten Fotos versorgt oder bei Pinterest Lesetipps austauschen kann, aber du solltest vor allem das machen, was dir Spaß macht. 

Die Social Media Kanäle sollte man pflegen und im Zweifelsfall lieber auf wenigen aktiv sein, dafür aber keinen Spam verteilen. Was mich zum Beispiel total nervt sind Leute, die Twitter und Facebook (und Bloglovin und und und) verknüpfen und ich werde dann zum Beispiel bei Facebook mit diesen kurzen Twitter Nachrichten zugetextet die ich sowieso schon bei Twitter gesehen habe - meistens klicke ich dann auf ignorieren. Weitere Tipps für den Umgang mit den Social Media findest du bei Girls Guide to Blogging.

 

5. Vernetze dich mit anderen Bloggern

Ein sehr wichtiger Punkt, denn was wäre man ohne den Support von anderen? Es ist nun einmal schwer, sich in der Bloggerszene zu behaupten, und die wenigsten schaffen es völlig ohne Vitamin B. Versucht aber bitte nicht, größere Blogger anzubetteln oder gar dreist aufzutreten, nach dem Motto, nun teile doch mal meine Beiträge - überzeuge lieber durch Aufmerksamkeit und sympathisches Auftreten. Warum sollten andere dir helfen? Einfach weil es dich gibt? Oder vielleicht, weil du a) tolle Beiträge schreibst b) bei besagtem Blogger auch mitliest und kommentierst und c) selbst auch dessen Beiträge teilst und verlinkst. Gerade bei Twitter kann man die meisten Blogger auch so anschreiben und "kennen lernen", oft entwickeln sich spannende Gespräche oder lustige Diskussionen - es sind sogar schon Freundschaften entstanden (was natürlich nicht die Regel ist).

Zu dem Punkt gehört auch, auf Events zu gehen - entweder man folgt den Einladungen großer PR Agenturen, die irgendwann eintrudeln (bei vielen kann man sich auch selbst anmelden) oder man kauft ein Ticket für einen Blogger Workshop (und lernt noch was dazu) oder schaut, dass man zu privaten Stammtischen geht. Mittlerweile gibt es in vielen Regionen unregelmäßige Treffen. 

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