5 Fragen an: Frida Mercury

Frida Mercury - Bildrechte: 2KindChaos

1. Wie würdest du dich als Mensch, nicht als Mutter beschreiben?

Außen hart und innen ein richtiges Weichei. Ich wirke auf den ersten Blick oft distanziert und zurückhaltend und überrasche dann mit meinem ziemlich gewöhnungsbedürftigen Humor. Ich lache gern und oft und vor allem auch über mich selbst, muss ich aber denn sonst wär das Leben ja auch oft zum Heulen. Ich kann auch ganz schlecht lügen und sage stattdessen was ich denke – oft eine fiese Kombination.

 

2. Wie hast du dich verändert seit du Mutter geworden bist?

Muttersein macht definitiv verletzlich; wenn man vorher nur an sich selbst denken musste, hat man da auf ein mal ein verletzliches Wesen, das man über alles liebt. Eine richtige Achillesverse. Man wird angreifbar und vor allem unsicher, weil man alles richtig machen will. Mich hat es so richtig durcheinander geschüttelt, Mutter zu werden, und ich gebe zu, die ein oder andere Erfahrung hat mich auch traumatisiert. Außerdem bin ich empfindlicher geworden was Kinder im Generellen angeht und solidarisiere mich schneller mit Schwächeren und Randgruppen.

 

3.  Was vermisst du am meisten?

Morgens aufstehen und vor dem PC frühstücken. Ach ja, natürlich ausschlafen so lange ich will und vor allem durchschlafen. Mal den Tag so gestalten wie ich will. Einfach mal spontan sein. Sport machen können. Schreiben wenn ich Lust habe. Shoppen ohne Stress. Computerspiele auch mal tagelang spielen. Auf Konzerte gehen. Mit meinem Partner Zeit verbringen ohne ständig unterbrochen zu werden, mal mehr sein als nur Eltern. 

 

4. Was bedeutet Bloggen für dich?

Meine „sozialen Traumata“ verarbeiten – so hat es angefangen. Mittlerweile ist es viel mehr geworden; es ist so ziemlich das Einzige, was ich mache, um dem Hirnverfall entgegenzuwirken und allein dafür liebe ich es. Natürlich auch für die Bestätigung, die bekommt man ja sonst als Mama so gut wie nie. Ich habe schon immer gern geschrieben, seien es Gedichte oder Geschichten, und jetzt erst wird mir klar, dass ich das eigentlich hätte zu meinem Beruf machen sollen. Immerhin habe ich jetzt meine Leidenschaft gefunden, und das ist ja auch was wert.

 

5. Welche (Familien) Themen sind dir persönlich am Wichtigsten bzw. worüber schreibst du am Liebsten?

Da ich mich ja schon so ziemlich ausprobiert habe mit Bloggen hat sich bei mir klar herauskristallisiert, was ich am Liebsten schreibe: Alltagssatire. Wenn mir etwas Blödes passiert, freue ich mich sofort, weil ich dann die ganze Zeit darüber nachdenken kann, in welche Worte ich das packen möchte. Außerdem rege ich mich gern über so einige gesellschaftliche Themen auf und finde dann ziemlich cool, dass ich einen Blog habe, in den ich das reinschreiben kann. Und das lesen dann sogar auch noch andere und diskutieren mit mir – genial!

 
 
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