Diary #endlichzuckerfrei: das ist der Plan & so läuft es Tag 1 - 10

Ich war echt mega überrascht über das ganze Feedback, das ich von euch erhalten habe. Auf allen Kanälen habe ich Tipps und anderes Feedback bekommen - vielen Dank erst mal dafür! Ich habe mich echt gefreut! Und ja, es hat mir auch sehr geholfen mit dem Durchhalten. Heute beantworte ich mal die Frage, welche Ziele ich mir gesetzt habe, wie ich die Challenge umsetzen will und natürlich, wie es bisher gelaufen ist.
 
 
 

 

Mein Ziel ist eine komplette Ernährungsumstellung mit wenigen Ausnahmen

Ich hatte gar nichts dazu geschrieben, wie lange ich die Challenge #endlichzuckerfrei durchhalten möchte. Wieso? Weil es mir nicht darum geht, eine krasse Diät für einen kurzen Zeitraum durchzuhalten - ich möchte meine ganze Ernährung umstellen, und zwar dauerhaft. Ich schaffe es sonst einfach nicht, gesünder zu werden - Stichwort Migräne. Und natürlich sind meine Nebenziele auch ein besseres Hautbild und endlich wieder ansatzweise meine alte Figur zurückzubekommen. Dazu werde ich auch wieder mehr Sport machen, aber wie ich jetzt weiß, ist Ernährung das Allerwichtigste dabei. 
 
Wenn es um (meine) Süchte geht, dann kann ich nur dagegen ankämpfen, wenn ich straight bei der Umsetzung bin. Ich kann einfach nicht "nur zwei Stück Schokolade" essen oder "nur eine Tafel die Woche". Wer das hinbekommt, super Sache. Mein Partner ist so einer. Aber ich fresse alles, was da ist. Und zwar auf einmal. Mir ging es nicht wirklich gut, ich habe an 5 von 7 Tagen Kopfschmerzen und mindestens 1x die Woche Migräne. Die auch noch Fressattacken auslöst. Ich habe momentan auch Akne, vermutlich hormonell, und obwohl ich relativ schank bin, habe ich immer noch einen Bauch wie im 4. Schwangerschaftsmonat. Meine Jüngste wird bald 2. Klar, da muss ich gezielt Sport machen, aber ich vermute, vor allem mit meinem jetzigen Wissen über Zucker, dass da auch einiges an inwendigem Fett gelagert ist (Fett kann nicht nur in der Fettschicht, sondern z.B. auch im Bauchraum gelagert werden und die Organe einschnüren - das passiert durch Zucker). 
 
Jetzt habe ich einiges über meine Beweggründe geschrieben und auch über den Status Quo. Anfangs wollte ich erstmal nur auf Industriezucker (und Rohrohrzucker) verzichten, habe die Süßigkeiten gestrichen und versucht, keinen Ersatz (Agavendicksaft, Ahornsirup, Xucker usw.) zu verwenden. Mittlerweile habe ich mir überlegt, dass ich erstmal einen richtigen kalten Entzug mache, um auch meine Geschmacksnerven umzuprogrammieren, und dann überlege, welche Ausnahmen ich mache. Denn für immer und ewig ohne alles, das sind vielleicht zu große Erwartungen, die ich nicht erfüllen kann. Worauf ich auf jeden Fall für immer und ewig verzichten möchte, ist Industriezucker. Ausnahmen möchte ich irgendwann selbst herstellen und mich dann herantasten, wie oft es ok ist für mein Junkiegehirn. Also selbst Schokolade machen mit Datteln oder sowas. Mal sehen. Muss ich aber auch nicht jetzt sofort wissen. 
 
 
 
 

 

So ist es bisher gelaufen - 10 Tage Zuckerfrei

An Tag 1 war ich so scheiß motiviert, mir konnte keiner was. Monatelang habe ich sozusagen darauf hin gearbeitet "es endlich durchzuziehen" - und bin immer wieder gescheitert. Weil es nicht konkret war. Weil ich nicht bereit war. Aber jetzt bin ich es. Und TSCHAKKA!! An Tag 2 war es dann echt uncool. Ich fühlte mich den ganzen Tag schwummerig, hatte permanent leichte Kopfschmerzen und dachte nur an etwas Süßes. Ich weiß noch, wie es bei den Zigaretten war - man kämpft bei jeder Gelegenheit, an der man es gewohnt war, zu konsumieren. Bei mir sind es jetzt die fiesen Stellen nach dem Mittagessen (Schokolade! Gummibärchen!), nachmittags (Kreislauf down - Kaffee und Schokolade oder was eben so da ist) und natürlich abends (Streßfressen - Schokolade, Chips, Eis, Gummibärchen, manchmal auch von allem etwas).
 
Ja, ich tigerte innerlich im Kreis herum und brüllte nach ZUCKERRR! Beim Einkaufen legte ich mir vorsorglich drei Trockenobst - Riegel in den Korb und aß abends einen davon - meine Kopfschmerzen wurden etwas weniger. Krass, oder? Wer den Datteltaste eklig findet - ich kann Himbeer Riegel empfehlen, das überdeckt den Geschmack ganz gut. Und naja, wenn man kein Heroin bekommt, dann ist Metadon auch ganz ok. Aka Trockenobstriegel. Ich fühlte mich wie eine gottverdammte Heldin.
 
Tag 3 war echt fies. Ich hatte starke Kopfschmerzen, mir war den ganzen Tag schwindlig, ich fühlte mich wie in Watte gepackt, verkatert. What the heck?! Ich habe gelesen, dass Zuckerentzug Kopfschmerzen verursachen kann, aber das ist für mich echt eine große Strafe, weil ich das ja sowieso schon ständig habe. Da härtet man nicht ab, man wird eher empfindicher. Ich geierte ständig nach den scheiß Trockenobstriegeln, die ich normalerweise verschmäht hätte, und knabberte immer wieder an so einem Ananasteil herum. Wie sagte meine große Tochter so schön, der "schmeckt irgendwie anders". Oh ja. Aber irgendwie süß. Also gut genug für mich.
 
An Tag 4 hatte ich meinen Beitrag zur Challenge geschrieben - ein guter Zeitpunkt. Die Kopfschmerzen hatten nachgelassen und ich zwang mich, zu veröffentlichen, damit ich auch ja durchhalte. Und was passierte? BÄM! Ganz viele tolle, nette, motivierende Kommentare. Ein paar sagten auch heldenmutig, dass sie mitmachen wollten. Juhu! (Bitte postet oder kommentiert doch, wie es gelaufen ist. Auch wenn es nicht geklappt hat.) Durch das Feedback gestärkt verzichtete ich auf den Trockenobstkram und bestellte bei Amazon das "Voll verzuckert" Buch. 
 
Ab Tag 5 ging es mir dann deutlich besser - keine Schmerzen, ich hatte die wichtigsten Gewohnheitsfressereien überwunden (fürs Erste zumindest) und mein Körper hatte sich etwas an das zuckerfreie Essen gewöhnt. Soll heißen, er schrie nicht mehr ständig danach. Ich las viel und mir fiel auf, dass ich noch nicht ganz zuckerfrei war - denn einige Nahrungsmittel haben ja versteckten Zucker. Eingelegte Gurken zum Beispiel, oder meine Sojamilch. Fertigsaucen habe ich zum Glück sowieso nicht mehr gekauft, weil die mir zu künstlich schmeckten. Ich bin erstmal einkaufen gegangen und habe mich durch das Sortiment an ungezuckerter Sojamilch durchgekauft. Früher hat mir die gar nicht geschmeckt, wie Pappe eben. Jetzt ist es immer noch gewöhnungsbedürftig, aber die süße Milch hat mir auch nicht mehr geschmeckt. On the way würde ich sagen.
 
Also nach dem kleinen Hoch in der Mitte kam die letzten Tage dann wieder ein Tief. Ich fühlte mich irgendwie eingeknastet, weil ich dachte, NIE WIEDER etwas Süßes zu bekommen. Ich versuchte mich an einem zuckerfreien Kuchen, bestehend aus Bananenmatsch und Apfelmus und Mehl. Geschmacklich eher wie Pfannkuchen, aber ganz ok. Ich las mich in das Buch ein, das ich auch noch vorstellen werde, und je mehr ich wusste, desto motivierter war ich dann wieder. Oft sind die Leute, denen ich das erzähle, latent genervt, weil sie sich missioniert fühlen. Aber viele finden es auch spannend. Meine Haut ist übrigens etwas besser und seit über einer Woche keine Migräne mehr! Toi toi toi!
 
 
Nächsten Monat fahre ich nach Berlin zur Blogfamilia, und ich habe etwas Schiss, dass ich dann nur Fastfood esse und wieder in alte Muster zurück falle. Tschakka. Ansonsten bin ich gerade wieder motivierter, durchzuhalten. Wie läuft es bei euch?
 
Love & Peace,
 
eure Frida
„High Need“ Kinder, gibt es sowas überhaupt?
Dreirad ohne Pedale. Unser supercooles Toddlerbike...

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