Sexting - die Gefahren für Kinder und Jugendliche. Bloggerbande Blogtour & Verlosung

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Im Rahmen der Blogtour "Die Bloggerbande" haben sieben Bloggerinnen Artikel zum "Kinder im Umgang mit digitalen Medien" verfasst, die ich euch allesamt ans Herz legen möchte. Mein Artikel dreht sich um Sexting und wie man Kinder und Jugendliche vor den Gefahren schützen kann, die es mit sich bringt. Am Ende der Blogtour gibt es übrigens auch eine Verlosung für die neuste "Bloggerbande" Buchreihe.

 

Hey, da bist du ja wieder.

Ja :)

Was machst du denn gerade?

Ach, hab mich nur geduscht, gleich geh ich schlafen.

Wow, sexy. Was hast du denn an?

Äh, nur ein Handtuch, wieso?

Schick mir doch mal ein Foto! Ich würd dich gern sehen

Was, echt jetzt?

Ja bitte <3

IMG_4363.jpg

Wow, du bist ja echt hübsch! Eine Traumfrau!

Thx:)

Ich würd dir jetzt gern das Handtuch runterziehen...

 

Wer chattet (erotisch) mit meinem Kind?

Ganz ehrlich - ich finde die Vorstellung total gruselig, dass sich irgendein Perverser als Jugendlicher ausgibt und mit meinem Kind flirtet. Es gibt in den Medien schon seit den 90ern immer wieder Fälle, wo sich minderjährige Mädchen in ältere Männer verliebt hatten und dann gemeinsam durchgebrannt sind. Oder wie viele sind dann Opfer von sexueller Gewalt geworden? Außerdem ist es ja auch schon sexuelle Gewalt, wenn sie durch Sexting zu Fotos oder verbalen Austausch zu Dingen gezwungen werden, die sie nicht wollen. Oder sich einfach "nur" durchzulesen, was andere schreiben, kann schon sexuelle Nötigung darstellen. 

Man kann nicht alle Aktivitäten überwachen, aber man kann präventiv handeln - dazu habe ich weiter unten einiges zusammen gefasst. Und man kann seinem Kind helfen, wenn es passiert ist. Das Wichtigste ist, dass man die Augen offen hält und immer signalisiert, dass Fehler passieren können und man immer hinter seinem Kind steht.

 

Sexting unter Kindern und Jugendlichen

Der Begriff setzt sich zusammen aus "Sex" und "Texting" und bedeutet, dass zwei Menschen via What's App, Snapchat, Chatrooms, Skype oder ein ähnliches erotische Botschaften und oder Fotos und Videos austauschen.

Laut einer Studie von safeinternet.at haben 1/3 der Jugendlichen zwischen 14 und 18 selbst schon Nacktbilder und -videos erhalten, 16% hat sie schon selbst erstellt und verschickt, 31% empfinden es als normal, Nacktaufnahmen an den Partner zu verschicken. Oft geschieht das aus sozialem Druck, wird als Mutprobe angesehen - und sehr häufig werden solche Bilder später zum Cybermobbing verwendet, das heißt sie werden online verbreitet, um der abgebildeten Person zu schaden. So kommen die Bilder an die breite Öffentlichkeit und können auch auf Seiten für Kinderpornographie landen. 

Rechtlich gesehen ist der Besitz von kinderpornographischen Fotos ab 14 Jahren strafrechtlich verfolgbar (§184b StGB). Auch Fotos von einvernehmlichen sexuellen Handlungen sind strafbar, wenn im Nachhinein das Einverständnis für die Existenz des Fotos widerrufen wird (§184c StGB). Ein Verteilen der Fotos verstößt außerdem gegen die Persönlichkeitsrechte der Abgebildeten (§ 201a StGB). Erziehungsberechtigte haften übrigens nicht, da sie nicht alle Internet - Aktivitäten überwachen können.

 

Wie kann ich meinem Kind helfen? / Medienerziehung

  • Den Kindern ein gutes Vorbild sein und selbst auf Datenschutz und Privatsphäre im Internet achten
  • Frühzeitig über Gefahren im Internet aufklären, Stichwort (Kinder-)Pornographie, Cybermobbing und so weiter
  • Am Besten ist es, das Kind von Anfang an beim Gebrauch von Medien zu unterstützen und auch Verhaltensregeln festzulegen -  zum Beispiel, keine persönlichen Fotos zu posten oder auf Sicherheitseinstellungen in den Social Media zu achten. Ganz wichtig: bei Kontakt mit Fremden immer mißtrauisch sein und den Eltern mitteilen, sobald es einem komisch vorkommt.
  • Mit Verständnis reagieren, wenn das Kind einen Fehler gemacht  hat und nicht mit Vorwürfen. Auch vorher schon signalisieren, dass man hinter dem Kind steht und es immer zu einem kommen kann
  • Bei Belästigungen einen Screenshot machen und an Organisationen wie jugendschutz.netinternet-beschwerdestelle.dei-kiz.de oder bei schweren Fällen auch der Polizei melden

 

Weiterführende Links

http://www.schau-hin.info/medien/mobile-geraete/wissenswertes/sexting-vorsicht-bei-nacktbildern.html

http://www.innocenceindanger.de/

http://www.klicksafe.de/themen/problematische-inhalte/sexting/s/sexting/

http://www.surfen-ohne-risiko.net/

http://www.jugendschutz.net/

https://www.nummergegenkummer.de/cms/website.php

http://www.nina-info.de/save-me-online/

 

 

Hier findest du die anderen Artikel zur Blogtour:

Autoren Interview: Julia Breitenröder MeinMini.me

Was steckt hinter der Bloggerbande? Familymag

Medienkompetenz von Kindern Die Rabenmutti

Multimedia im Kinderzimmer Chaos hoch 4

Kinderwebseiten Ungeduldsfaden

Integration von Medien im Unterricht Limalisoy

 

 

 

Gewinnspiel - die Bloggerbande

Möchtet ihr gern ein Buchpaket gewinnen, das aus den 8 Bänden der neuen Bloggerbande Reihe besteht? (Die gibt es übrigens ab dem 27.6. bei Aldi Süd.) Dann erzählt mir doch in den Kommentaren, ob eure Kinder schon das Internet nutzen können oder dürfen. Und sonst so:

 

* Teilnahmeschluss ist am 28. Juni 2016 um 23:59 Uhr.

* Teilnehmen kann jeder, der über 18 Jahre alt ist und einen Wohnsitz innerhalb Deutschland hat.

* Bitte gebt eure Emailadresse an, dann werdet ihr darüber benachrichtigt

* Für den Versand wird keine Haftung übernommen.

* Der Rechtsweg sowie die Barauszahlung des Gewinns sind ausgeschlossen.

* Alle Daten werden ausschließlich für die Durchführung des Gewinnspiels erhoben und verarbeitet. Sie werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben.

* Ihr erklärt euch damit einverstanden, als Gewinner öffentlich (Vorname) auf Facebook benannt zu werden. 

 

 
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