Einkaufs - Chaos mit zwei Kleinkindern in der Mall

Es begann alles so schön mit einer Idee. Hey, lass uns doch mal in die Mall fahren, die Kinder brauchen neue Klamotten - und wo wir schon dabei sind, könnten wir ja auch mal schauen, ob wir was für uns finden. Der Papa Mercury und ich, wir sind ja sowas von naiv. Oder blöd. Oder beides. Denn momentan ist einfach der Wurm drin...
 
 
 

 

Wenn das Kind im Auto einpennt...

Die liebe Peanut ist ja momentan ein absolutes Arschlochkind, was Einschlafen angeht. Ja, ihr Lieben, ich habe Arschlochkind geschrieben. Aus ganz und gar egozentrischen Gründen: ich will einfach mal wieder einen Abend nur für mich haben, und nicht bis um 12, halb 1 mein Kind an den Hacken haben. Ist ja nicht so, dass sie friedlich in ihrem Zimmer spielen oder sich anderweitig allein beschäftigen würde. Oh no, Ma'am! Ich bringe sie zwei Mal ins Bett, manchmal darf der Papa auch ein drittes Mal runtergehen. Ich lese ihr vor, kuschle mich mit ihr hin, schlafe selber fast ein. Irgendwann stehe ich dann auf, und sie springt wie ein unheilvoller Jack-in-the-Box mit auf "Mama ich kann nicht einschlafen!". Argumente à la "Du hast es doch gar nicht versuuuuucht?!!" zählen hier leider überhaupt nicht. Also erkennt vielleicht irgendein Elternteil eines anderen Eulenkindes die Tragik hinter dem Satz "Mein Kind ist um 17 Uhr im Auto eingepennt."?
 

 

ÄÄÄÄÄÄÄÄÄäääääääÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄähhhHHHHhhhhh!!!

Schub UND Zahnschmerzen, das ist einfach zu viel für Little Pea. Da geht gar nix, außer Mama. Ganz, ganz viel Mama. Am besten abwechselnd auf den Arm und dann schnell runtergestrampelt, wenn man was Interessantes sieht. Aber dann auch wieder ganz schnell hoch. Zack, zack, zack. Dieses Kind macht einen Drive, dass mir schon ganz schwindelig wird davon. Während Peanut neben ihr im Auto schlief, nörgelte und greinte sie also unentwegt vor sich hin. Alle Mann verschwitzt beim Ankommen (außer Peanut natürlich). Und so ging es dann in der Mall weiter.
 
ÄÄÄäääÄÄÄÄÄääääh! Mama! Mama! Mama! - Boah nee, ne. Papa, kannst du sie mal kurz halten? - Zappel, zappel, ÄäääääH! Mama! MAAAMAAAA! - Ok, vergiss es.
 
Und so schleppte ich mich durch das Labyrinth an Geschäften, immer mit dem Hulk auf dem Arm. Äh Äh Äh Äh ÄÄÄÄÄÄÄH! Links das Kind UND die Klamotten, mit rechts die Klamottenständer durchwühlen. Ab und zu auf Peanuts Wünsche à la "Ich will aber das Anna und Elsa Kleid, DOOOOOCH!" eingehen oder auch nicht. ÄÄÄÄH! ÄYÄYÄÄÄÄÄÄ! Da vergeht vielleicht eine halbe Stunde und man fühlt sich, als wäre man um fünf Jahre gealtert, mindestens. Zwischendurch schnautzt man noch den Partner an, ein bisschen mehr Beef schadet ja eigentlich nie. Aber anstatt dass man den Stress irgendwo ableiten kann, summiert sich der, weil man dann auch noch beleidigt ist. Schlechte Idee. Mittlerweile kreischen beide Kinder, Peanut wirft sich auf den Boden, Little Pea kann sich nicht entscheiden ob sie sich lieber die Rolltreppe runterstürzen oder in meinen Pullover kriechen will.

 

Nein! Einfach nur nein!

Da kann vielleicht nur das Essen helfen, oder? Mo und Karl hatten ja letztens so schön berichtet, wie das bei ihnen abläuft. Da können wir definitiv mithalten. Allein Little Pea, die Troublemaker Maus, rennt die ganze Zeit wie eine Irre hin und her, während Papa und Peanut beim Essen anstehen. Ich habe meine liebe Mühe, sie wieder einzufangen, während sie von Hipstern fast zertrampelt wird. Die schauen einfach nicht so weit nach unten.
 
Nein, nicht auf den Tisch klettern! Nein, Pflanzen darf man nicht essen! Uaaaah! Nicht die Coladose vom Boden ablecken...
 
Endlich kommt der Papa mit dem Tablett an. Peanut bekommt Pizza, wir irgendeinen undefinierbaren Schmodder. Gebratener Spinat mit Reis. Nom. Klingt besser als es aussieht. Und irgendein Korianderzeug ist auch drin. Na gut, kannte ich vorher nicht. Auch gut zu wissen, dass man etwas nicht mag. Peanut knabbert den Belag von der Pizza, Papa und ich haben abwechselnd Little Pea auf dem Schoss und versuchen, mit einer Hand schnell den Spinat in den Mund zu befördern. Befördern ist das passende Wort, denn das ist gar nicht so einfach, wenn du permanent ein zappelndes, mit Reis werfendes Kleinkind auf dem Schoß hast. Die Reinigungskräfte stieren schon böse, aber - sorry - wir denken nur, yeeeha, einmal nicht den Scheiß selber wegputzen.
 
Der Rest des Shopping Trips endet übrigens so, wie der von den meisten Eltern. Peanut liegt brüllend auf dem Boden, weil sie kein zweites Eis bekommen hat, und wir schleppen sie zappelnderweise die Rolltreppen hinauf. Irgendein Verkäufer erbarmt sich und besticht sie mit Schirmchen. Klappt. Ungefähr eine halbe Minute. Aber danke. Little Pea wimmert und wummert und kann sich nicht entscheiden, ob sie auf dem Arm bleiben will oder doch lieber unten den Boden explorieren möchte. Die Kinder schaffen es, sich um jeden Fussel so zu streiten, dass permanent einer brüllt - oder auch beide. Das gesamte Einkaufszentrum weiß jetzt, dass wir existieren. Und wirklich viel eingekauft haben wir auch nicht. Aber hey, wir haben es mal wieder versucht. Nächstes Mal wird es besser, gaaanz bestimmt.
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