Trio fatale: Baby, Kleinkind und Migräne

Ich hatte ja schon berichtet wie schwierig die Entthronung für unsere Große war und vor allem auch für mich, womit ich nie gerechnet hätte. Nun hat der Papa nach zwei Monaten keine Elternzeit mehr und ich muss gestehen, ich hatte eine Riesenangst davor... nicht nur wie ich den Tag überstehen soll sondern wie ich ihn mit Migräne überleben kann, denn jede Woche freinehmen kann er sich sicher nicht...

 

 

Kopfweh, Rückenschmerzen, Kindergeschrei

Ich weiß das mag jetzt nach Gejammer klingen, aber ich bin seit Jahren chronische Schmerzpatientin. Migräne. Furchtbar. Ich hab schon ziemlich viel durch und verzweifle an der Schulmedizin und auch an alternativen Heilmethoden. Schmerzklinik wäre was gewesen aber das geht ja nun auch nicht gerade mal eben. Gegen Ende der Schwangerschaft hatte ich gar keine Migräne, dafür extreme Rückenschmerzen, konnte kaum Laufen geschweige denn mich groß bewegen. Und wie schon nach der ersten Geburt sind die Migräneattacken nun wieder da und zwar deutlich extremer als davor. Hormonchaos oder so. Und zwar wöchentlich. Schon mit einem Kind ist das kaum machbar, aber wenn man vor Übelkeit geplagt und mit Horrorschmerzen den ganzen Tag herumwippen muss und dazu noch ein Kleinkind bespielen, gute Nacht.

 

Letzte Chance: Heilpraktikerin

Nachdem ich meinen Hausarzt angebettelt hatte, mir doch die von Embryotox empfohlenen Triptane zu verschreiben und er mir im übertragenen Sinn den Vogel gezeigt hat,  habe ich der alternativen Medizin eine letzte Chance gegeben und habe mir eine Heilpraktikerin für Schmerztherapie herausgesucht. Wie immer brach an diesem Tag das Chaos aus; die Große wollte nicht mit und so musste ich mit Bauchwehbaby Little Pea hinfahren und dachte schon, die gute Frau setzt mich sicher vor die Tür, wenn ich nur in ihrem Behandlungszimmer hin und her laufe. Nein, schockierenderweise sagte sie lächelnd sie kenne das von ihren Kindern und ich könne Little Pea gern mitbringen. Außer einer schmerzhaften Ohrakupunktur bekam ich noch diverse Essensratschläge – vegan bin ich ja schon und jetzt soll ich noch alle glutenhaltigen Sachen weglassen. Zur Feier des Tages setzte ich erstmal zu einem großen Schluck Malzbier an und stellte fest: is nich mehr! Gerste! Sh*t! Und das Zeug ist sogar in der Sojasauce drin, was bleibt mir denn jetzt noch übrig?

 

Mein persönlicher Alptraum

Es ist einfach nur der absolute Wahnsinn, wenn man sich mitten in der Entthronungsphase befindet (die irgendwie kein richtiges Ende nimmt), das Ganze mit einem Bauchwehbaby addiert, das den ganzen Tag mit kurzen Pausen ständig geschuckelt werden muss und dazu kreischt, das Ganze im Alleingang stundenlang irgendwie hinbiegen muss und dann kommt auch noch Migräne hinzu. Ich kann mich immer nicht entscheiden was schlimmer ist, die krassen Schmerzen oder die Übelkeit. Mit Vomex wird es zwar erträglich aber ich dann todesmüde - ein schlechter Deal. Da die Migräne von äußeren Reizen noch weiter angetriggert werden kann sollte man sich eigentlich im dunklen Zimmer ausruhen, aber mit den Kindern geht das schlecht, also heißt es auch dann rausgehen, schön die Sonne in die Netzhaut brennen lassen und die Verspannungen mit Tragehilfe und Streß ausreizen. Am Ende eines solchen Tages fehlt mir dann nur noch eine beschissene Nacht, was natürlich auch meist eintritt: ein Kind das nachts mehrfach kreischend aufwacht und auch länger wach liegt und ein Baby, das panisch schreit und herumgetragen werden will. Irgendwie überlebt man, und dann hat man Angst vor dem nächsten Mal. Und das nächste Mal ist dann spätestens in einer Woche...

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