Ich vertraue meinem Kleinkind. Vom gemeinsamen Einkaufen

Letztens war ich alleine mit meiner jüngeren Tochter Little Pea (1,5) im Supermarkt, und mir ist da richtig krass aufgefallen, wie unterschiedlich wir im Vergleich zu anderen Mama - Kleinkind - Konstellationen aussehen müssen. Vermutlich dachten alle, dass ich so eine Laissez - faire Mutter bin, aber ich weiß, dass ich meinem Kind vertrauen kann. Und ich denke auch, nein ich weiß, dass sich das langfristig auszahlt. (Ist ja immerhin schon das zweite...)

 
 
 

 

Explorationstrieb und Vertrauen

Zum kleinen Supermarkt bei uns um die Ecke laufe ich gern mit dem Buggy hin. Es ist nicht weit, aber sobald wir im Supermarkt angekommen sind, hat Little Pea schon richtig die Schnauze voll davon, ruhig sitzen zu bleiben. Im Einkaufswagen sitzen? Fehlanzeige. (Besonders beliebt sind ja die Einrichtungen, die Kindereinkaufswägen zum selber schieben anbieten. Bei diesem leider nicht der Fall.) Also lasse ich Little Pea neben mir her traben und konzentriere mich vorrangig auf den Einkauf.
 
Ich schaue natürlich, dass sie mitkommt und lasse sie auch mal etwas anfassen, solange sie nichts kaputt macht. Wenn sie etwas in den Wagen steckt, das ich nicht haben will, erkläre ich ihr das und lasse sie etwas anderes holen. Klappt super, Kind ist busy. Die Zeiten, in denen sie einfach nur abgehauen ist, sind zum Glück vorbei (momentan zumindest) und die Mama - Arm - Phase vorläufig auch. Jetzt will sie helfen, mitmachen. Und das darf sie auch.
 
 

Gesellschaftlich leider nicht so akzeptiert

Wie schon zu Beginn angedeutet sehe ich andere Eltern eher mit Kinder ähnlichen Alters ausschließlich im Einkaufswagen. Die meisten sind da quengelig und dürfen irgend etwas knabbern, um bis zum Ende durchzuhalten. Absolut sinnvoll, würde ich auch machen, aber das geht eben nicht mit Little Pea. Aber was ist mit den Kindern, die ähnlich explorativ eingestellt sind? Gibt es die nicht? Zumindest sehe ich nie andere Eltern hinter den Kinder her hechten und "gemeinsam einkaufen". Ja, es ist anstrengender, aber der Lerneffekt ist so groß, dass sich für mich wirklich lohnt. 
 
Leider sehen das ja alle anderen Menschen nicht. Die sind dann genervt von meinem Kleinkind, das mitten im Weg herum steht, sich ausgiebig die Brote anguckt und die Joghurts umsortiert. Das sichtlich überlegt, wenn es von seiner Mama gerufen wird, ob es nun mitkommen will oder nicht. Dauert ja ein paar Sekunden, und deshalb muss man wutschnaubend den Wagen um das Kind herum lenken oder sogar kurz warten. Frechheit. Nur wenige Leute lächeln sie an, wenn sie da so ganz allein herumläuft. Schade eigentlich. Dabei macht sie ja nichts falsch, im Gegenteil. 
 
Wenn ich sie ständig ausbremsen würde, hätte ich einen Wutanfall nach dem anderen provoziert und keinen Spaß mehr. So aber ist es ein Zeitvertreib, der uns beiden Spaß macht. Ich vertraue ihr, dass sie keinen Mist macht, dafür darf sie auch mal ein Stück weiter von mir weg und auch mal etwas anfassen und ausprobieren. (In Maßen.) Und ja, manchmal wundert es mich selbst, aber es klappt. Ich lasse ihr viele Freiheiten und habe ein super kooperatives Kind. Den kompletten Rückweg ist sie übrigens auch gelaufen und dafür durfte sie sich auch die Schuhe in der Pfütze nass machen - weil ich mir gesagt habe, dass wir sowieso gleich zuhause sind, also warum verbieten.
 
Und das mit dem Straßenverkehr bringe ich ihr so auch bei. Win - win - win, würde ich  mal sagen. Oder wie seht ihr das?
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