#Sachdochma Unverschämt pfiffige Fragen an das 2KindChaos Autoren Team

Gibt es eigentlich etwas, das ihr uns schon immer mal fragen wolltet? Themen, die wir vielleicht nicht so angesprochen haben oder andere Dinge, die euch interessieren? Ich habe Bock auf eine neue Serie, und ihr dürft gern auf allen Kanälen Fragen an mich oder die anderen Autoren stellen. Wenn genug zusammen gekommen sind, stelle ich die Antworten online. Im ersten Beitrag haben wir uns im Randomverfahren gegenseitig Fragen gestellt - ich finde ja immer am Interessantesten, wer da was wissen wollte. Wir erzählen heute aus dem Nähkästchen - Karl setzt gern Pommes und Eis ein, Mo hätte sich früher nicht in Karl verliebt und Ami denkt, als Mann hätte sie mehr Ahnung von Fußball. MUAHAHAH!
 
 
 
 

Fragen an Mo, von Esme:

1. Wenn Du etwas erfinden könntest, was Du wirklich gut brauchen könntest in Deinem Alltag und das es noch nicht gibt, was wäre das? Und warum genau das?
 
Das ist ganz, ganz klar. Sonnenklar. Ich würde das Beamen erfinden. Denn das brauche ich am allermeisten. Oder bräuchte. Das Leben besteht aus Beziehungen zu Menschen. Meine Nahrung sind Herz und Seele, Unterstützung und Gleichgesinntheit. Wie viel mehr Zeit könnte ich mit den Menschen verbringen, die mir am meisten bedeuten neben meiner kleinen Familie? Ich könnte mich, sobald die Kinder schlafen, zum Quatschen ne Runde zu Esme, zu Frida, zum Grafgrau oder wohin auch immer beamen. Schlägt das Babyfon an, zack, bin ich schon im heimischen Schlafzimmer. Ich könnte Esme im Urlaub überraschen, mit Tante Emma weiterhin zusammen Mittag essen, auch während meiner Elternzeit, oder oder oder. Mir fallen tausend Beispiele ein! Und: Ich könnte da sein, um jemanden einfach mal in den Arm zu nehmen, wenn es nötig ist.

Als irgendwann vielleicht mal wieder potenzielle Babymutter mit Autofahr-Hass-Kind wäre es kein Problem, von A nach B zu kommen. Oder um 19:55 feststellen, dass man das Wichtigste vergessen hat einzukaufen? Würde ich dann noch schaffen. 
 
Am wichtigsten ist mir aber der Punkt, Menschen nah sein zu können, denen ich es sein will. Ich hasse es, dass Entfernungen uns trennen.
 
 
 
 
2. Stell Dir vor, Du hättest Karl schon mit 19 so richtig kennengelernt. Z.B. weil Ihr beiden allein im Fahrstuhl zwei Stunden festgesteckt hättet oder, im Falle von Klaustrophobie, in einem Bahnabteil (diese alten 6er Abteile) allein viele Stunden gefahren wärt. Was wäre wohl passiert?
 
Oh. Oh. Oh, oh. Da wäre nicht viel passiert. Um nicht zu sagen nichts. Jetzt wird’s richtig scheißoberflächlich. Als ich Karl kennengelernt habe, war ich 26 und er 28. Er sah damals aus wie 18. In der Version „Waaaas, Du bist schon 18?“ Ich habe auch mal Fotos aus seinen Anfangszwanzigern gesehen, da wirkte er wie 14. 
 
An dieser Stelle noch mal mein obligatorischer Werbeblock für seriöse Online-Partnervermittlungen. Ganz ehrlich, dieser Filter im Kopf funktioniert. Ich hab das mal gelernt, die Sache mit dem Stereotyp der physischen Attraktivität. Wir schreiben gutaussehenden Menschen positive Merkmale zu. Generell. Das hat Einflüsse aus der Evolution, denn hinter gutaussehend stehen Merkmale wie symmetrisches Gesicht, glatte Haut, kräftiges Haar, vitale Gesichtsfarbe, ein Taillen-Hüft-Verhältnis von 07:1 bzw. bei Männern eher kantige Gesichtszüge – alles Dinge, die Hinweise auf Fortpflanzungsfähigkeit geben, denn nur wer im gebärfähigen Alter, gesund und stark ist, kann den Nachwuchs durchbringen. Interessanterweise hat sich beispielsweise (kleiner Exkurs) durch die verschiedenen Schönheitsideale der unterschiedlichen Epochen nie etwas am Taillen-Hüft-Verhältnis geändert (was ich #ausgruenden anprangere!).

Trotzdem gibt’s ja Typen, die Ecken und Kanten haben, nicht so glatt daherkommen und deshalb interessant wirken, irgendwas reizt uns an ihnen. Vielleicht kennt Ihr das. Das war es aber nicht, was mir an Karl fehlte. Ich mag Ecken und Kanten sehr. Ich fliege auch gar nicht so sehr auf Hochglanzkerle. Nur: Karl sah (und sieht, aber mit 40 ist das dann irgendwann auch egal, außer immer noch viel jünger geschätzt zu werden) einfach sehr nach Kind aus. Nach einer anderen Lebensphase. Ich hab mit 16, 17 (vielleicht weil ich da viel mit Menschen zu tun hatte, die rund 10 Jahre älter waren als ich) einen Sprung in Richtung erwachsen gemacht, und da wäre Karl vermutlich tatsächlich noch in einer ganz anderen Welt gewesen. Insofern hätte es – wenn, dann im Fahrstuhl – möglicherweise peinlich beginnende Gespräche geben können, die sich dann als doch nicht so schlimm hätten entwickeln können. Aber nie in eine bestimmte Richtung gegangen wären, prophezeie ich.

Im Zugabteil hingegen wäre es vermutlich ganz stumm geblieben. Da hätte ich vermutlich einfach weitergelesen, aus dem Fenster gesehen (das liebe ich am Zugfahren) oder 40 Seiten lange Briefe geschrieben an meinen 7 Jahre älteren Freund. Oder war es da der 15 Jahre ältere? Ich weiß es nicht mehr genau. Auf jeden Fall hätte da nichts, aber auch gar nichts mein Interesse geweckt. Denn, auch das ein Faktum: Ähnlichkeiten schafft Attraktivität. Und ich hätte nirgends irgendeine Ähnlichkeit zwischen ihm und mir vermutet.

7 Jahre später wurde mir ein mir angeblich wahnsinnig ähnlicher Mensch als Ergebnis einer Matching-Matrix des Datingportals angepriesen. Ich traf unglaublicherweise auf mein männliches Spiegelbild. Auf einen echten Seelenverwandten. Der sich auch furchtbar klug und anziehend las. Was gut war, denn das persönliche Treffen, das dann irgendwann kam… ähm na ja. Das würde hier zu weit führen.
 
 

Fragen an Graf Grau, von Zora:

1. Wie sieht deine Standard Nachtbekleidung aus?
Short + Tshirt 
 
 
 
 
2. Was sind die ekeligsten / ungewöhnlichsten Essenskombinationen, die du gerne magst?
ich hab da eigentlich kaum Ekliges, außer, dass Nutella ca 1 cm drauf muss, wenn ich das schon esse und Camembert (oder durchaus gern anderen Käse) mit Marmelade. Eigentlich perfekt :) 
 
 

Fragen an Ami, von Anne:

1. Eine gute Fee kommt zu Dir und Du hast drei Wünsche frei, welche wären das?

Ich glaube ich würde ganz langweilig und unspektakulär sowie vorhersehbar mit folgenden Wünschen bei der guten Fee aufwarten:
- Gesundheit für meine Familie und mich 
- Der Wunsch der Menschlichkeit etwas mehr Empathie verleihen, vorallem Politikern und Führungspersonen
- der Wunsch dass meine Kinder in einer Welt groß werden dürfen die nicht ständig von Kriegs-, oder Amokschlagzeilen geprägt ist.
 
 
 

2. Du bist für einen Tag ein Mann. Was machst Du an diesem Tag?
 
Ha die ist gut! :) 

Ich glaube als erstes würde ich mich total vertiefen in irgendwelche Handwerkssachen. Davon habe ich nämlich keinen blassen Schimmer, vielleicht wäre das als Mann ja anders. Als nächstes würde ich mir Sport ansehen. Fußball, Formel 1 usw. nur um endlich mal nachvollziehen zu können was Männer daran so toll finden. Dann würde ich mit (meinen) Kindern spielen. Mal so aus Männersicht erleben dürfen wie das ist wenn die Tochter einem einen Kuss aufdrückt und zum Puppe spielen einlädt. 
Und zu guter letzt, sorry ich kann es mir nicht verkneifen würde ich Sex haben wollen. Ja, Sex, denn sind wir mal ehrlich, wie es sich für das andere Geschlecht anfühlt und ob der Orgasmus der Gleiche ist würde ich schon gerne wissen :)
 
 

Fragen an Zora, von Mo

1. Was waren die sinnvollsten und meistgenutzten großen und kleinen Anschaffungen rund ums Kind? 

Ganz klar gelohnt haben sich Stillkissen, Tragetuch und Sock ons.
Völlig sinnlos waren übrigens die Milchpumpe, das Babybett, Babyfon und der Kinderwagen (okay. Zum Einkaufen ganz praktisch).
 
 

2. Mit welcher Eigenschaft Deines Sohnes kannst Du schwer umgehen, und wie verhältst Du Dich da?

Die einzige Eigenschaft meines Sohnes, die mir manchmal Gedanken bereitet ist das "Klassenclown-Gehabe".  Sobald Publikum vorhanden ist, will er im Mittelpunkt stehen und bewundert werden. Ich mache mir Sorgen, dass er in seiner Schulzeit jeden Blödsinn mitmachen wird, um zu den Coolen dazuzugehören. Ich vehalte mich noch gar nicht, weil wir ja noch Zeit haben bis zur Schule. Jetzt mit drei ist das ganze harmlos und kommt auch nicht immer vor.

Das sind bloß meine eigenen Interpretation und Befürchtungen. Ich persönlich hatte keine schöne Schulzeit und habe vielleicht nur deshalb die Sorge, dass mein Sohn mal zu den Mobbenden gehören könnte.
Das ist halt eine Eigenschaft die tatsächlich ganz konträr zu meinem Wesen verläuft und ich muss erstmal lernen das anzunehmen. Also das mein Kind ganz anders ist als ich.
 
 

Fragen an Anne, von Karl

Wenn Du Dir eine geheime Superkraft wünschen könntest, welche würdest Du wählen?
 
Ich würde gerne die Macht haben, das ganze Leid auf dieser Welt zu beenden. Keine Kriege, kein Hunger, keine Folter, keine Angst... Einfach ein friedliches Miteinander. Mit Verständnis, Fürsorge, Liebe... Was halt so dazugehört.
 
 

48 Stunden kinderfrei und 1000 Euro auf die Hand, die Du ausgeben musst. Was machst Du?

Ich würde nach London fliegen mit meiner Schwägerin, weil sie die beste Schwägerin ist, die ich mir wünschen kann. Und weil das bestimmt superlustig wäre. Wir würden shoppen, ins Dungeon gehen, in Musicals und zu Madame Tussauds.
 
 
Du darfst eine Straftat begehen und wirst definitiv dafür nicht zur Rechenschaft gezogen. Was machst Du?

Ich weiss es nicht, weil ich das alles trotzdem mit meinem Gewissen vereinbaren müsste und deshalb würde ich wohl nichts machen ;) aber als geheime Superkraft würde ich den Menschen, die anderen wehtun, das gleiche wünschen. Damit sie merken, was sie da anrichten.
 
 

Fragen an Esme, von Ami

1. Hand aufs Herz. Wenn dir jemand Geld bieten würde dafür, dass Du all deine Accounts auf sozialen Netzwerken wie zum Beispiel Facebook oder Twitter löschst, würdest Du es tun? 

Also das kommt drauf an. Muss ich die sozialen Medien für immer verlassen, oder darf ich neue Accounts machen? Darf ich die Inhalte vorher speichern? Und: Wie viel Geld gibt's denn? Ich glaube die sozialen Medien für immer verlassen, puh, also das kann ich mir nicht vorstellen. Das müsste schon ein erkleckliches Sümmchen sein. So mit nie wieder Lohnarbeit und stattdessen eigene Projekte richtig durchziehen können. Aber mein Facebook biete ich schon für, hm, sagen wir, 2000 € feil. Interesse anyone?
 
 

2. Was ist dein peinlichstes Erlebnis welches dir als Mama widerfahren ist? 

Also diese Zeit, als Tiffy ALLEN Leuten erzählt hat, dass sie bald ein Geschwister bekommt, die war schon echt peinlich. In der Kita gratulieren mir alle Eltern und Erzieherinnen. Auch beim Kinderarzt direkt aufklären müssen: "Nee, ich bin gar nicht schwanger." Ebenso im Supermarkt, beim Bäcker, alle Nachbarn... Ja, es war die Tour de France des "Nein, ich bin NICHT schwanger." Und danach kommen auch gern unangenehme Fragen:
 
Wollt Ihr denn? Klappt es nicht? Ihr wollt nicht? Warum denn nicht?
 
So schön. Genau die Themen, die ich mit nahezu fremden Menschen besprechen möchte. Nicht.

Der Vorteil des Ganzen: Wenn Tiffy heutzutage völlig Fremden erklärt, dass ich grade nicht schwanger bin, weil ich SCHON WIEDER blute, ja, dann nicke ich nur noch. Immerhin ist es wahr.
 
 

Fragen an Karl, von Frida

1. Was würdest du gern an deinem Leben ändern, wenn du absolutes Wunschkonzert hättest?
 
25-Stunden-Woche bei doppeltem Lohnausgleich wäre schön. Also mehr Zeit für die Familie, ohne dass finanzielle Sorgen dazukämen. Ansonsten gerne wieder mehr Zeit mit Mo. Das vermisse ich derzeit am meisten.
 
 
 
2. Wie schaffst du es, deine positive Einstellung nicht zu verlieren, wenn doch bei euch oft so der Punk abgeht? Verrate bitte deine Geheimnisse.
 
Ehrlich gesagt, ich kann mich ziemlich gut an kleinen Sachen erfreuen. Wenn mich meine Kinder ganz fest umarmen. Oder eine Pizza. Das reicht manchmal schon, mich auch mit einem Scheißtag zu versöhnen. Grundsätzlich glaube ich aber auch einfach daran, dass alles gut wird. Das ist vielleicht das Beste, was mein Vater mir fürs Leben mitgegeben hat.
 
 
3. Welche Tools sind für dich absolut notwendig, wenn du mit den Kindern rausgehst? Und welche Notfalltipps hast du, wenn alles schief geht?
 
Das Einzige, was wirklich hilft, ist Zeit. Wenn ich alleine mit den Kindern z.B. am Wochenende unterwegs bin und Zeit habe, ist meistens alles entspannt und gut. Aber sie spüren sofort, wenn Druck oder Stress da ist. Dann geht nichts mehr. Notfalltipp: Eis. Oder Pommes. Essen geht immer. Da sind sie wie ich :-)
 
 

Fragen an Frida, von Graf Grau

1. Wie lebt es sich so auf dem Dorf, so tätowiert, vegan und ohne Kindergarten?
 
Das klingt jetzt so, als müsste ich überall voll anecken. Die Wahrheit ist, dass die meisten Leute ja nicht wissen, wer ich bin und wie ich lebe. Ich bin nicht in das Dorfleben integriert, sondern habe hier und da Freunde, die mich akzeptieren und oder ähnlich leben. Dank kindergartenfrei komme ich auch wenig mit Menschen in Berührung, die meine "Erziehung" scheiße finden. Und die Leute, die mit mir Zeit verbringen möchte, akzeptieren auch meine Ernährung. Und was die Tattoos angeht - in Hessen hab ich relativ wenig Probleme mit Glotzern, das war in Bayern anders. 
 
 
2. Wie reagiert deine Familie darauf, dass du quasi so präsent bist im Netz?
 
Tja, da scheiden sich die Geister. Der Teil von Papa Mercurys Familie findet meinen Blog nicht so cool und will da auch gar nicht viel von wissen. Die wissen also weder, dass ich relativ präsent bin, noch, was ich schreibe. Und meine Familie liest eigentlich viel mit und speziell meine Eltern supporten mich auch. Danke an der Stelle :-*
 
 
So ihr Lieben. Wie findet ihr die Idee, uns Fragen zu stellen? Wenn ihr gern noch andere gestellt hättet, schreibt mir doch einfach. Entweder in die Kommentare, per Mail oder per Pn auf meinen Social Media Kanälen. 
 
Love & Peace,
 
eure Frida
Von Kooperation, Deeskalation und meinen Grenzen
Urlaubs - Diary Teil 4: 50 Facts about 4KindChaos-...

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