Urlaubs - Diary Teil 1: Chaotische Vorbereitungen und die lange, lange Anreise nach Dänemark

Urlaub! Juhu! Aber ganz ehrlich, so wirklich freuen konnte ich mich vorher nicht. Denn ich hatte wahnsinnig viel zu tun, überhaupt keine Zeit für Vorbereitungen und dann hatte ich auch nur im Kopf, wie schrecklich die Anfahrt werden wird. Zwei Tage im Auto, das ist schon der absolute Wahnsinn, wenn man Kinder hat, die nicht gern fahren und unser Maximum eigentlich eher so im 1 - Stunden - Bereich liegt. Spoiler: wir haben es geschafft. Aber es war echt krass. Dafür sind wir jetzt im wunderbaren Dänemark, und zwar mit Mo und Karl!

 

 

 

... ich muss nur noch ganz kurz was am Computer machen

Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, bereite ich gerade zusammen mit Sabrina die FamilyCon vor, ein Blogger Event in Mannheim, das am 14. Oktober stattfinden wird. Das heißt aber, dass wir jetzt schon in der heißen Phase sind und richtig viel organisieren müssen, und das alles so nebenbei. (Haha.) Ich habe ständig Emails geschrieben, mit Sabrina gechattet, Pläne geschmiedet und umgeworfen. Immer war etwas zu tun, und ich habe bestimmt kaum eine Pause gemacht in den letzten zwei Wochen.
 
Das war auch richtig blöd für die Kinder, denn ich war nur noch gestresst und habe sie auf später vertröstet, und später war dann wieder etwas zu tun. Ich habe kaum geschlafen, weil ich so unter Strom stand. Kurzum - einen Detox kann ich gut gebrauchen, auch wenn er nicht ganz ohne Internet sein wird, denn wie ihr sehr, blogge ich ja weiter (aber alles andere sehr reduziert). Tatsächlich hatte ich eine halbfertige Liste geschrieben und der Papa musste dann den ganzen Tag lang packen, während ich immer noch weiter gearbeitet habe wie eine Irre. Ich bin gespannt, ob wir jetzt gravierende Dinge vergessen haben.
 
 

Mit dem Auto nach Hamburg - wir versuchen es mit positiver Einstellung

Im Vorfeld hatte ich auch einige Dinge neu gekauft, zum Beispiel einen DVD Player für den Autorücksitz mit zwei Bildschirmen. Ich kann an der Stelle schon mal verraten, dass er uns echt den Arsch gerettet hat. Ansonsten noch so Plastik - Blink - Spielzeug in der Hoffnung, es möge die Kinder eine Weile beschäftigen, und natürlich Malsachen, Bücher und die Barbie Sammlung, die eigentlich gerade aktuell ist. Aber nein, sie wollten eigentlich fast durchgehend glotzen. Puh.
 
Die ersten paar Stunden liefen also ganz gut, und ich merkte, wie ich merklich entstresste - endlich mal kaum was zu tun. Außer gelangweilt nach vorne starren und ab und zu mal die DVD umtauschen. Wir hielten an den ekelhaftesten Rastplätzen mit ohne Klopapier und versifften Kloschüsseln und lachten darüber. Wir machten Yoga gegen die schlimmsten Verspannungen zwischen Hundekot und Scherben. Wir twitterten mit Mo und Karl, die gerade parallel von woanders losfuhren und freuten uns auf Hamburg.
 
Trotzdem war es irgendwann so anstrengend, dass die Kinder total aggressiv waren und ich kaum noch sitzen konnte vor Schmerzen. Mega Verspannungen vertragen sich eben nicht mit verdrehtem Sitzen. Vorne war der Fußraum voll geladen und ich musste mich auch öfters hinten zwischen die Autositze quetschen und mein weinendes Kleinkind trösten. Meine Große hatte sich ganz gut gehalten - also an alle mit autohassendem Baby und Kleinkind, es kann sich auch noch stark verbessern! Und natürlich habe ich wie bestellt auch erst mal noch Migräne bekommen. War ja klar, oder? Ist immer so.
 
Als wir dann endlich in Hamburg angekommen waren, feierten wir erst mal eine Betten - Hüpf - Party mit Mo und Karl's Kindern und bestellten was zu Essen. Dann das obligatorische Entlastungsgeschrei und eine total beschissene Nacht (für mich). Aber heeey, Halbzeit!
 
 
 

 

Von Hamburg nach Dänemark - eigentlich die kürzere Strecke aber Stau Horror

Am nächsten Morgen war zumindest meine Migräne erträglich, die Kinder nur noch mäßig aggressiv und als dann auch noch der Kaffeepegel stieg, konnte die angehende Urlaubskommune voller Vorfreude Richtung Dänemark losdüsen. Wömp, wömp, gute Laune - und dann direkt in den Stau reingefahren. *Hier Zonk Geräusch einfügen.*
 
Klar, Samstag Vormittag in die Urlaubsregionen in Deutschland und Dänemark fahren, hätte man sich denken können, dass es etwas länger dauert. Aber dass wir im Superstau fest saßen und aus 4 Stunden Reise etwa 10 wurden, das hätte ja nun auch nicht sein müssen, oder? Wir haben auch versucht, nicht so viele Pausen zu machen, weil man auch da überall in der Schlange stehen musste. Vor jedem Klo, vor jeder Frittenbude, in der Autoschlange hin und wieder zurück, Stau. Kotz kotz kotz. Und nein, anders wäre es nicht gegangen, denn wir haben nur Ferienhäuser passend für uns gefunden, die ab Samstag vermieten.
 
Und irgendwann haben wir dann auch jegliche gute Laune verloren. Kreischende, übermüdete Kinder auf der Rückbank, verzweifelte Eltern auf den vorderen Sitzen, die gar nicht so schnell mit Smarties und Keksen werfen können, wie sie möchten. Und die Fahrt zog und zog sich. Irgendwann machte ich das letzte, das bei Little Pea gegen den Frust half: ich drehte krachend laut die Frozen Hymne an "Ich lass loooos" und schmetterte mit ihr zusammen immer und immer wieder, bis ich heiser war, so laut und so schief ich konnte. Auswendig kann ich den Scheißtext ja mittlerweile. Nicht freiwillig. Aber immerhin kann man so auch den Streß abbauen.
 
 
 

 

Hallo Bullerbü. Ich zieh dann mal eine Jacke an

Und dann, endlich, waren wir da. Die Region in Dänemark ist ja wirklich wunderschön, auch wenn es sehr touristenmäßig ist. Man fährt kleine Schotterwege, die sich links und rechts verzweigen. Zwischen den sanften Dünenhügeln stehen kleine Häuser, entweder die Reetdach Häuser oder die neueren dänischen Holzhäuser. Es gibt keine Gartenzäune, man hat ein wenig das Gefühl, man wäre im Auenland, und gleich kommt Frodo und winkt eine Runde. Zu Fuß sind es nicht mal 300 Meter bis zum Strand, und die Kinder können den ganzen Weg über die Hügel rennen und Spaß haben.
 
Ziemlich kalt ist es allerdings, aber nach dem mediterranen Klima bei uns zuhause, das sich mit Gewitter abwechselt, stört es mich (noch) nicht. Nur blöd, dass ich keine warmen Pullis eingepackt habe. Und das, obwohl ich schon mal im Sommerurlaub in Dänemark war. Wo hab ich nur mein Hirn gelassen? (Ach ja... Arbeit.) Die Kinder sind erst mal wie die Irren um das Haus herum gerannt, die Erwachsenen haben gekocht, aufgeräumt und dann sind wir nach dem ersten provisorischen Mahl kurz am Strand gewesen. Aaaaah! Durchatmen! Entspannen! Jetzt kann der Urlaub beginnen!
 
Love & Peace,
 
eure Frida
 
 
Wenn Kinder mehr fordern, bieten sie dann nicht au...
Das coolste (und kindertauglichste) Museum, in dem...

Ähnliche Beiträge

 

Copyright © 2015-2017 2KINDCHAOS - ELTERN BLOGAZIN Alle Rechte vorbehalten.
Powered by Hilkert Consulting