Ostern - strahlende Kinderaugen, Kleinigkeiten und entspannt freimachen von Erwartungen

Ostern ist vorbei - und was bleibt, sind die Erinnerungen an leuchtende Kinderaugen. Mir macht es mittlerweile echt wahnsinnig Spaß, diese Feste zu zelebrieren, mir eigene Rituale auszudenken, auch wenn wir sie vielleicht nicht so aufwendig feiern wie andere Familien...

 

 
 

Vorfreude auf den Osterhasen

Ja, man kann jetzt darüber streiten, ob man das Märchen oder die Fantasie vom Osterhasen aufrecht erhalten sollte. Ich bin zum Beispiel ohne den Glauben an Hasen und Weihnachtsmänner groß geworden und fand es immer schade. Aber wenn es so weit ist, dass die Mädchen das alles hinterfragen, werde ich natürlich wahrheitsgemäß antworten. Jedenfalls finde ich es einfach toll, die Aufregung und die Freude mitzuerleben. Zusammen Bücher zu lesen, die Wohnung ein wenig zu dekorieren, die Kinder mit einzubinden, etwas zu basteln. Das klingt jetzt vielleicht nach viel mehr als es ist. Wir haben einen kleinen Osterstrauch hingestellt und zwei, drei Mal etwas gebastelt, das mit Hasen zu tun hatte. Wir haben ein Kinderbuch, das die beiden jeden Abend anschauen wollten. Aber es braucht ja gar nicht so viel, um Kinder zu verzaubern.
 
 

Auch Kleinigkeiten sind ganz groß

Wenn ich etwas aus meiner kurzen Arbeitserfahrung im Kindergarten gelernt habe, dann, dass auch kleine Dinge für Kinderaugen etwas Besonderes sind. Ein kleines Ritual, eine kleine Kerze, eine kleine Bastelei. Heutzutage machen wir aus vielem etwas ganz Großes, sei es, weil wir es selbst so möchten, oder weil wir denken, dass wir den Kindern das Besondere bieten müssen. Ich denke, es ist vor allem wichtig, dass man sich selbst dabei wohl fühlt und die Rituale lebt, die zur eigenen kleine Familie passen. Das ist für mich nämlich auch das Schöne: eigene Wege zu gehen, eigene Regeln gemeinsam mit den Kindern aufzustellen, je nachdem, was sie brauchen und was ich geben kann und will.

 

Nicht an anderen orientieren sondern eigene Rituale finden

Da erscheint es mir irgendwie seltsam, wenn sich im Vorfeld alle darüber streiten, ob es zu Ostern nur Eier geben sollte (oder ob man die dann als Geschenk betiteln darf oder nicht) oder ob man seinen Kindern ja sonst nix schenkt und deshalb der Osterhase ein Fahrrad bringen darf. Klar, jeder hat seine (guten) Gründe und deshalb soll es auch jeder so machen, wie er es für richtig hält.
 
Ich für mich habe jedenfalls herausgefunden, dass ich zu Beginn des Mamadaseins alles eine Nummer zu groß aufgezogen habe. Zu viele Geschenke, zu viele Rituale, zu viele Familienmitglieder. Alle sollten dabei sein. Aber am Ende war es nur Streß und jeder wollte seine eigenen Wünsche und Vorstellungen einbringen - das Kind hatte dann immer am Wenigsten davon. Seitdem wir unser eigenes Ding durchziehen, sind wir deutlich zufriedener damit, und das gehört ja auch irgendwie dazu zum Erwachsenwerden. 
 
Und deshalb war es auch einfach nur schön, morgens im Schlafanzug draußen auf unserem Balkon ein paar Schokoeier zu verstecken und dann den Kindern dabei zuzusehen, wie sie kreischend vor Freude mit ihren kleinen Körbchen herum gelaufen sind. Ein paar Kleinigkeiten gab es auch noch dazu, Matchbox Autos und Stoffhasen. Weil sich Peanut das nämlich ganz besonders gewünscht hat. Und das waren dann auch die absoluten Kracher für die nächsten zwei Tage, die Hasen wurden überall hin geschleift, gefüttert und gekuschelt. Und dann sind wir mittags noch spontan bei Oma und Opa eingefallen. Dann war es doch noch ein Familientag.
 
Wie habt ihr denn gefeiert? 
 
Love & Peace,
eure Frida
Kinder ernst nehmen
Wenn Kinder herum kommandiert werden

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