Herzhafte vegane und glutenfreie Nudeln mit Bolognesesauce

"Tofu schmeckt nach nichts!" hör ich so oft, genauso wie "Näää das schmeckt mir nicht!". Wenn ich gekocht habe, wird aber immer brav aufgegessen und gelobt. Warum? Weil ich schon über 10 Jahre Tofu brate und mittlerweile weiß welche einfachen Tricks helfen. Mein Favoritenrezept ist ganz simple Bolognesesauce, das essen auch die meisten Kinder gern.

 

 

Nudeln mit veganer + glutenfreier Bolognesesauce

Zutaten für 2,5 Personen

Gemüse kann natürlich beliebig ausgetauscht werden, besonders gern mag ich z.B. auch noch Karotten oder Fenchel. Damit es eher nach Tofubolognese schmeckt nehme ich aber nicht zu viel auf einmal.

  • 250g glutenfreie Fussili von Schär, 50g Weizen Fussili für das Kind (soll ja zur Allergieprävention auch Gluten abbekommen)
  • 1 Paprika
  • 1 Zucchini
  • 1/2 Aubergine
  • 150g Pilze
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Räuchertofu 
  • ca. 200ml Tomatensauce
  • 1/4 Zitrone
  • Olivenöl
  • optional eine Hand voll Oliven
  • Sojamilch
  • Tomatenmark
  • Salz, Pfeffer, Kotelett - Würzer, italienische Kräuter (noch besser: frisches Basilikum)

 

Zubereitung - Timing ist alles. Und genug Öl

Wasser für die Nudeln aufsetzen und (glutenfrei getrennt) kochen. Die dauern ziemlich lange, mindestens 12 Minuten. Glutenfreie Nudeln schön weich kochen und evtl. hinterher kurz die Stärke abspülen und dann mit etwas Olivenöl anmachen. Mir persönlich schmecken die Produkte von Schär am besten, die vom Discounter kann ich nicht empfehlen.

Zum Gemüse: erst den Paprika schneiden und mit einem Esslöffel Olivenöl anbraten. Nach und nach (sobald fertig geschnitten) folgen Zucchini, Aubergine und Pilze. Wichtig: mindestens zwei Minuten scharf anbraten und vor allem ohne Salz, sonst zieht das Gemüse Wasser und es schmeckt nicht so besonders. Dann salzen und mit mittlerer Hitze bedeckelt köcheln lassen. Umrühren nicht vergessen.

 

 

Jetzt ist der Tofu dran. Man kann auch den normalen nehmen, der muss nur gut gesalzen werden in der Pfanne. Für herzhafte Sauce bietet sich der Räuchertofu an, denn der hat eine leichte "Speck Note" (je nach Hersteller ist er auch nicht gesalzen also kurz probieren und eventuell auch den salzen). Ich würfle ihn und zerdrücke ihn dann mit der Gabel, je feiner desto Hackfleisch - ähnlicher wird es. Dann mit der fein gewürfelten Zwiebel in die Pfanne geben und hardcore anbraten. Mit hardcore meine ich: heiss und fettig. Der größte Fehler ist, Tofu nicht lang genug anzubraten dann schmeckt er nur labbrig. Außerdem zieht er Öl also wenn ihr nicht auf Diät seid könnt ihr da auch noch mal dezent nachgießen. Goldbraun und knusprig ist optimal.

Vegane Gerichte sollten meiner Meinung nach nicht am Öl sparen denn sie sind leicht verdaulich und man bekommt sonst schnell wieder Hunger.

 

 

Das Gemüse zwischendurch mit einem Schuss Wasser vor dem Anbrennen retten. Ein wenig Bodensatz macht aber nichts im Gegenteil - das bringt noch Würze rein. Wenn das Gemüse schön weich ist, mit der Tomatensauce aufgießen und mit etwas Tomatenmark und frisch gepresstem Knoblauch kurz einkochen lassen. 

Erst wenn die Sauce und die Nudeln fertig sind, den Tofu dazugeben und mit einem großzügigen Schuss Sojamilch, dem Zitronensaft und den Gewürzen abschmecken. Sojamilch wird klumpig wenn man sie länger kocht, schmeckt zwar noch sieht aber nicht so schick aus.

Besonders lecker sind auch gehackte Oliven in der Sauce, die habe ich hier leider vergessen. Der Zitronensaft sorgt übrigens für eine bessere Eisenaufnahme und ich verwende ihn gern in fast allen Gerichten. Wer den Geschmack nicht so mag kann einfach ein Glas Orangensaft dazu trinken. 

Guten Appetit!

 

 

 

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