STILLE NACHT? -Taub und trotzdem Eltern

STILLE NACHT? -Taub und trotzdem Eltern
Gastbeitrag von Elke Schwaninger
Ruhe! Die meisten Eltern wünschen sich nachts nichts mehr als das. Und tauschen Zimmer oder Ohrstöpsel, wenn's hart auf hart kommt. Ich wünsch' uns keine stille Nacht. Und würde manchmal auch gern tauschen: ein stinknormales Gehör bitte!
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14 Life Hacks! Spielideen für zuhause mit Kleinkind und Baby

14 Life Hacks! Spielideen für zuhause mit Kleinkind und Baby
Ich freue mich immer, wenn ich Leserbriefe bekomme. Oft sind es Rückmeldungen oder eigene Geschichten, manchmal aber auch Fragen und Wünsche. Julia zum Beispiel hat zwei Kinder mit ähnlichem Altersabstand (aber jünger) wie ich und fragte, ob ich Ideen habe, was man zuhause so machen kann. Hier habe ich meine 14 Life Hacks für zuhause mit Baby und Kleinkind gesammelt.
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Miri und ihr Steinzeit - Kind

Miri und ihr Steinzeit - Kind
Als Erstes möchte ich schreiben, wie sehr ich mich über den Blog 2KindChaos freue und wie sehr ich den Autoren, allen voran Frida und Mo, dankbar bin. Ihr schreibt mir zu 99% aus der Seele und es hält mich seit Monaten bei der Stange.
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Rundum wunderbar gepflegt mit Bübchen verniosa - unser Test & Verlosung für euch! / Anzeige

Rundum wunderbar gepflegt mit Bübchen verniosa - unser Test & Verlosung für euch! / Anzeige
Werbliche Kooperation mit Bübchen. Dieser Artikel enthält dennoch meine persönliche Meinung. 
Was ist die beste Pflege für Babys Haut? Die allerallerbeste? Natürlich die Käseschmiere, die so ein Baby in Mamas Bauch beschützt und pflegt. Eine ganz neue Produktlinie von Bübchen hat diesen Schutz aus pflanzlichen Stoffen nachempfunden. Ich durfte das neue Bübchen verniosa Sortiment nicht nur testen, sondern auch vier Sets für euch verlosen! (Eines davon mit diesem zuckersüßen Känguru.)
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Kinder müssen abgehärtet werden? Vom äußerlichen und innerlichen Druck gegen die Individualität

Kinder müssen abgehärtet werden? Vom äußerlichen und innerlichen Druck gegen die Individualität
Seit einigen Wochen bin ich mit beiden Kindern in jeweils einem Kurs für musikalische Frühförderung. Das klingt jetzt so hochtrabend - mir geht es eher darum, dass sie unter andere Kinder kommen, außerdem haben beide Spaß an Musik und Singen. Why not. Leider ist es aber so, dass das Setting für beide so gruselig ist, dass sie an mir kleben wie Teer, und dann ist ja auch noch die Sache mit dem Störfaktor kleine Schwester... Dazu Gedanken zum Thema Gleichschaltung von Kindern.

 
 
 

 

Kleine Musik - Nerds

Ich kenne kein Kind, das nicht auf Musik abfährt. Ich selbst liebe Musik und habe schon immer sehr viel gehört und auch das ein oder andre Instrument gespielt, und mit meinen Kindern singe ich sehr viel, wir hören Kinder- und Mamamusik (manchmal darf es auch mal Rock sein) und wir haben auch ein paar erste Spielzeug - Instrumente zum ausprobieren. Little Pea zum Beispiel kann noch nicht wirklich sprechen, aber Melodien singen kriegt sie ganz gut hin. Jeden Ton, wird er noch so gekrächzt, kontert sie mit einem Hin- und Herwippen ihres Körpers oder zumindest einem dezenten Headbangen. Peanut fordert mehrmals täglich diverse Musik CDs ein und tanzt und springt, als gäbe es kein Morgen. Sie hat auch meine nervige Angewohnheit, öfters vor sich hin zu singen, übernommen. Kurzum, ich würde sagen, hell yes, diese Kinder lieben Musik. War doch eigentlich nur eine logische Konsequenz, in diesen Kurs zu gehen, oder?
 
 

Juchhe, Juchhuuuu und Tralalalalaaaaaaaaaa

Wir gehen also zwei Mal die Woche in diese Kurse. Little Pea wird meist vom Papa allein begleitet, Peanuts Kurs ist nachmittags und so muss ich ihre kleine Schwester mitschleppen. Die anderen Mamas sitzen draußen auf dem Flur, schlürfen Kaffee, die kleineren Geschwister spielen ruhig zu ihren Füßen. Im Kurs sind eigentlich keine Eltern mit dabei, außer bei der Eingewöhnungsphase. Unsere Eingewöhnung dauert nur leider schon extrem lange, und Little Pea wird langsam ungeduldig. Ich auch. Little Pea kennt ja nun das kleine Räumchen und was da so gespielt wird normalerweise, nur dass sie bei den Großen nicht mitmachen darf. Ich bemerke natürlich die Blicke der anderen Eltern - diese Blicke, ich kenne sie in und auswendig.
 
Wieso ist dieses Mädchen nicht alleine da, sie ist doch größer als die anderen. Wieso macht sie nicht mit, wieso klammert sie immer noch an ihrer Mama?
 
Tja, sagen wir mal, ich spüre den Druck. Diesen Druck machen sich aber auch die anderen Mamas, die dabei sitzen. Sie zischen ihren Kindern zu, es wäre doch nichts, wenn sie vor Überforderung weinen, sie schieben genervt ihre Kinder in die Mitte, wenn sie zu ihnen rutschen, und seufzen lautstark, wenn sie nicht aus dem Raum gehen sollen. Die Kursleitung sieht das zum Glück nicht so eng, deshalb bin ich auch dort geblieben. Nur leider hat sie nicht so viel Engagement in die Richtung gezeigt, alle Kinder in den Kurs zu integrieren. Gut, vielleicht liegt es auch daran, dass die Gruppe überhaupt nicht zusammen passt und ihr ständig der Bär steppt, wenn sie nicht aufpasst. I feel her.
 
Aber meine Tochter verstehe ich auch, und deshalb schlucke ich meinen Ärger hinunter und bleibe dabei. Der Kurs beginnt mit einem Vorstellungs - Spielchen, die Kinder sollen singen und dabei sich eine lustige Aktion ausdenken. Die wilden Kinder rennen gern im Kreis. Für Peanut eine absolute Überforderung - sie ist total geflashed und fühlt sich wohl wie Jane Goodall bei ihrem ersten Außeneinsatz. Dieses Spiel dient vor allem dazu, die Kinder, die vom Kindergarten aufgedreht sind, etwas abzureagieren und dazu zu bringen, wieder kooperieren zu können. Eine lockere Runde, bei der nicht so viel gefordert ist, wäre besser für die ruhigen und die neuen Kinder, aber würde wohl in die andre Richtung losgehen.
 
Und dann kam der Moment, vor dem ich mich unterbewusst die ganze Zeit "gefürchtet" hatte. Little Pea war nicht mehr in den Griff zu kriegen (das ist echt Schwerstarbeit, diese 3/4 Stunde) - wie eine Irre riss sie an meinem Shirt, schrie und jammerte immer wieder. Dieser viel zu kleine Raum für diese vielen Kinder, die wie eine wilde Horde kreischten, die Musikerin, die in bestem Operettenton Trari Trara Trarallallallalaaaaaaa flötete, die zischenden Mütter, die überdreht lachenden Kinder, die schwer in den Griff zu kriegen sind... 
 
Plötzlich wurde mir klar, dass die genervten Seitenblicke mir galten. Wenn ich meine Kinder nicht ruhig halten kann, muss ich raus.
 
Obwohl ich es besser wusste, begann auch ich zu zischen, mein großes Kind solle doch hier bleiben, weil das kleine es nicht aushalten würde, ruhig zu bleiben. Peanut bekam natürlich Panik, und obwohl ich es wirklich verstehen kann, dass sie nicht allein in diesem Affentanz sitzen bleiben kann, dass sie mich braucht, war ich genervt. So war es im Kindergarten, immer und immer wieder. Tag für Tag. Ich erlaubte ihr zwar, mit raus zu gehen (was sonst), aber sie hatte plötzlich so eine Angst, dass sie sich an meinem Bein festkrallte und ich sie wie den sprichwörtlichen Klotz am Bein hinaus schleifen musste. Unter den irritierten Blicken der Mütter drinnen und draußen. 
 
 

Kinder müssen alle gleich sein - bei Erwachsenen sagt das doch auch keiner

Nicht dass ihr das falsch versteht. Es war mir nicht peinlich, denn ich kann es ganz ehrlich verstehen, dass sie da nicht allein bleiben möchte. Es ist einfach zu viel, zu laut, zu unberechenbar. Zumal auch andre Kinder geschubst werden und keiner eingreift. Es ist beängstigend. Wieso erwarten wir von 2jährigen schon, dass sie so etwas mitmachen? Zumindest erfordert es von mir ein permanentes Auseinandersetzen mit dem Druck von außen und von innen ("Normalsein als oberstes Gebot") und ein komisches Gefühl, wenn ich an die Zukunft denke... denn spätestens in der Schule werde ich nicht mehr dabei sitzen können, wenn meine (hoch)sensible Tochter nicht mehr kann.
 
Andererseits denke ich mir - wieso zwingen wir unseren Kindern auf, solche völlig unpassenden massentierhaltungsähnlichen Prozesse zu durchlaufen? Erwachsene sind auch nicht alle gleich. Der eine lebt auf, wenn es laut und wild zugeht - vielleicht wird er dann Eventmanager, Erzieher, Barkeeper - der andere mag lieber für sich allein arbeiten und wird vielleicht Buchhalter, Künstler, Verwaltungsfachangestellte. Manche arbeiten gern mit Menschen, andere kommen nur mit wenigen gut klar. Das meine ich jetzt alles ohne Wertung. Jeder hat eigene Interessen und Vorlieben und das ist auch gut so. Nur Kinder, die müssen sich alle in ein bestimmtes Raster einfügen, sonst sind sie ja nicht normal.

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