Das Manifest für kinderhassende Nachbarn

Deutschland soll mehr Kinder bekommen? Ach du Scheiße, bloß nicht noch mehr Teppichratten, die friedliche Bürger in ihrer Koexistenz mit enervierendem Fußvolk belästigen! Natürlich kann man auf die Zeugung des Nachwuchses als Nachbar tendenziell weniger ausrichten, aber man hat immernoch das Recht auf Selbstverteidigung. Eine passende Anleitung für Geschädigte findet sich hier!

 

 

Die 5 Gebote der guten Nachbarschaft - von Kinderhassern empfohlen

1. Pa-Pa-Pa-Pokerface

Grüße nicht. Niemals. Antworte nicht auf Fragen, es sei denn, der Vermieter oder ein anderer Zeuge ist in der Nähe. Dann gebe dich charmant und umgänglich. Besonders unfreundlich solltest du zu den Müttern sein, immerhin sind die daran schuld, dass die Teufelsbrut das Licht der Welt erblickt hat. Die sollten direkt in die Schranken verwiesen werden und einsehen, dass sie ein Stück Scheiße sind. 

 

2. Direkt von Anfang an klarmachen, wer die dicksten Eier hat

Deine Nachbarn werden vermutlich versuchen, einen auf freundlich zu machen. Stellen deine Mülltonne raus, kehren dir die Treppen oder nehmen die Pakete und Päckchen an, die du dir mehrmals die Woche zuschicken lässt, obwohl du niemals zuhause bist. (Ja, auch kleine Teufeleien können so befriedigend sein.) Das Wichtigste an all den Kleinigkeiten aber ist: sage niemals danke oder erwähne auch nur mit einem Wort, dass dir aufgefallen ist, wenn man dir eine Gefälligkeit erwiesen hat. Du hast die dicksten Eier(stöcke) und das sollte auch so bleiben. Der Alpha riecht keinem anderen Hund am Hintern!

 

3. Mime den Poltergeist

Kleinkinder. Bäh! Diese Rotzblagen weinen, heulen, rufen laut nach Mama und anderen Sperenzchen. Vor allem aber nachts. Und wie wir alle wissen, fängt die Nacht laut Hausordnung um 22-hundert an. Auch für Kleinkinder. Und Babys. Eigentlich scheißegal wie die Eltern das umsetzen, aber der Wille der Hausordnung geschehe. Denn dein ist die Stille, die Ruhe und der selige Schlaf in Ewigkeit. Amen. Also klopfe auf Wände, trample lautstark über den Flur oder knalle mit den Türen, bis auch das letzte Schäflein verstanden hat, was der Hirte möchte. Solltest du darauf angesprochen werden, lüge wie gedruckt. Was? Nein, das bin ich nicht gewesen. Wenn ich ständig aufgeweckt werde muss ich vielleicht mal aufs Klo, aber sonst? Nööö...

 

4. Denke wie ein Stasi - Spitzel

Punkt 1 - 3 haben noch nicht viel bewirkt? Dann dringend zu härteren Mitteln greifen. Nimm wenn möglich einige reale Kritikpunkte (weinende Kinder), bausche sie auf (täglich stundenlang weinende Kinder) und erfinde das ein oder andere hinzu (täglich stundenlang weinende Kinder mit musikalischem Gejöhle im Hintergrund). Wenn du Glück hast, ergänzt der Vermieter dann seinerseits noch Kritikpunkte (tatverdächtige Brezel im Treppenhaus). Hetze dann den Vermieter auf die verhasste Rotte und erfreue dich an den verzweifelten Quieklauten. Solltest du im Nachgang darauf angesprochen werden, löse den Konflikt mit Strategien aus Gebot 2 und 3.

 

5. Im Krieg und in der Liebe (zu dir selbst) ist alles erlaubt

Herrgott Sakrament, sind die Teppichratten - Pfleger immernoch nicht ausgezogen? Dann musst du jetzt kreativ werden. Nutze jede sich bietende Gelegenheit, um Zorn und Zwietracht zu säen unter dem Fußvolk. Man denke zum Beispiel an den Waschmaschinen Keller - ideal, um sich in die Psyche eines Kindes hineinzuversetzen. Öffne die Waschmaschinen der unbeteiligten Nachbarn während des Waschvorgangs oder verstreue deren Habseligkeiten im Keller. Spürst du schon die ersten Antipathien wachsen wie die feinen Lachfältchen um deinen Mund? Noch besser sind reale Verstöße gegen die Hausordnung, bei denen du dafür sorgen kannst, dass der Vermieter sie auf frischer Tat ertappt. Die Kinder wollen im Sommer im Hof ein Planschbecken aufstellen? Zitiere den Vermieter unverzüglich herbei, um sicherzustellen, dass der Wasserhahn direkt abmontiert wird, schließlich möchtest du nicht, dass dein Wasser mitverbraucht wird. Wo kommen wir denn da hin? Eben. 

 

All diese Gebote sind völlig frei auszulegen und mögen der Entfaltung von Chaos und Zerstörung dienen. Ähnlichkeiten zu lebenden Personen sind selbstverständlich rein zufällig ebenso wie die völlig fiktiven Handlungsbeispiele.

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