So war die erste Zeit nach dem Abstillen. Die Abstill-Chroniken - Teil 2

So war die erste Zeit nach dem Abstillen. Die Abstill-Chroniken - Teil 2
Mein Sohn liebt es zu stillen. So sehr, dass ich fürchte, dass ich ihn noch zu Schulzeiten stillen werde. Deshalb arbeite ich jetzt (in seinem 4. Lebensjahr) daraufhin hin, ihn langsam aber sicher abzustillen. Wie das funktioniert bei einem Kleinkind? Nicht so einfach wie gedacht.
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Geschrei und Tränen, wenn es schnell gehen soll. Ab wann verstehen Kinder eigentlich die Zeit?

Geschrei und Tränen, wenn es schnell gehen soll. Ab wann verstehen Kinder eigentlich die Zeit?
Manchmal treiben mich meine Kinder wirklich in den Wahnsinn. Wenn ich zum Beispiel einen Termin abgesprochen habe und dann klappt wieder gar nichts. Es wird getrödelt, geschrien, in Tränen ausgebrochen. Und warum? Weil ich gesagt habe, dass wir jetzt aber schnell machen müssen. Und weil ich eher früher als später genervt bin. Dabei versteht meine Vierjährige die Zeit doch überhaupt nicht...

 
 
 
 

Typische Mama - Fehler oder: täglich grüßt das Murmeltier

Am Schlimmsten ist es eigentlich morgens. Die Kinder gehen beide sehr spät schlafen - das liegt vor allem daran, dass sie abends immer aufdrehen und egal, wie schläfrig und kuschlig man den Abend gestaltet - sobald das Licht aus ist, leuchtet die Gehirnaktivität noch mal so richtig auf. Peanut mit ihren vier Jahren kann ewig erzählen und Fragen stellen. Little Pea geht auf die 2 Jahre zu und lernt gerade, zu sprechen - und wiederholt immer wieder ihre neusten Lieblingswörter. Gestern zum Beispiel musste ich eine Stunde lang "Lollopad lele" - den Leopard hinlegen und zudecken. Seufz. Da hat sogar Peanut schon geschlafen, und irgendwann hab ich es aufgegeben und bin noch mal aufgestanden.
 
Tja, und am Morgen sind die beiden dann extrem mies gelaunt und wollen einfach nicht aufstehen. Peanut braucht es besonders gemütlich - würde ich sie aus dem Bett schmeißen, gäbe es eine Stunde lang Gebrüll. Also darf sie Hörspiel hören, wenn ich keine Zeit habe, ansonsten kuscheln wir. Auf Frühstück hat sie meist keine Lust, das packe ich dann zum Picknick ein.
 
Und irgendwann muss ich dann ein wenig den Hebel anziehen, weil wir sonst überhaupt nicht voran kommen. Kinder ins Bad schieben, alle auf die Waschmaschine setzen, Zahnbürsten in die Hand drücken. Oder versuchen, Peanut selbst die Zähne zu putzen - einfach weil es so lange dauert, bis sie in die Gänge kommt. Schließlich muss sie erst zehn, fünfzehn Minuten lang ihr Beautyregalfach neu sortieren. Kreisch! Der Papa darf schon mal überhaupt nichts, und wenn ich mich nebenbei auch noch fertig machen will, ist das Geschrei groß. Alles muss die Mama machen, und wehe, ich sage so was wie "Wir müssen uns beeilen." Dann kann es sein, dass sie auch mal sofort losweint und dann darauf besteht, dass sie fertig weinen muss.
 

 

Frust auf allen Seiten

Irgendwann bin ich dann völlig durchgeschwitzt und schreie auch nur noch, weil ich so gefrustet bin. Mir ist es peinlich, dass ich IMMER mindestens 10 - 15 Minuten zu spät dran bin, auch wenn ich lange vorgearbeitet habe. Auch ohne Streß und Hektik scheint Peanut allergisch darauf zu reagieren, wenn ich eine zeitliche Absprache getroffen habe, und mir kommt es so vor, als ob sie mich boykottieren wollte. Da muss erst die Hose fünf Mal neu angezogen werden, bis sie sich entscheiden kann. Dann muss auf einmal Spielzeug mit (das dann aber im Auto bleiben soll). Oder sie schreit, dass sie die Mütze nicht anziehen will und direkt vor der Tür schreit sie, weil sie sie dringend auf dem Kopf benötigt.
 
Und Little Pea? Die kriegt einen Wutanfall, weil sie lieber die andere Jacke anziehen will (es ist immer die andere), macht kurz vor dem Rausgehen die Windel voll und dann muss sie dringend noch mal was trinken. Zwanzig Minuten lang.
 

 

Wie ist das eigentlich mit dem Zeitverständnis?

Mich hat das mal interessiert, vor allem weil wir auch ein Kinderbuch haben, in dem es um Zeit geht und ich auch gefühlt schon seit Jahren erkläre, was ein Termin ist und was "zu spät kommen" bedeutet. Hilft alles nix. Richtig erschrocken hat mich dann, zu lesen, dass sich das Zeitgefühl erst zwischen dem 7. und 10. Lebensjahr entwickelt. Klar, Zeit ist etwas ganz Subjektives und Kinder leben in der Gegenwart, können völlig im Moment aufgehen. Aber dass es so völlig unverständlich ist mit der Zeit, das öffnet mir natürlich die Augen. 
 
Für Peanut muss es total beängstigend sein, wenn Mama aus (für sie) völlig irrationalen Gründen schlecht gelaunt ist und sie drängelt. Wenn sie nicht wie sonst die Zähne geputzt bekommt, wenn sie so weit ist, sondern Mama mit ihr schimpft, weil es doch heute mal der Papa machen soll. Außerdem ist sie ein Kind, das viel Struktur und Berechenbarkeit braucht - passiert etwas Unvorhergesehenes, reagiert sie immer mit Angst. Mit Chaos kann sie nicht so viel anfangen. Und wenn ich selbst unter Stress stehe, dann habe ich natürlich keinen Nerv, ihr die Abfolgen in aller Ruhe zu erklären. Oder mich an die normalen Rituale zu halten. 
 
Ich werde jedenfalls versuchen, mit das bewusster zu machen und noch etwas besser zu planen. Mehr Vorlaufzeit, mehr Erklären, mehr Ruhe bewahren. Denn im Endeffekt bringt es auch wenig, wenn alle gehetzt und gestreßt ankommen und dann keinen Spaß mehr haben. (Ausnahme sind natürlich Arzttermine.) Meistens sage ich meinen Freunden auch, dass ich eine Uhrzeit anpeile und sie direkt mal zwanzig Minuten später kommen sollen, dann treffen wir oft gleichzeitig ein. 
 
 
Wie ist das denn bei euch? Kommt euch das bekannt vor? Habt ihr noch andere Ideen und Strategien?
 
Love & Peace,
eure Frida
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Jedes Kind macht seine Entwicklung im eigenen Tempo

Jedes Kind macht seine Entwicklung im eigenen Tempo
Kinder überraschen einen immer wieder. In diesem Beitrag geht es um die positiven Entwicklungsschritte, die meine Tochter so macht, ganz nebenbei. Für viele andere sind das keine großen lobenswerten Erkenntnisse, aber für uns sind diese kleinen Schritte schon riesig und ich freue mich so sehr darüber - denn so oft bekomme ich Angst gemacht, weil sie sich dem Durchschnitt einfach nicht anpasst. Wir müssen anfangen, unseren Kindern mehr zu vertrauen...
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Einschulung mit 5 Jahren - mein Kind will lesen und rechnen lernen

Einschulung mit 5 Jahren - mein Kind will lesen und rechnen lernen

"Eiiiiinnn-faaahrrrt frrrreeiiiii-haaal-teeen… freihalten… EINFAHRT FREIHALTEN!"

Sie liest, und sie liest alles, was auch nur ansatzweise beschriftet ist: Verkehrsschilder, Kinderbücher, Werbeplakate, Milchtüten. Manchmal kitzle ich sie dann und behaupte, dass das Lesen beim Einkaufen/ am Frühstückstisch/ im Wald generell und überhaupt total verboten sei. Dann quietscht sie, lacht sich weg und erklärt "Nein Mama. Lesen ist immer erlaubt. Überall. Alles, was Buchstaben hat, muss gelesen werden. Und ich lese von jetzt an nur noch."

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Ich vertraue meinem Kleinkind. Vom gemeinsamen Einkaufen

Ich vertraue meinem Kleinkind. Vom gemeinsamen Einkaufen
Letztens war ich alleine mit meiner jüngeren Tochter Little Pea (1,5) im Supermarkt, und mir ist da richtig krass aufgefallen, wie unterschiedlich wir im Vergleich zu anderen Mama - Kleinkind - Konstellationen aussehen müssen. Vermutlich dachten alle, dass ich so eine Laissez - faire Mutter bin, aber ich weiß, dass ich meinem Kind vertrauen kann. Und ich denke auch, nein ich weiß, dass sich das langfristig auszahlt. (Ist ja immerhin schon das zweite...)

 
 
 

 

Explorationstrieb und Vertrauen

Zum kleinen Supermarkt bei uns um die Ecke laufe ich gern mit dem Buggy hin. Es ist nicht weit, aber sobald wir im Supermarkt angekommen sind, hat Little Pea schon richtig die Schnauze voll davon, ruhig sitzen zu bleiben. Im Einkaufswagen sitzen? Fehlanzeige. (Besonders beliebt sind ja die Einrichtungen, die Kindereinkaufswägen zum selber schieben anbieten. Bei diesem leider nicht der Fall.) Also lasse ich Little Pea neben mir her traben und konzentriere mich vorrangig auf den Einkauf.
 
Ich schaue natürlich, dass sie mitkommt und lasse sie auch mal etwas anfassen, solange sie nichts kaputt macht. Wenn sie etwas in den Wagen steckt, das ich nicht haben will, erkläre ich ihr das und lasse sie etwas anderes holen. Klappt super, Kind ist busy. Die Zeiten, in denen sie einfach nur abgehauen ist, sind zum Glück vorbei (momentan zumindest) und die Mama - Arm - Phase vorläufig auch. Jetzt will sie helfen, mitmachen. Und das darf sie auch.
 
 

Gesellschaftlich leider nicht so akzeptiert

Wie schon zu Beginn angedeutet sehe ich andere Eltern eher mit Kinder ähnlichen Alters ausschließlich im Einkaufswagen. Die meisten sind da quengelig und dürfen irgend etwas knabbern, um bis zum Ende durchzuhalten. Absolut sinnvoll, würde ich auch machen, aber das geht eben nicht mit Little Pea. Aber was ist mit den Kindern, die ähnlich explorativ eingestellt sind? Gibt es die nicht? Zumindest sehe ich nie andere Eltern hinter den Kinder her hechten und "gemeinsam einkaufen". Ja, es ist anstrengender, aber der Lerneffekt ist so groß, dass sich für mich wirklich lohnt. 
 
Leider sehen das ja alle anderen Menschen nicht. Die sind dann genervt von meinem Kleinkind, das mitten im Weg herum steht, sich ausgiebig die Brote anguckt und die Joghurts umsortiert. Das sichtlich überlegt, wenn es von seiner Mama gerufen wird, ob es nun mitkommen will oder nicht. Dauert ja ein paar Sekunden, und deshalb muss man wutschnaubend den Wagen um das Kind herum lenken oder sogar kurz warten. Frechheit. Nur wenige Leute lächeln sie an, wenn sie da so ganz allein herumläuft. Schade eigentlich. Dabei macht sie ja nichts falsch, im Gegenteil. 
 
Wenn ich sie ständig ausbremsen würde, hätte ich einen Wutanfall nach dem anderen provoziert und keinen Spaß mehr. So aber ist es ein Zeitvertreib, der uns beiden Spaß macht. Ich vertraue ihr, dass sie keinen Mist macht, dafür darf sie auch mal ein Stück weiter von mir weg und auch mal etwas anfassen und ausprobieren. (In Maßen.) Und ja, manchmal wundert es mich selbst, aber es klappt. Ich lasse ihr viele Freiheiten und habe ein super kooperatives Kind. Den kompletten Rückweg ist sie übrigens auch gelaufen und dafür durfte sie sich auch die Schuhe in der Pfütze nass machen - weil ich mir gesagt habe, dass wir sowieso gleich zuhause sind, also warum verbieten.
 
Und das mit dem Straßenverkehr bringe ich ihr so auch bei. Win - win - win, würde ich  mal sagen. Oder wie seht ihr das?
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