Sozialverhalten unter Bloggern - verbesserungswürdig?

Heute kommt mal ein Beitrag von mir darüber, was mir in der Bloggerszene die letzten Jahre so aufgefallen ist. Es gibt viel Positives, aber auch einige negative Dinge, die ich nicht nur menschlich ziemlich nullpig finde, sondern auch im Sinne des Bloggers* nicht besonders vorteilhaft. Dabei gibt es richtig große Blogger, an denen sich jeder ein Scheibchen abschneiden kann...

 

 

Sharing is caring!

Dieser kleine Spruch ist mega ausgelutscht, aber - und jetzt kommt's - immer noch nicht bei allen angekommen. Wie viele gibt es, die nur ihre eigenen Beiträge teilen? Die meisten Blogger, die das tun, sind vor allem bei Facebook nicht allzu erfolgreich - Ausnahmen bestätigen die Regel. Gerade bei Facebook gibt es eigentlich zwei Strategien, mit denen man erfolgreich sein kann: entweder man unterhält die Follower gut mit unterschiedlichsten Inhalten, oder man gibt sehr viel Privates preis. Fotos der Kinder, Statusmeldungen über Unternehmungen oder Anekdoten und so weiter. Wer beides hinbekommt, hat sozusagen alles richtig gemacht.

Deshalb verstehe ich nicht, dass es so wenige Blogger gibt, die entweder gar nichts oder sehr sparsam sind mit dem Teilen. Man verliert keine Follower, sondern gewinnt welche hinzu - oder denkt ihr, wenn jemand auch bei anderen liest, liest er bei euch nicht mehr mit? Das beste Beispiel für das perfekte Netzwerken ist natürlich TOLLABEA, die sich sogar unter dem #beaplspublish auf Twitter Vorschläge unterbreiten lässt, was sie noch teilen könnte. Und ich würde mal sagen, wenn ich mir ihre bombastischen Facebook Zahlen (über 106.000 Gefällt mir's) anschaue - das spricht absolut für Netzwerken. Ich selbst habe auch super Erfahrungen damit gemacht und ich freue mich, wenn ich tolle Texte finde und sie teilen kann. 

 

Schleichwerbung - WTF?

Ein Punkt, der mir seit Jahren ein Dorn im Auge ist! Auch jetzt, wo es immer bekannter wird und sich auch die Leser nicht mehr so leicht verarschen lassen, gibt es sie immer mal wieder, die dreiste Schleichwerbung. Kleiner Exkurs: sobald man ein Produkt "zur Verfügung gestellt bekommt" oder (dann sowieso) für einen Beitrag bezahlt wird, muss man den Blogpost als "Anzeige" oder "Werbung" oder "Reklame" kennzeichnen. Die früheren schlammigen Formulierungen à la "sponsored by" oder "in Kooperation mit" oder "mit freundlicher Unterstützung von" reichen rechtlich gesehen nicht aus! Aber selbst diese wischi waschi Kennzeichnungen sind bei einigen dreisten Bloggern nicht zu finden - nein, völlig uneigennützig werden "total süße Shops" vorgestellt oder schicke Produkte empfohlen und verlinkt. Dofollow, versteht sich. Da zahlen einige Agenturen richtig viel Kohle dafür. Blöd nur, dass man sich da strafbar macht und wenn man Pech hat, landet dann eine Anzeige im Briefkasten. Und das mit dem dofollow Link interessiert vor allem Google und man kann dann abgestraft werden, also kaum noch in den Suchergebnissen auftauchen.

Also liebe Blogger, die sowas in Erwägung ziehen: jeder sieht es, und das zerstört euren Ruf - bei den Kollegen aber auch bei den Lesern. Vielleicht checken es nicht alle, aber zunehmend mehr - ganz bestimmt.

 

Z-PROMI STATUS UND MISSGUNST

Auf Bloggertreffen sieht man sie ganz gern mal (wobei ehrlich gesagt: bei Eltern Bloggern sind sie nicht so häufig gesät wie in anderen Branchen), die Z-Promis. Die vermeintlichen. Klar es ist eine tolle Leistung, wenn man sich selbst eine große Leserschaft erbloggt hat, tolle Fotos für Instagram macht, vom Bloggen leben kann, bei Youtube bekannt ist oder was weiß ich noch alles. Manche werden sicherlich auch auf der Straße erkannt - aber ist das dann schon ein Grund, sich wie ein Z - Promi zu fühlen? Neid, Missgunst, Gelästere hintenrum - das kennt dann wohl auch jede Branche. Aber unter uns Bloggern? Sorry, ich bin wohl direkt in den falschen Zug eingestiegen mit meiner "I love you all" Mentalität. 

Aber es kann doch wirklich so schön sein - so haben wir es zum Beispiel auf unserem #RMEB Bloggercafé erlebt. Eine flauschige Atmosphäre, chilliges Netzwerken, alle sind nett und offen und freundlich. Und die Rückmeldung von zwei Bloggern aus einer anderen Branche, dass sie sich so wohl gefühlt und das noch nie erlebt hätten. Warum nicht immer so? Schließlich lebt man als Blogger ja auch vom Netzwerken, und auch die "Großen" hatten mal Unterstützer - nur dass sie sich jetzt nur um diejenigen bemühen, die ihnen mal weiterhelfen könnten und nichts zurückgeben wollen. Traurig find ich das. 

Aber ich möchte an dieser Stelle nicht in "Klein" und "Groß" unterteilen, denn es gibt sie auch, und das gar nicht so selten, die bekannten Blogger, die völlig ohne Habitus daherkommen und einfach nur Bock auf Austausch haben. Und dafür liebe ich die Bloggerszene!

*PS. Wenn ich Blogger schreibe meine ich natürlich jedes Mal BloggerInnen - es ist meiner persönlichen Faulheit geschuldet. Peace!

 

So und jetzt bin ich auf eure Meinungen gespannt. Wie erlebt ihr denn die Blogger aus Lesersicht? Oder was sagen die Bloggerkollegen dazu?

Was ich auf jeden Fall hier noch mal betonen möchte: ich liebe das Bloggen und mir macht es mega Spaß, in diese Welt einzutauchen - nur eben die ein oder andere Schattenseite gibt es und über die habe ich heute geschrieben, auch in der Hoffnung auf Austausch.

Trotzphase? Kann ich! Nicht. Von Ansprüchen und Se...
Wir freuen uns über unsere neuste Autorin: Svenny ...

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