Frida ist hauptsächlich Mama von Peanut (*2012) und Little Pea (*2015) und versucht täglich neu, ihren Humor im Chaos zu behalten. Sie ist außerdem Veganerin, steht auf Tattoos und veranstaltet gerne Kinderpartys mit "Mama - Musik".

Der verrückte Vormittag. Basteln, Malen, Kochen mit Kindern und immer schön Mitmachen lassen

Der verrückte Vormittag. Basteln, Malen, Kochen mit Kindern und immer schön Mitmachen lassen
Unsere Vormittage sind entweder davon geprägt, dass ich mich zu irgendeinem Date abhetze, oder ich versuche, die Kinder spielen zu lassen oder sie bei irgendeinem Projekt zu unterstützen. Basteln, Malen, Kneten, Höhle bauen. Sowas eben. Und so richtig bricht das Chaos über mich herein, wenn zwei Kinder experimentieren wollen und ich dann noch versuche, nebenbei den Haushalt zu machen... Ich habe mal einen Vormittag für euch verbloggt, an dem ich mal versucht habe, pädagogisch wertvoll die Kinder alles mögliche mitmachen zu lassen.

 

 

 

Nana essi und Elsa Merchandise

Nachdem wir uns im Bad fertig gemacht haben (was by the way auch mal über eine Stunde dauern kann, weil ich ständig irgendwem hinterher laufen muss), will Peanut an ihren Schneideskills arbeiten. Bisher fand sie das nicht so interessant, aber momentan wird geschnipselt und gemalt, als müsse sie für eine olympische Disziplin trainieren. Gestern Abend hatte ich ihr versprochen, dass sie auch mal wieder den Kleber ausprobieren darf, also ran an den Prittstift.
 
Ich habe ihr einige Werbeprospekte überlassen, und guess what - da hat sie direkt Anna und Elsa gefunden und ein Bild mit Merchandise Artikeln gestaltet. "Maaamaaaa, schneid mir das PUPPENGESCHIRR AUS!" Währenddessen sitze ich neben Little Pea und assistiere beim Schneiden mit einer stumpfen Schere. Für einige Minuten geht es recht friedlich zu, und ich zücke das Handy - schnell Fotos machen, den Flow fotografieren. 
 
Lustigerweise kommt der kleine große Hunger ja immer völlig überraschend, und ich werde sanft aufgefordert, einen Obstteller zuzubereiten. "MACH MIR APFEL MAMA! LOS!" Mimimimi. Seit Monaten rede ich mir den Mund fusselig, dass es sich hierbei nicht um eine Frage handelt und ich den direkten Befehlston eher suboptimal finde, aber das Ergebnis ist trotzdem dasselbe - ich schnipple Obst. "Nana essi!" fordert nun auch Little Pea. Wie jetzt, seit wann isst die denn Banane? "ICH WILL AUCH BANANE! EINE GANZE!"
 
Friedlich mümmeln die beiden dann auf dem Sofa ihr Obst. Schnell die Handykamera gezückt und auf Instagram gepostet, bevor... jaaa, genau! Little Pea fängt an, den Bananenmatsch wieder auszuspucken und in die Sofaritze zu puhlen, während Peanut ihre Apfelschnitze verkehrt herum auf die Gabel spießt. (Ohne sie hinterher zu essen, versteht sich.) 
 
Während ich den Matsch vom Sofa abkratze, haben die Mädels wieder den Esstisch geentert und Little Pea bemalt die Tischdecke, während Peanut... ja, was eigentlich? "Mama, ein Monster hat das Salz über den ganzen Tisch verteilt." Uäääh... ich fand die Ausrede aber so kreativ, dass mir das Schimpfen im Hals stecken bleibt und ich sie dazu anleite, die Stifte einzusammeln und das Salz mit dem kleinen Besen abzukehren. (Ich höre gerade alle möglichen guten Hausfrauen innerlich schreien, har har!)
 
"Wir haben Hunger, Mama!" Orrrrrr...
 

 

Wenn Kleinkinder beim Kochen mithelfen und Monster im Esszimmer wüten

Mittags koche ich immer irgendwas mit Gemüse, die Meute muss ja satt werden. Und etwas Gesundes wäre auch nicht schlecht. Während die beiden wieder an ihren Bildern sitzen, setze ich Wasser auf, schneide etwas Paprika, zähle innerlich bis drei... "Määäämääää!" Little Pea möchte wieder zu mir. Seufz. War ja klar. Kochen ist meist unter Vollstreß zu machen und nur, wenn ich ganz viel Glück habe, heult keiner. Momentan hat Little Pea ihre Ich - Will - Mitmachen - Phase und das muss unterstützt werden, pädagogisch wertvoll und so.
 
"Wassi! Waschi!" Trotzdem stöhne ich innerlich, als sie auch einen Pilz waschen will. Die ersten zwei Minuten klappt das immer total süß, aber dann wird es nass. Richtig nass. Little Pea durchnässt nicht nur ihre Ärmel, sondern auch den gesamten Oberkörper UND nimmt sich anschließend den Putzlappen, um ordentlich feucht das Waschbecken zu putzen. Süß, gell... man soll sie ja nicht daran hindern, sonst haben sie später keinen Bock mehr drauf.
 
Also wische ich seufzend die Küchenfront, den Boden, noch mal die Front und noch mal den Boden, bevor ich den Herd auf kleinste Stufe stelle und Little Pea schnell noch mal umziehe. Wer Kleinkinder hat, weiß, dass das schnell und unkompliziert vonstatten geht. Nicht. "El'la! Kaid! NEIIIIIINNN!" Ich übersetze mal: sie will das Anna &  Elsa Kleid ihrer Schwester und keinesfalls eine Leggins dazu. Stöhn! Wir einigen uns auf Kleid und Strumpfhose und kommen kurz darauf beim verkochten Essen wieder an.
 
"MAMA ICH HAB HUNGEEEER!" Peanut empfängt mich mit vorwurfsvollem Blick und erzählt mir völlig selbstverständlich "Mama, das Monster war wieder da und hat mein Wasser umgekippt, der ganze Tisch ist nass. Was machen WIR denn da?"
 
Orrrr...
 
 

Piep, piep, piep, guten Appetit

Bäm, ich Supermutter habe es tatsächlich geschafft und für alle ein warmes Essen auf den Tisch gestellt. Zwischendurch musste ich nur noch mal die durchnässten Malblätter entsorgen und das Salz abkratzen, das mittlerweile so schöne Muster bildet. (Immer diese scheiß Monster, ey.) Little Pea bekommt Reis mit Tomatensoße vermischt und Peanut bekommt das Gemüse extra daneben.
 
"Mama, wieso machst du denn Paprika rein? Den mag ich doch gar nicht!" Puh... wie immer darf sie den dann rausfischen und auf meinen Teller manövrieren, während Little Pea mir ihren matschigen Reislöffel in die Kinnlade rammt (sie steht total auf Füttern). "MEIN ESSEN IST JA NOCH HEISS! PUSTE, MAMA!" "Essiiiiiii! Namnam! Mama! "Hallo, ich will auch mal selber essen!"
 
Und während ich so versuche, mein Essen irgendwie schnellstmöglich zu inhalieren, verschütten beide Kinder abwechselnd ihr Getränk und schreien lautstark nach "Tuch! Tuch!". Peanut isst mittlerweile halbwegs manierlich, dafür verrührt Little Pea ihren Reis im Trinkglas und schippt mir dann die Plörre auf den Teller. 
 
OMMMMMM...
 
Bei euch läuft das doch ähnlich ab, oder? :)
 
Love & Peace,
eure Frida
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Ich vertraue meinem Kleinkind. Vom gemeinsamen Einkaufen

Ich vertraue meinem Kleinkind. Vom gemeinsamen Einkaufen
Letztens war ich alleine mit meiner jüngeren Tochter Little Pea (1,5) im Supermarkt, und mir ist da richtig krass aufgefallen, wie unterschiedlich wir im Vergleich zu anderen Mama - Kleinkind - Konstellationen aussehen müssen. Vermutlich dachten alle, dass ich so eine Laissez - faire Mutter bin, aber ich weiß, dass ich meinem Kind vertrauen kann. Und ich denke auch, nein ich weiß, dass sich das langfristig auszahlt. (Ist ja immerhin schon das zweite...)

 
 
 

 

Explorationstrieb und Vertrauen

Zum kleinen Supermarkt bei uns um die Ecke laufe ich gern mit dem Buggy hin. Es ist nicht weit, aber sobald wir im Supermarkt angekommen sind, hat Little Pea schon richtig die Schnauze voll davon, ruhig sitzen zu bleiben. Im Einkaufswagen sitzen? Fehlanzeige. (Besonders beliebt sind ja die Einrichtungen, die Kindereinkaufswägen zum selber schieben anbieten. Bei diesem leider nicht der Fall.) Also lasse ich Little Pea neben mir her traben und konzentriere mich vorrangig auf den Einkauf.
 
Ich schaue natürlich, dass sie mitkommt und lasse sie auch mal etwas anfassen, solange sie nichts kaputt macht. Wenn sie etwas in den Wagen steckt, das ich nicht haben will, erkläre ich ihr das und lasse sie etwas anderes holen. Klappt super, Kind ist busy. Die Zeiten, in denen sie einfach nur abgehauen ist, sind zum Glück vorbei (momentan zumindest) und die Mama - Arm - Phase vorläufig auch. Jetzt will sie helfen, mitmachen. Und das darf sie auch.
 
 

Gesellschaftlich leider nicht so akzeptiert

Wie schon zu Beginn angedeutet sehe ich andere Eltern eher mit Kinder ähnlichen Alters ausschließlich im Einkaufswagen. Die meisten sind da quengelig und dürfen irgend etwas knabbern, um bis zum Ende durchzuhalten. Absolut sinnvoll, würde ich auch machen, aber das geht eben nicht mit Little Pea. Aber was ist mit den Kindern, die ähnlich explorativ eingestellt sind? Gibt es die nicht? Zumindest sehe ich nie andere Eltern hinter den Kinder her hechten und "gemeinsam einkaufen". Ja, es ist anstrengender, aber der Lerneffekt ist so groß, dass sich für mich wirklich lohnt. 
 
Leider sehen das ja alle anderen Menschen nicht. Die sind dann genervt von meinem Kleinkind, das mitten im Weg herum steht, sich ausgiebig die Brote anguckt und die Joghurts umsortiert. Das sichtlich überlegt, wenn es von seiner Mama gerufen wird, ob es nun mitkommen will oder nicht. Dauert ja ein paar Sekunden, und deshalb muss man wutschnaubend den Wagen um das Kind herum lenken oder sogar kurz warten. Frechheit. Nur wenige Leute lächeln sie an, wenn sie da so ganz allein herumläuft. Schade eigentlich. Dabei macht sie ja nichts falsch, im Gegenteil. 
 
Wenn ich sie ständig ausbremsen würde, hätte ich einen Wutanfall nach dem anderen provoziert und keinen Spaß mehr. So aber ist es ein Zeitvertreib, der uns beiden Spaß macht. Ich vertraue ihr, dass sie keinen Mist macht, dafür darf sie auch mal ein Stück weiter von mir weg und auch mal etwas anfassen und ausprobieren. (In Maßen.) Und ja, manchmal wundert es mich selbst, aber es klappt. Ich lasse ihr viele Freiheiten und habe ein super kooperatives Kind. Den kompletten Rückweg ist sie übrigens auch gelaufen und dafür durfte sie sich auch die Schuhe in der Pfütze nass machen - weil ich mir gesagt habe, dass wir sowieso gleich zuhause sind, also warum verbieten.
 
Und das mit dem Straßenverkehr bringe ich ihr so auch bei. Win - win - win, würde ich  mal sagen. Oder wie seht ihr das?
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5 Gründe, warum High Need Babys nicht gut schlafen (nach Dr. Sears)

5 Gründe, warum High Need Babys nicht gut schlafen (nach Dr. Sears)
Eines der 12 Kriterien für High Need Babys nach Dr. Sears ist, dass die Kinder sich schlecht selbst beruhigen können und deshalb nicht allein (ein)schlafen können. In diesem Artikel orientiere ich mich an dem englischen "Baby Not Sleeping" von Dr. Sears und vergleiche mit meinem High Need Kind. Für mich war der Originalartikel nämlich extrem aufschlussreich: das Schlafproblem ist tatsächlich ein angeborenes Phänomen.

 
 
 

 

1. Anderes Temperament

Dasselbe nervöse oder angespannte Temperament, das tagsüber dafür verantwortlich ist, dass die High Need Babys besonders viel elterliche Energie und Zuwendung einfordern, sorgt nachts dafür, dass sie schlecht schlafen. Sie sind sozusagen anders verdrahtet. Tagsüber sind sie besonders aufmerksam und neugieriger auf die Umwelt als andere Babys und haben deshalb nachts mehr zu verarbeiten. Es scheint, als hätten sie ein inneres helles Licht, das auch nachts schwer auszuschalten ist. 
 
 
Ich habe Peanut oft "Duracell Kind" genannt, weil ich das Gefühl habe, dass sie unendlich Energie hat. Sie kommt bis heute abends schwer runter und braucht ewig, um abzuschalten - bis sie schläft, hat sie mehrfach wieder aufgedreht.
 

 

2. Andere Reiz - Barriere

Manche Kinder können auch auf einer lauten Party einschlafen, während man bei anderen durch das Zimmer schleichen muss, um sie ja nicht aufzuwecken. Das liegt an der individuellen Reiz - Barriere, sozusagen die Fähigkeit, Reize zu filtern und zu blocken. High Need Babys können sich schlecht vor sensorischer Überreizung schützen und können deshalb schlechter ein- und durchschlafen. Die Reizverarbeitung ist sozusagen unreifer als bei anderen Kindern, und Reize wie leichter Hunger, Wärme, Kälte, Alleine - Sein führen dazu, dass sie eher aufwachen als Kinder mit einer reiferen Selbstregulation.
 
 
Ich habe die ersten Lebensmonate von Peanut oft stundenlang ein weinendes Baby auf dem Arm gehabt, weil sie nicht einschlafen konnte. Immer, wenn wir etwas unternommen hatten oder Besuch da war, konnte ich davon ausgehen, dass die Nacht durchgebrüllt wird. Und im ersten Jahr generell wurde sie mindestens ein Mal schreiend wach. Bis heute kann sie Reize nicht so gut heraus filtern, aber das Durchschlafen ist ab 3 deutlich besser geworden.

 

3. Andere Übergänge

Schlafend vom Arm ins Bett oder vom Autositz in den Arm? Das fällt High Need Babys sehr schwer. Allein schon überhaupt in den Schlaf zu finden ist ein Übergang, zu dem diese Kinder Hilfe benötigen. High Need Babys kann man nicht zum Schlafen ablegen - sie müssen sich in einer Tiefschlafphase befinden, um nicht sofort wieder aufzuwachen. Das Ein- und Durchschlafen ist oft sogar bei High Need Kindern schwierig und nicht ohne die Hilfe der Eltern zu schaffen. Der Grund ist, dass sie noch so viel zu verarbeiten haben und ihre Gedanken sozusagen übersprudeln.
 
 
Peanut ließ sich die ersten Monate gar nicht ablegen, und ich habe es auch kaum gewagt, aufzustehen, weil sie davon aufgewacht ist. Einschlafbegleitung war immer aufwendig und dauert auch bis heute noch an (jetzt ist sie 4). Und bis heute kann sie nachts aufwachen und ohne mich nicht wieder einschlafen. Gerade zum Einschlafen merke ich, dass noch sehr viel in ihr arbeitet und sie darüber reden möchte.
 

 

4. Andere Bedürfnisse in der Nacht

Babys befinden sich die meiste Zeit in einem leichteren REM Schlaf, aus dem sie schneller aufwachen können. Der leichtere Schlaf wechselt sich mit tieferen Schlafperioden ab. Während dieses Übergangs sind Babys störanfälliger für äußere Reize. Im Laufe des Reifeprozesses dehnen sich die Tiefschlafperioden immer weiter aus. High Need Babys scheinen länger für diese Schlaf - Reife zu brauchen. Zum Beispiel erwachen sie in den kritischen Übergangsphasen leichter als andere Babys und sind dann richtig wach und müssen dann wieder mithilfe der Eltern mühsam in den Schlaf finden. Möglicherweise haben sie auch längere Tiefschlafphasen und brauchen deshalb weniger Schlaf insgesamt. 
 
 
Puh, also ich habe mich oft gewundert, wieso Peanut so viel weniger Schlaf benötigt als alle anderen Kinder, die wir kennengelernt haben. Der Punkt mit dem anderen Tiefschlaf war da sehr aufschlussreich - ihr Hirn regeneriert sich wohl schneller und benötigt dafür nicht so viel Schlaf. Gut für sie, blöd für uns. Als sie ein Baby und Kleinkind war, ist sie auch mehrmals in der Nacht aufgewacht und benötigte Einschlafbegleitung. In kritischen Phasen auch alle halbe Stunde oder sie war bis zu zwei Stunden wach mitten in der Nacht. Seit sie 2 ist, macht sie keinen Mittagsschlaf mehr und schafft es trotzdem, sehr lange wach zu bleiben. Mittlerweile (jetzt ist sie 4) wacht sie nachts entweder gar nicht auf oder ein bis zwei Mal.
 

 

Keine Eile...

An dieser Stelle empfiehlt Dr. Sears, sich keinen Stress zu machen, wenn das Baby nicht durchschläft oder nicht so gut einschlafen kann. Schlaf ist ein Reifeprozess und kann nicht trainiert oder gar beschleunigt werden. In den ersten Lebensmonaten haben Babys alle 20 - 30 Minuten eine leichtere Schlafphase und wachen schneller auf, wenn man sie ablegt oder sich davon schleicht. Erst bei richtigem Tiefschlaf macht das Sinn. Den erkennt man übrigens daran, dass sich der kleine Körper nicht mehr bewegt, also auch kein Augen - Flattern, kein Mund - Zucken, keine angespannten Händchen. 

 

5. Mehr Körperkontakt benötigt

High Need Babys benötigen tagsüber ständigen Körperkontakt und können sich nicht selbst beruhigen. Das ist natürlich in der Nacht genauso. Um sich sicher zu fühlen, brauchen sie meist die ganze Nacht Körperkontakt, am Liebsten den zur Hauptbezugsperson. Je älter sie werden, desto eher kann diese Nähe aber auch dazu führen, dass sie leichter erwachen. High Need Kinder haben auch oft stärkere Trennungsängste, die zu (Ein)Schlafproblemen führen können respektive sie begünstigen.
 
 
Ich weiß noch, wie ich lustige Fotos gemacht habe von meinem halbjährigen Baby, das nur mit Hand und Fuß auf mir schlafen konnte. Aufstehen ging wirklich nur im Tiefschlaf (Punkt 4). Als Säugling schlief Peanut noch auf mir oder kuschelnderweise neben mir. Als sie etwa 2 war, merkte ich auch, dass sie durch mich leichter aufwachte, und wir stellten ihr ein Kinderbett an. Jetzt, mit 4, schlafen wir auf einem großen Floorbed und ihr Schlaf ist so tief, dass man sie auch herumdrehen kann, ohne dass sie aufwacht. Trennungsängste waren bei uns vor allem zwischen 2 und 4 ein großes Thema.
 
 
 
Wie geht es euch denn mit euren High Need Babys und Kindern? Habt ihr ähnliche Erfahrungen wie ich gemacht? Wie hat sich das Schlafverhalten im Laufe der Zeit geändert?
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Bilder mit Masking / Washi Tape - auch schon mit den Kleinsten

Bilder mit Masking / Washi Tape - auch schon mit den Kleinsten
In der Winterzeit sind wir Eltern ja immer auf der Suche nach guten Spielideen für Drinnen. Da ich ja zwei Kinder gleichzeitig beschäftigen möchte, die einen ganz unterschiedlichen Entwicklungsstand haben, ist das manchmal nicht so einfach. Aber beim Masking Tape hatten beide einen richtigen Bastel Flow...

 

 
 
 

 

Kleben für die Feinmotorik - und die Kreativität

Der Masking Tape Hype ist ja nicht neu, und bislang ist er erfolgreich an mir vorbei gegangen. Klebeübungen kann man ja auch wunderbar mit Tesafilm machen oder kleinen Aufklebern. Und für schicke DIY Bastelideen hatte ich meist keine Zeit. Aber jetzt hatte ich mir die hübschen Rollen einfach mal eingepackt, als ich sie in einem Supermarkt gesehen habe, und die Kinder haben sie natürlich gleich entdeckt und wollten sofort los basteln.
 
 
 
 
Die Große (4) hat erstmal selbst eine ganze Rolle bekommen, denn das Abreißen bekommt sie mit dem Papier schon ganz gut selbst hin. Für die Kleine (1,5) habe ich erst mal selbst Stücke abgerissen und später habe ich sie ihr auch griffbereit an den Tisch geklebt. Dass es sich für sie um feinmotorische Fusselarbeit handelt, konnte man ganz gut an dem hochkonzentrierten Gesichtsausdruck erkennen und dem etwas angespannten Griff am Papier :) Die Große hatte einen regelrechten Flow und summte die ganze Zeit vergnügt vor sich hin - sie ist gerade regelrecht happy, wenn ich Zeit habe, mit ihr etwas zu basteln.
 
 
 
 
 
 
Ich finde es wichtig, nicht zu viele Masking Tape Rollen auf einmal anzubieten - entweder eine oder maximal zwei, denn das Angebot ist schnell überfordernd und außerdem wird das Material dann auch nicht so wert geschätzt (ganz billig ist es ja auch nicht). Ein minimalistischeres Angebot sorgt auch eher für die Entfaltung der Kreativität (das merkt man ja auch im Kinderzimmer - je weniger Spielzeug, desto besser wird gespielt). Ist das Material leer, kann ja eine neue Rolle angereicht werden.
 
 
 
 
Zum Schluss habe ich noch eine kleine DIY Idee ausprobiert und das Regalbrett mit Masking Tape etwas verschönert. Den Platz für die selbst gestalteten Bilder hat sich Peanut selbst ausgesucht - ich finde es immer so süß, wenn man gemeinsam etwas gestaltet und den Kindern dann durch das Aufhängen der Kunstwerke zeigt, dass sie etwas Tolles selbst hergestellt haben. Total stolz hat auch Little Pea ihr Werk bewundert und später auch dem Papa präsentiert - das erste Selbstgebastelte von ihr und auch das erste Werk, das wir aufgehängt haben. 
 
 
 

 

Bastelt ihr auch gern mit Masking Tape? Wer gern noch mehr kreative Bastel Ideen sucht, dem kann ich diese Blogbeiträge empfehlen:

10 Bastelideen mit Washi Tape von Baby, Kind & Meer
 
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Mein allererstes und einziges Date nach der Geburt

Mein allererstes und einziges Date nach der Geburt
Manchmal möchte ich mein Kind in einen Karton stecken und directement an die Schwiegermutter versenden (die sie ja sohoo vermisst). Mir glaubt das immer keiner, denn Peanut ist so ein süßes, ausgeglichenes Sonnenscheinchen, sobald andere im selben Raum sind. Ein ganz besonderer Tag war der (übrigens tatsächlich einziger) erste Date Abend mit dem Papa, als Peanut etwa 1 Jahr alt war...

 
 
 
 

So ein Tag, so wunderschön wie heute…

Direkt nach dem Aufstehen hing sie am Hosenbein, während ich versuchte, Kaffee zu schlürfen und gehetzt ein Marmeladenbrot runterzuwürgen. Meist hatte ich sie auf dem Schoß, während sie “Äääh ääh äääh” blökend auf mir herumwippte, abwechselnd runter wollte und auf dem Boden wieder an meiner Hose zog. Im Bad hing sie wieder kreischend an meinem Bein, wenn sie nicht gerade die Flasche Weichspüler abkaute oder den Toilettendeckel öffnete, um Zahnbürsten hineinzuwerfen (was ich sie meist machen ließ um mal eine Minute Ruhe zu haben). Die Spielrunden im Kinderzimmer waren dann zwar ruhiger, aber trotzdem nervte es gewaltig, alle 5 Sekunden auf ein “Tä!” mit “Das ist eine Bluuume… Biiiiene… (aggressiverer Ton) Iiiiiigel… (Grunzlaute ausstoßen) Baaaaauuuum” und so weiter zu antworten.
 
Irgendwann versuchte ich, zu kochen, wobei ich theoretisch einen Laufstall herumstehen hatte, meistens aber konnte ich irgendwann den Fliegeralarm mit dick tropfenden Tränen nicht mehr ignorieren und hantierte dann einarmig mit Messer und Gemüse herum. Spätestens dann könnte ich schon wieder ein Schläfchen vertragen, geht aber nicht – der Hunger trieb auch dieses Essen rein, während sich dieselbe Szene wie beim Frühstück wiederholte.
 
Ich will euch nicht damit langweilen und fahre nicht mit dem gesamten Tag fort, aber Rausgehen wurde ebenfalls zur Tortur - da sie es im Kinderwagen wieder einmal überhaupt nicht aushielt, musste ich also elfenhafte 11einhalb Kilo im Bondolino mit mir herumwuchten, während sie sich in alle Richtungen stemmte (aua Schultern), überall draufzeigte (bei guter Laune) oder rumkreischte (bei schlechter). Im Supermarkt grapschte sie einem natürlich immer in die zusammengeklaubten Beutestücke hinein und warf sie verächtlich über die Schulter (ihre und meine), weshalb ein Schwadron freundlicher Verkäufer hinter mir herlief (wenn ich Glück habe) oder ich mich ständig bücken musste (Verweis auf die zarte Gestalt der Nudel).
 
 

Da war doch noch was… oder wer…

Vor lauter Frust vergesse ich ihn doch manchmal, den Herrn Papa. Ja, um den müsste ich mich laut Beziehungsratgebern auch mal kümmern, wenigstens ab und zu. Klar, sowas weiß man nicht nur als Pädagoge, eine Beziehung muss man aufrechterhalten, an ihr arbeiten. Aber mit einem anstrengenden Kleinkind vergisst man das manchmal. Wir hatten uns also knapp ein Jahr lang fast vergessen, Zeit, es mal zu ändern – da kommt mir als “Glucke” so ein Arschlochtag gerade recht.
 
Kurz und bündig also die Oma angerufen und als sie dann da war, ein paar halbseidene Scherze darüber gemacht, dass wir nicht mehr zurückkommen (wobei uns beiden wohl nicht so klar war, ob wir das nicht doch ernst meinen). Die Oma gab uns dann die “Gefängnis frei Karte” und wir sind fast rennend zum Auto gehechtet und vom Auto dann zum Restaurant, das natürlich heute geschlossen hatte. Also sind wir durch die halbe Kleinstadt gewieselt und haben leider nur eine ranzige Pizzeria nach der anderen gefunden und sind dann schlussendlich in einer hängen geblieben.
 
Klasse Ambiente; der kalte Rauch hing noch in den dunkelbraunen Wänden, die Schlagermusik hallte zärtlich durch die schlecht beleuchteten Räume (da wir die einzigen Gäste waren hatten sie nur den Vorraum hell) und überall blinzelten einem geschmacklose Nikoläuse entgegen. Die Speisekarte war trostlos und erinnerte dann nicht nur inhaltlich an einen Lieferservice. Dennoch: der geilste Abend seit langem… nicht nur und vor allem, weil wir dann ausmachten, mal ein paar Minuten in Ruhe und schweigend zu essen! Himmlisch! 
 
Ich muß nicht erwähnen, dass die Oma ein superliebes Sonnenscheinkind daheim hatte und garkeine Probleme? Kaum war sie aus der Tür, ging das Geheule los. Peanut schlief zwar gleich erschöpft ein, wachte dann aber wie der bildliche Seismograph über jede meiner Bewegungen und schreckte schlussendlich bei einem Fluchtversuch mit Sirenen auf, sodass sie endgültig wieder wach war. Nachdem sie auf den Papa leider immer mit einem herzzerreißenden “Hi-aaaaaaaaaaah” Heulen reagiert und sich wie ein panischer Herr Nielsson an mich klammert, mussten mein Rücken und ich auch noch weitere zwei Stunden Baby stemmen und irgendwann gegen Mitternacht habe ich dann einfach das Licht ausgemacht… So ein Tag, so wunderschön wie heute…
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