Das Wochenende ist zum Erholen da (für den Papa)

Kinder sind was Schönes, keine Frage. Doch dass sie belastend sind für die Partnerschaft, ist genauso Fakt. Machen wir uns nix vor. Wer stemmt das Chaos, das Kinder mit sich bringen, mal eben so mit links? Wer kann nach einem anstrengenden Tag mit Kinder-Geschrei, Unordnung und Chaos pur noch fröhlich lächelnd und chic gestylt seinem Partner in die Arme fallen um anschließend das zubereitete Candle-Light-Dinner gemeinsam zu genießen?

 

 

Ich bin doch froh, wenn ich mir selbst mal zwischen Brei für Hörbi und Füttern von Körmit, der sein Mittagessen bevorzugt auf Mamas Schoß zu sich nehmen möchte, mal eben selbst ne Scheibe Brot oder nen trockenes Brötchen zwischen die Kiemen schieben kann.
Und dann kommt der Herr des Hauses abends nach Hause und ist ja so getresst vom Arbeitstag und den anderen Autofahrern, dass er erstmal seine Ruhe braucht. Also fix in die Freizeit-Klamotten gehüpft und Couch-Surfen zum Abschalten.


Neiiiiin, die Mama braucht das ja nicht. Warum auch? Sie konnte doch morgens ausschlafen und die Wohnung sieht auch nicht aus wie eine Messie-Bude. Putzen hat sie ja schließlich auch noch geschafft, also kann's doch so schlimm nicht gewesen sein. Auf Toilette gehen muss sie doch tagsüber auch mit den Kindern (wie gut, dass man auf Dauer lernt, alles einhändig zu machen, weil mindestens ein Kind auf den Arm möchte) warum sollte es dann abends anders sein?


Zum Glück gehen die Kinder ja nach dem Abendessen direkt ins Bett und wollen natürlich beide mit Mama einschlafen. Da hat der Papa Zeit zum Erholen oder wieder Couch-Surfen, nachdem er das Geschichten-Buch runtergerasselt hat. Mama kämpft dann damit, dass beide Kinder zur Ruhe kommen. Wer jetzt glaubt, dass das mit ner halben Stunde getan ist: Fehlanzeige! 1 Stunde: da ist doch irgendein Haken. Ja, meistens ist der tatsächlich da, denn sobald Mama sich raus schleicht, klimpern sicherlich mindestens zwei Augen wieder. Also wieder von vorne.....


So vergeht Tag für Tag - und dann kommt das Wochenende. Man könnte meinen, der Papa freut sich auf Zeit mit den Kids. Yeah - Familienzeit! Glaubt Ihr das wirklich? Das Wochenende ist doch zum Erholen da. Das ist zumindest seine Idee von Wochenende.

Wenn da nicht noch die liebe Verwandtschaft wäre, die die Kinder auch mal sehen möchte, während Mama natürlich auch dort die Hauptrolle spielt – denn Papa will sich doch in Ruhe unterhalten – man hat sich schließlich lange nicht gesehen. Und die Mama, die ja schon zufrieden ist, wenn sie mal in Ruhe 5 Minuten unter der Dusche stehen kann oder die Wäsche zusammenlegen, ohne ein Baby auf dem Arm und ein kreischendes Kleinkind im Schlepptau....
Wie passt das zusammen?

Wenn dann morgens viel zu früh der Körmit aus dem Bett tapert und verlauten lässt, dass sie Hunger hat, gewinnt derjenige, der am ruhigsten liegen kann, ohne sich zu regen. Ratet mal, wer das ist? Richtig - der Papa kriegt das nämlich gar nicht mit, weil er noch im Tiefschlaf ist. Nicht mehr lange, denn natürlich möchte ausgerechnet jetzt der Körmit mit Papa Zähne putzen, frühstücken. Nur blöd, wenn der Papa keine Lust hat, aus dem wohlig warmen Bett zu kriechen, es dann aber doch widerwillig tut! Morgens ist einfach nicht die richtige Zeit (mittags/ nachmittags und abends übrigens auch nicht, denn es gibt ja bekanntlich immer was zu tun). Die Stimmung ist morgens also eher schweigsam . . . bis . . bis . . . der Hörbi aufwacht und sofort lauthals Hunger anmeldet, Körmits Windel kurz vor´m Überlaufen ist und gleichzeitig irgendein Spielzeug nicht auffindbar ist und für einen Wutanfall der besonderen Art sorgt.

Die Lage spitzt sich zu. Wie blöd, dass eine Mama nicht so viele Hände hat, um gleichzeitig 2 Windeln zu wechseln, das Baby zu stillen, das verschwundene Spielzeug zu suchen und Frühstück zu machen. Wenn dann doch irgendwann mal alles so weit ist, dass was Essbares auf dem Tisch steht und die Kinder beruhigt sind, sieht es kurz aus nach Familien-Idylle, denn selbstverständlich kann sich dann der Papa auch mit an den Tisch setzen – es gibt ja Kaffee.

Spätestens nachmittags brennt die Luft! Hier ist doch alles viel zu laut, die Kinder schreien, die Mama hat viel zu tun und der Papa kommt zu nix, schon gar nicht zum Erholen. Erwartungshaltungen knallen aufeinander und keiner ist zufrieden "Ihr nervt, ich gehe dahin, wo ich meine Ruhe habe". Der Papa geht – wann er wiederkommt ist ungewiss. „Schließt sich eine Tür, geht sie natürlich irgendwann wieder auf“. Die Mama muss stark sein, für die Kinder. Nur noch ein Tag, dann ist der Alltag wieder da, der geregelte und alle haben ihre Ruhe. Bis zum nächsten Wochenende!

 

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