Serie: Blog schreiben #2 Wie soll ich meinen Blog aufbauen?

Diese Serie hatte ich in ähnlicher Form auf meinem alten Blog und habe mich dazu entschlossen, sie zu überarbeiten und euch wieder zur Verfügung zu stellen. Ich werde öfters zu verschiedenen Themen gefragt, von Bloganfängern oder solchen, die es werden wollen, und denke, dass die Serie gerade für Starter ganz hilfreich sein kann. Wie immer freue ich mich über Feedback und weitere Anregungen!

 

 

1. Das Design des Blogs

Ich fange mit dem kürzesten Punkt an. Das Design ist wichtig für den Blog, denn der erste Eindruck entscheidet schnell, ob man weiterlesen möchte oder nicht. Ich kenne einige Blogger, die echt gute Texte schreiben, aber nur wenig Erfolg haben, weil der Blog einfach unprofessionell aussieht, schlecht zu lesen oder total chaotisch gestaltet ist. Andere wiederum haben kaum interessanten Inhalt, werden aber deshalb gelesen, weil das Design gut aussieht. Das Auge liest halt mit... Ebenso wichtig ist das Banner oder der Header, also das Bild ganz oben. Das ist die Visitenkarte eines Blogs. Für unseren Header habe ich eine Künstlerin engagiert, aber es gibt zum Beispiel auch easy anzuwendende Programme wie PicMonkey, um sich ein schickes Banner anzufertigen. Für mein Layout habe ich übrigens auch bezahlt, denn die kostenlosen sind oft nicht so schön und man findet sie vor allem in vielen anderen Blogs wieder.

Am Besten sucht ihr euch ein Design aus, das euch wiederspiegelt und auch zu eurem Thema passt. Ein Mama Blog, der komplett schwarz ist, passt vielleicht gut zu euch, wirkt aber nicht besonders ansprechend auf die Mehrheit der Leser. Es sollte auch nicht zu bunt sein, da das von dem Inhalt ablenkt. Wenn dazu dann noch verschiedene Schriftarten kommen und mehrere Bilder und Widgets, blickt keiner mehr durch. Der Blog sollte übersichtlich sein und keine Landkarte benötigen. 

 

2. Die Struktur des Blogs

Hierzu zählen zum Beispiel die Kategorien ("Familie", "DIY" usw.) und die zusätzlichen Seiten ("About me"). Außerdem noch die Widgets, die in der Sidebar zu finden sind ("Kommentare", "Neue Beiträge" usw.) Ich würde empfehlen, erstmal von allem nicht so viel und dafür langsam aufbauen. Was du letztendlich wirklich haben willst wirst du im Laufe der Zeit herausfinden.

  • Kategorien zum Beispiel sind erstmal nicht so wichtig, geben aber im späteren Verlauf deinem Blog einen Schwerpunkt. Manche Blogger haben auch garkeine Kategorien und der Leser findet alles im Home - Menü, das ist also Geschmackssache. Ich habe in meinem alten Blog meine Kategorien schon mehrfach umbenannt und auch wieder welche gelöscht, weil ich gemerkt habe, daß ich zum Beispiel beim Thema Essen garnicht so viel schreiben möchte. Der Nachteil dabei: die Links gehen verloren, weil die Verknüpfungen nicht mehr existieren. Da kann man potentielle Leser verlieren und für die Google Sichtbarkeit wirkt sich das auch negativ aus. Hier lohnt es sich also, etwas zu planen und erst mal mit wenig anzufangen.
  • Zusätzliche Seiten sind auch eine Möglichkeit zum Experimentieren. Was ihr auf jeden Fall braucht ist ein Impressum und eine separate Datenschutzerklärung als rechtliche Absicherung. Darin muss die Adresse stehen und der Name. (Google austricksen und ein Bild von eurer Adresse machen und einfügen ist übrigens auch rechtswidrig.) Ein kostenloses Impressum und die Datenschutzerklärung könnt ihr euch bei http://www.e-recht24.de erstellen lassen. Ansonsten finde ich eine "About me" Seite ist ein Muss, denn den Leser interessiert ja, mit wem er es zu tun hat. Wieviel ihr da schreibt und preis gebt ist ebenfalls Geschmackssache. 
  • Eine Blogroll ist eine Liste mit anderen Blogs, die ihr sozusagen dem Leser empfehlt und klarmacht: die lese ich gerne. Eine Art Netiquette unter Bloggern. Muss nicht sein, ist aber wie gesagt Netzwerkarbeit.
  • Widgets sind auch eine gute Möglichkeit, den Blog völlig unübersichtlich zuzuballern, also überlege lieber, was du wirklich haben möchtest und brauchst. Ich bin da im Vergleich zu vielen anderen recht spartanisch. Was definitiv Sinn macht ist ein Widget für "Neueste Kommentare", "Neueste Beiträge" und eine Möglichkeit in das Archiv zu kommen, also alte Beiträge zu finden. Auch schnell zu finden sein sollten die Buttons, über die man dem Blog folgen kann und deine Profile in anderen Social Media (damit kannst du dir natürlich noch Zeit lassen) wie Facebook, Twitter und so weiter.

 

3. Die Beiträge

Zu den Beiträgen gehören zum einen die Entscheidung, ob dir Bilder wichtig sind oder nicht. Einige Blogs kommen ohne Bilder aus, aber dann muss der Text wirklich überzeugen. Denn gerade auf dem Bildschirm braucht das Auge eine kleine Auflockerung und so ein Textbatzen kann schnell abschrecken. Auch viele Absätze sind wichtig sowie Zwischenüberschriften, mit denen man den Text gliedern kann. Viele Mama Blogger arbeiten nicht damit, dabei ist es eigentlich kein Geheimnis, dass es zum einen strukturiert und man den Text besser auf einen Blick erfassen kann, sondern daß außerdem die Suchmaschienen die Texte besser bewerten wenn es Zwischenüberschriften gibt und in denen auch noch Keywords platziert werden, also Wörter, nach denen andere googeln. 

  • Bilder sind ein wichtiger Eyecatcher und unterstreichen nochmal die Überschrift, sollten also thematisch passend gewählt werden. Du kannst auch mehrere Bilder in den Text einstreuen, um ihn ansprechender zu gestalten. Am Besten nimmst du natürlich eigene Bilder, aber du hast auch die Möglichkeit, kostenlose und lizenzfreie Bilder zum Beispiel bei http://pixabay.com herunterzuladen. Aber Achtung: auch hier kann es zu Problemen kommen, wenn man nicht aufpasst: wer solche Bilder zB. bei Facebook verwendet, überträgt die Rechte ohne sie zu haben. Am Besten also wirklich sein lassen und auf eigenes Material zurückgreifen.Das kann dann ebenso zu einer Klage führen wie regulärer Bilderklau. Zum Thema eigene Bilder solltest du dir überlegen, ob du die Gesichter deiner Kinder online stellen möchtest - das machen viele, aber man sollte bedenken, daß man seine Kinder damit der ganzen Welt präsentiert. Und das Internet vergisst nie wie es so schön heißt...
  • Zwischenüberschriften sind natürlich kein Muss, aber wenn man längere Texte schreibt, kann man davon ausgehen, daß ein Leser erstmal den Text überfliegt, ob es sich lohnt ihn zu lesen und sozusagen erstmal querliest. Man sollte sie auch so formulieren, daß sie klar verständlich sind und zum Weiterlesen anregen.
  • Der Inhalt ist natürlich mindestens genauso wichtig. Das A und O sollte eine einwandfreie Grammatik sein, denn wer liest schon gern lieblos dahingerotzte Zeilen ohne Groß- und Kleinschreibung und dann auch noch voller Rechtschreibfehler. 
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