Einschulung mit 5 Jahren - mein Kind will lesen und rechnen lernen

Einschulung mit 5 Jahren - mein Kind will lesen und rechnen lernen

"Eiiiiinnn-faaahrrrt frrrreeiiiii-haaal-teeen… freihalten… EINFAHRT FREIHALTEN!"

Sie liest, und sie liest alles, was auch nur ansatzweise beschriftet ist: Verkehrsschilder, Kinderbücher, Werbeplakate, Milchtüten. Manchmal kitzle ich sie dann und behaupte, dass das Lesen beim Einkaufen/ am Frühstückstisch/ im Wald generell und überhaupt total verboten sei. Dann quietscht sie, lacht sich weg und erklärt "Nein Mama. Lesen ist immer erlaubt. Überall. Alles, was Buchstaben hat, muss gelesen werden. Und ich lese von jetzt an nur noch."

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Der verrückte Vormittag. Basteln, Malen, Kochen mit Kindern und immer schön Mitmachen lassen

Der verrückte Vormittag. Basteln, Malen, Kochen mit Kindern und immer schön Mitmachen lassen
Unsere Vormittage sind entweder davon geprägt, dass ich mich zu irgendeinem Date abhetze, oder ich versuche, die Kinder spielen zu lassen oder sie bei irgendeinem Projekt zu unterstützen. Basteln, Malen, Kneten, Höhle bauen. Sowas eben. Und so richtig bricht das Chaos über mich herein, wenn zwei Kinder experimentieren wollen und ich dann noch versuche, nebenbei den Haushalt zu machen... Ich habe mal einen Vormittag für euch verbloggt, an dem ich mal versucht habe, pädagogisch wertvoll die Kinder alles mögliche mitmachen zu lassen.

 

 

 

Nana essi und Elsa Merchandise

Nachdem wir uns im Bad fertig gemacht haben (was by the way auch mal über eine Stunde dauern kann, weil ich ständig irgendwem hinterher laufen muss), will Peanut an ihren Schneideskills arbeiten. Bisher fand sie das nicht so interessant, aber momentan wird geschnipselt und gemalt, als müsse sie für eine olympische Disziplin trainieren. Gestern Abend hatte ich ihr versprochen, dass sie auch mal wieder den Kleber ausprobieren darf, also ran an den Prittstift.
 
Ich habe ihr einige Werbeprospekte überlassen, und guess what - da hat sie direkt Anna und Elsa gefunden und ein Bild mit Merchandise Artikeln gestaltet. "Maaamaaaa, schneid mir das PUPPENGESCHIRR AUS!" Währenddessen sitze ich neben Little Pea und assistiere beim Schneiden mit einer stumpfen Schere. Für einige Minuten geht es recht friedlich zu, und ich zücke das Handy - schnell Fotos machen, den Flow fotografieren. 
 
Lustigerweise kommt der kleine große Hunger ja immer völlig überraschend, und ich werde sanft aufgefordert, einen Obstteller zuzubereiten. "MACH MIR APFEL MAMA! LOS!" Mimimimi. Seit Monaten rede ich mir den Mund fusselig, dass es sich hierbei nicht um eine Frage handelt und ich den direkten Befehlston eher suboptimal finde, aber das Ergebnis ist trotzdem dasselbe - ich schnipple Obst. "Nana essi!" fordert nun auch Little Pea. Wie jetzt, seit wann isst die denn Banane? "ICH WILL AUCH BANANE! EINE GANZE!"
 
Friedlich mümmeln die beiden dann auf dem Sofa ihr Obst. Schnell die Handykamera gezückt und auf Instagram gepostet, bevor... jaaa, genau! Little Pea fängt an, den Bananenmatsch wieder auszuspucken und in die Sofaritze zu puhlen, während Peanut ihre Apfelschnitze verkehrt herum auf die Gabel spießt. (Ohne sie hinterher zu essen, versteht sich.) 
 
Während ich den Matsch vom Sofa abkratze, haben die Mädels wieder den Esstisch geentert und Little Pea bemalt die Tischdecke, während Peanut... ja, was eigentlich? "Mama, ein Monster hat das Salz über den ganzen Tisch verteilt." Uäääh... ich fand die Ausrede aber so kreativ, dass mir das Schimpfen im Hals stecken bleibt und ich sie dazu anleite, die Stifte einzusammeln und das Salz mit dem kleinen Besen abzukehren. (Ich höre gerade alle möglichen guten Hausfrauen innerlich schreien, har har!)
 
"Wir haben Hunger, Mama!" Orrrrrr...
 

 

Wenn Kleinkinder beim Kochen mithelfen und Monster im Esszimmer wüten

Mittags koche ich immer irgendwas mit Gemüse, die Meute muss ja satt werden. Und etwas Gesundes wäre auch nicht schlecht. Während die beiden wieder an ihren Bildern sitzen, setze ich Wasser auf, schneide etwas Paprika, zähle innerlich bis drei... "Määäämääää!" Little Pea möchte wieder zu mir. Seufz. War ja klar. Kochen ist meist unter Vollstreß zu machen und nur, wenn ich ganz viel Glück habe, heult keiner. Momentan hat Little Pea ihre Ich - Will - Mitmachen - Phase und das muss unterstützt werden, pädagogisch wertvoll und so.
 
"Wassi! Waschi!" Trotzdem stöhne ich innerlich, als sie auch einen Pilz waschen will. Die ersten zwei Minuten klappt das immer total süß, aber dann wird es nass. Richtig nass. Little Pea durchnässt nicht nur ihre Ärmel, sondern auch den gesamten Oberkörper UND nimmt sich anschließend den Putzlappen, um ordentlich feucht das Waschbecken zu putzen. Süß, gell... man soll sie ja nicht daran hindern, sonst haben sie später keinen Bock mehr drauf.
 
Also wische ich seufzend die Küchenfront, den Boden, noch mal die Front und noch mal den Boden, bevor ich den Herd auf kleinste Stufe stelle und Little Pea schnell noch mal umziehe. Wer Kleinkinder hat, weiß, dass das schnell und unkompliziert vonstatten geht. Nicht. "El'la! Kaid! NEIIIIIINNN!" Ich übersetze mal: sie will das Anna &  Elsa Kleid ihrer Schwester und keinesfalls eine Leggins dazu. Stöhn! Wir einigen uns auf Kleid und Strumpfhose und kommen kurz darauf beim verkochten Essen wieder an.
 
"MAMA ICH HAB HUNGEEEER!" Peanut empfängt mich mit vorwurfsvollem Blick und erzählt mir völlig selbstverständlich "Mama, das Monster war wieder da und hat mein Wasser umgekippt, der ganze Tisch ist nass. Was machen WIR denn da?"
 
Orrrr...
 
 

Piep, piep, piep, guten Appetit

Bäm, ich Supermutter habe es tatsächlich geschafft und für alle ein warmes Essen auf den Tisch gestellt. Zwischendurch musste ich nur noch mal die durchnässten Malblätter entsorgen und das Salz abkratzen, das mittlerweile so schöne Muster bildet. (Immer diese scheiß Monster, ey.) Little Pea bekommt Reis mit Tomatensoße vermischt und Peanut bekommt das Gemüse extra daneben.
 
"Mama, wieso machst du denn Paprika rein? Den mag ich doch gar nicht!" Puh... wie immer darf sie den dann rausfischen und auf meinen Teller manövrieren, während Little Pea mir ihren matschigen Reislöffel in die Kinnlade rammt (sie steht total auf Füttern). "MEIN ESSEN IST JA NOCH HEISS! PUSTE, MAMA!" "Essiiiiiii! Namnam! Mama! "Hallo, ich will auch mal selber essen!"
 
Und während ich so versuche, mein Essen irgendwie schnellstmöglich zu inhalieren, verschütten beide Kinder abwechselnd ihr Getränk und schreien lautstark nach "Tuch! Tuch!". Peanut isst mittlerweile halbwegs manierlich, dafür verrührt Little Pea ihren Reis im Trinkglas und schippt mir dann die Plörre auf den Teller. 
 
OMMMMMM...
 
Bei euch läuft das doch ähnlich ab, oder? :)
 
Love & Peace,
eure Frida

Frühkindliche Essstörung? Das steckte bei unserer Tochter dahinter

Frühkindliche Essstörung? Das steckte bei unserer Tochter dahinter
Es ist schon einige Monate her, da schrieb ich über mein großes Mädchen, mein Kind, das ein unsagbar großes Problem hat mit dem Essen. Schon immer, schon seit jeher. Seit sie auf der Welt ist, war es bei uns Thema. Aber eigentlich habe ich mich davon nie beeindrucken lassen, schließlich aß sie ja, wenn auch nicht viel. Doch irgendwann kam ein Einbruch, und als sie es dann tatsächlich schaffte, die Nahrungsaufnahme komplett für mehr als 48 Stunden zu verweigern, da war uns klar, dass es so nicht weitergehen konnte.
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Ich vertraue meinem Kleinkind. Vom gemeinsamen Einkaufen

Ich vertraue meinem Kleinkind. Vom gemeinsamen Einkaufen
Letztens war ich alleine mit meiner jüngeren Tochter Little Pea (1,5) im Supermarkt, und mir ist da richtig krass aufgefallen, wie unterschiedlich wir im Vergleich zu anderen Mama - Kleinkind - Konstellationen aussehen müssen. Vermutlich dachten alle, dass ich so eine Laissez - faire Mutter bin, aber ich weiß, dass ich meinem Kind vertrauen kann. Und ich denke auch, nein ich weiß, dass sich das langfristig auszahlt. (Ist ja immerhin schon das zweite...)

 
 
 

 

Explorationstrieb und Vertrauen

Zum kleinen Supermarkt bei uns um die Ecke laufe ich gern mit dem Buggy hin. Es ist nicht weit, aber sobald wir im Supermarkt angekommen sind, hat Little Pea schon richtig die Schnauze voll davon, ruhig sitzen zu bleiben. Im Einkaufswagen sitzen? Fehlanzeige. (Besonders beliebt sind ja die Einrichtungen, die Kindereinkaufswägen zum selber schieben anbieten. Bei diesem leider nicht der Fall.) Also lasse ich Little Pea neben mir her traben und konzentriere mich vorrangig auf den Einkauf.
 
Ich schaue natürlich, dass sie mitkommt und lasse sie auch mal etwas anfassen, solange sie nichts kaputt macht. Wenn sie etwas in den Wagen steckt, das ich nicht haben will, erkläre ich ihr das und lasse sie etwas anderes holen. Klappt super, Kind ist busy. Die Zeiten, in denen sie einfach nur abgehauen ist, sind zum Glück vorbei (momentan zumindest) und die Mama - Arm - Phase vorläufig auch. Jetzt will sie helfen, mitmachen. Und das darf sie auch.
 
 

Gesellschaftlich leider nicht so akzeptiert

Wie schon zu Beginn angedeutet sehe ich andere Eltern eher mit Kinder ähnlichen Alters ausschließlich im Einkaufswagen. Die meisten sind da quengelig und dürfen irgend etwas knabbern, um bis zum Ende durchzuhalten. Absolut sinnvoll, würde ich auch machen, aber das geht eben nicht mit Little Pea. Aber was ist mit den Kindern, die ähnlich explorativ eingestellt sind? Gibt es die nicht? Zumindest sehe ich nie andere Eltern hinter den Kinder her hechten und "gemeinsam einkaufen". Ja, es ist anstrengender, aber der Lerneffekt ist so groß, dass sich für mich wirklich lohnt. 
 
Leider sehen das ja alle anderen Menschen nicht. Die sind dann genervt von meinem Kleinkind, das mitten im Weg herum steht, sich ausgiebig die Brote anguckt und die Joghurts umsortiert. Das sichtlich überlegt, wenn es von seiner Mama gerufen wird, ob es nun mitkommen will oder nicht. Dauert ja ein paar Sekunden, und deshalb muss man wutschnaubend den Wagen um das Kind herum lenken oder sogar kurz warten. Frechheit. Nur wenige Leute lächeln sie an, wenn sie da so ganz allein herumläuft. Schade eigentlich. Dabei macht sie ja nichts falsch, im Gegenteil. 
 
Wenn ich sie ständig ausbremsen würde, hätte ich einen Wutanfall nach dem anderen provoziert und keinen Spaß mehr. So aber ist es ein Zeitvertreib, der uns beiden Spaß macht. Ich vertraue ihr, dass sie keinen Mist macht, dafür darf sie auch mal ein Stück weiter von mir weg und auch mal etwas anfassen und ausprobieren. (In Maßen.) Und ja, manchmal wundert es mich selbst, aber es klappt. Ich lasse ihr viele Freiheiten und habe ein super kooperatives Kind. Den kompletten Rückweg ist sie übrigens auch gelaufen und dafür durfte sie sich auch die Schuhe in der Pfütze nass machen - weil ich mir gesagt habe, dass wir sowieso gleich zuhause sind, also warum verbieten.
 
Und das mit dem Straßenverkehr bringe ich ihr so auch bei. Win - win - win, würde ich  mal sagen. Oder wie seht ihr das?

Mann wird Papa. Wann gibt es endlich wieder Sex?

Mann wird Papa. Wann gibt es endlich wieder Sex?
Achtung, dieser Artikel kann Spuren von Ironie, Sarkasmus und schlechten Witzen enthalten. 
Ihr lieben Mitmamas. Ich will euch eine kleine Pause gönnen. Atmet einmal tief durch, verarbeitet in Ruhe, dass ihr die totalen Loser seid und lehnt euch zurück. Es gibt ja noch eine andere Art. Die Männer. Die wollen wir natürlich nicht vergessen. 
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