Mit (meinem) Kleinkind artet alles in Sport aus. Die aktuelle Trotzphasen - Top 3

Kleinkinder sind schon süß, oder? Meine kleine Tochter ist  mit ihren 18 Monaten ein kleiner Sonnenschein - naja, wenn sie nicht gerade krank ist, Zahnschmerzen hat, Bauchschmerzen, schlechte Laune, einen Entwicklungsschub oder Streit mit ihrer älteren Schwester. Also ungefähr 10% des Tages ist sie ein echtes Goldstück. Meine aktuellen Top 3 Situationen mit der Räuberprinzessin Little Pea.
 
 
 
 

 

1. Ein kleiner Spaziergang mit Dreirad

Ja, das ist in der Theorie so niedlich und hat auch schon ab und an mal geklappt. Ok, vielleicht auch nur ein Mal. Oder ein halbes Mal. Momentan sieht das so aus: Little Pea rastet aus vor Freude, wenn sie das Dreirad sieht (oder irgendein anderes Fahrzeug) und will unbedingt drauf. KreiiIIIIIiiisch! Mit der Frequenz einer Fledermaus auf Speed schreit sie sich die Freude aus dem Leib und man muss Bärenkräfte entfalten, um ihr das Teil vorzuenthalten.
 
Ich bewerte diese reine Freude mit atomarer Strahlkraft natürlich für ein absolutes JA zum Spaziergang, lasse die Große auf das Laufrad satteln und mache mich innerlich pfeifend auf den Weg. Und guess what - nach ein paar Metern will Little Pea absteigen. Spaziergang ist scheiße. Spazieren gefahren werden ist scheiße. Tragen ist ok. Also muss Mama tragen UND schieben. Wenn sie ganz schlechte Laune hat, zappelt und heult sie dabei auch noch. Und meist habe ich das Glück gepachtet und Peanut hat auch keine Lust mehr. Mittlerweile kann ich übrigens das Laufrad auf das Dreirad haken und beides schieben, während ich Little Pea trage und Peanut mit Gezeter hinter mir her schleife. Ein Traum, oder?
 

 

2. Einkaufen im Supermarkt

Manchmal vermeide ich das Einkaufen, aber oft bleibt es doch an mir hängen. Allein schon das Anziehen und losgehen ist eine Qual mit meinen beiden - da hatte ich mal meine 4 Phasen verbloggt. Wenn man diese Hürde, die eines Sisyphos würdig ist, überwunden hat, dann lässt sich Little Pea bis zum Auto schleppen - und rastet dann beim Anschnallen aus. Wenn sie einen guten Tag hat, lässt sie sich mit Spielzeug und Büchern ablenken, wenn sie einen schlechten hat, dann heißt es, Ohren auf Durchzug schalten. YÄYÄYÄYÄYÄÄÄÄÄÄ! ÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄHHHH! 
 
Durchgeschwitzt im Supermarkt angekommen wäre es ja eigentlich ganz entspannt, das Kleinkind in den Kindersitz vom Wagen zu setzen, die Große läuft manierlich nebenher und erledigt ein paar einfache Zuarbeiten. You wish! Während die Große lautstark protesiert, dass sie auf den Babysitz will, hat die Kleine nach ein paar Metern keine Lust mehr und will hin und her laufen und die Auslagen erforschen. Hier ist ein kleines Gebet angesagt, denn sie hantiert am Liebsten mit Glas und leicht platzbaren Gefäßen. Ich sag nur, Reinigung in Gang 3, bitte. Aber auch diese Phase hat schnell ein Ende, und sie hockt wieder unzufrieden heulend auf Mamas Arm, während die Große es sich auf dem Babysitz gemütlich gemacht hat. Ach scheiße, irgendwie müsste ich ja auch noch einkaufen... Besonders erfrischend sind ja auch immer die naseweisen Kommentare der älteren Herrschaften um einen herum. Und ganz besonders liebe ich es, die schweren Einkaufstüten plus die beiden mega kacke gelaunten Kinder in die Wohnung zu befördern. Das sollte definitiv eine olympische Disziplin werden.
 
 

3. Putzen und Aufräumen im Haushalt - mit oder ohne Papa ein Hochgenuss

Haushalt ist nicht so mein Ding. Gut, ich hätte es auch gern ordentlich und sauber, aber meine Motivation hält sich in Grenzen, zumal es jedes Mal genau 5 Minuten dauert, bis es wieder aussieht wie vorher. Außerdem bedeutet es einen enormen Energieaufwand, mit einem heulenden und nöligen Kleinkind am Bein irgend etwas zu machen. Deshalb putzen der Papa und ich an unseren Putztagen immer abwechselnd, der andere Part bespaßt die Brut. Komischerweise klappt das aber, wenn ich an der Reihe bin, nie so besonders gut. Ständig höre ich es brüllen und heulen, und dann zähle ich innerlich 1 - 2 - 3 und die kleinen Füßchen stampfen in meine Richtung. Und dann hab ich wieder Little Pea auf dem Arm und versuche, halbwegs sauber zu machen. Stöhn.
 
Es könnte ja auch so schön sein, in der Theorie sehe ich sie manchmal mit einem kleinen Lappen neben mir stehen und mitspielen. Hahaha!! Ich kenn so viele, die erzählen, ihre Kinder würden einfach mitmachen bei den Aktivitäten der Eltern, aber das kann ich beim besten Willen nicht bestätigen. Wenn man sich dann versucht, durchzusetzen, wie einem ja auch gern geraten wird bei solchen Schilderungen, endet alles in Gebrüll und noch weniger geputzten Flächen als eh schon. Und so sieht es bei uns meist so aus, dass ich mich bei Gästen direkt an der Tür schon mal entschuldige. "Ich würde ja gern sagen, es sieht nicht immer so aus, aber... es SIEHT IMMER SO AUS!" 
 
 
 
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