Hausfrau! Meine Entscheidung!

Jahrelang und generationsübergreifend wurde für die Gleichstellung von Frauen im Beruf und für die Emanzipation gekämpft. Gleiche Rechte für Frauen in Sachen Karriere, eine gute Sache, wirklich. Frauen sollten nicht nur daheim sein sondern auch arbeiten können trotz Kindern.

 

 

Was will ich - meine Entscheidung

Aber was, wenn es der Frau gar nicht wichtig ist, Karriere zu machen, sondern sie ihre Erfüllung in Kindererziehung und Haushalt findet? Früher galt man als Rabenmutter wenn man sein Kind unter dem dritten Lebensjahr fremdbetreuen ließ, heute ist es genau umgekehrt, verpassen die daheimgebliebenen Kinder die ja ach so wichtige Frühförderung, die eine Mutter selbstverständlich nicht in dem Umfang mitgeben kann wie eine gute Kita. *Ironie aus* Urvertrauen und Bindung sind Dinge die heute leider nichts mehr zählen wie mir scheint.

Dass die Diskussion wohl ausdiskutiert ist, dass Haushalt und die Erziehung der Kinder keine richtige Arbeit seien, das hoffe ich doch ganz stark. Vorausgesetzt sie ist es, was spricht dann dagegen, dass eine Frau es lieber vorzieht, das zu Hause gemütlich zu machen sich um die anfallenden Dinge des Alltags kümmert und die Förderung und Erziehung der Kinder übernimmt? Wer kann so etwas besser wenn nicht die eigene Mutter?

Hat das Thema Gleichstellung nicht auch etwas damit zu tun, das man als Frau die Wahlfreiheit haben sollte ob nun Kind und Haushalt oder der Beruf.Und egal wie eine Frau sich entscheidet, sie sollte sich dafür nicht rechtfertigen müssen. Prioritäten sind eben verschieden.

Ich jedenfalls habe mich für meine Kinder entschieden, vorerst werde ich mein Leben als Hausfrau absolvieren, mich ausschließlich um Pepper und Honey kümmern und den Alltag eben so führen wie es eine Hausfrau tut. Mir ist es wichtig, dass sie wissen, dass ich da bin und sie sich nicht tagtäglich auf andere Bezugspersonen einlassen müssen. Es hat nicht das geringste mit Faulheit zu tun, oder dem Gedanken, nicht mehr arbeiten zu wollen. Die Mütter, die auch daheim sind, wissen dass dies kein Zuckerschlecken ist, so wie einige es sich vorstellen. Es hat auch nichts damit zu tun das ich keine Lust habe arbeiten zu gehen oder gar das ich keine Chancen auf dem Arbeitsmarkt hätte. Es ist einfach eine grundlegende Entscheidung die ich für mich getroffen habe.

Meine Kinder und deren Start ins Leben soll daheim beginnen, in einem vertrauten Umfeld, und nicht in einer Einrichtung. Schade, Vater Staat, ein Steuerzahler weniger. Ich bin die Mama und ich bin mir sicher, ich kann meinen Kindern mehr mitgeben als eine Kita es auch nur ansatzweise könnte. Liebe, Vertrauen, Selbstbewusstsein und Werte, das lernen meine Kinder von MIR. Ich will hier gar keine Debatte entfachen, pro oder contra Kinderkrippe. Darum geht es hier nicht. Ich weiß, dass es eben in vielen Fällen notwendig ist, sein Kind abzugeben, und das kann ich verstehen, leider regnet es halt kein Geld vom Himmel.

 

Hausfrau oder Business Mom

Entweder oder. Doch wieso wird eine Frau meiner Generation schief angekuckt, wenn sie sagt, dass sie die nächsten Jahre zu Hause bleiben wird, um sich um die Kinder zu kümmern?Diese Entscheidung hat nicht mal was mit der Tatsache zu tun, dass ich die U3 Betreuung eben nicht befürworte, sondern rührt auch von der vollen Überzeugung, dass dies für mich und meine Familie einfach das Beste ist. Kaum zu glauben? Aber ist so! 

Ich bewundere die Frauen, die den Spagat schaffen zwischen Job, Kind(ern), Haushalt und Ehefrau oder Partnerin. Ehrlich, mir wird unwohl bei dem Gedanken, wie es wohl wird, wenn beide den Kindergarten besuchen und ich wieder ein paar Stunde die Woche arbeiten gehen werde. Für viele sicher unverständlich aber die Zeit mit meinen Kindern ist mir so kostbar und der Gedanke daran sie länger im Kindergarten zu lassen um arbeiten zu gehen der setzt mir ganz schön zu. Ich will diese Zeit nämlich nicht hergeben.

 

Der gesellschaftliche Druck

Ich frage mich, was genau denn dagegen spricht, dass eine Frau daheim bleibt, bis die Kinder alt genug sind? Vorausgesetzt, die Frau möchte das auch. Das Argument, dass all die Last nun auf dem Mann ruht, das lasse ich nicht gelten, denn auch ich trage ja meinen Teil bei und Generationen vor uns hat das auch niemanden gestört. Ich bin dankbar für die Wahl ob nun Hausfrau und Fulltime Mom oder Working Mom, ich für mich habe meine Entscheidung getroffen. Ich will hier niemanden anfeinden, denn ich weiß selbst, dass es leider nicht immer machbar ist sein Kind zu Hause zu betreuen, und es vielen Mamas sehr schwer fällt, ihr Kind abzugeben. Und genau das ist doch der springende Punkt. Wir sollten alle die Wahl haben, und für unsere Entscheidung nicht kritisiert werden.

Und um doch nochmal kurz darauf einzugehen, es ist nicht einfach und bestimmt in irgendeiner Art und Weise mit einem stressigen Beruf vergleichbar, wenn man den ganzen Tag ein Kind betreut: dieses will gefüttert, beschäftigt und bespaßt werden. Und das von morgens bis abends. Ja ein Kind schläft auch mal, aber diese Zeit nutzt man um mal eben fix zu bügeln oder etwas zu kochen oder Wäsche zu waschen oder oder oder. Es ist nicht jeder Tag voll Sonnenschein und Lollipops, ebenso wie in der Arbeitswelt, dies sollte auch mal anerkannt werden.

 

Fazit

Auch wenn am Ende des Tages vielleicht "nur" ein sauberes Haus sowie ein friedlich schlummerndes Kind und kein abgearbeiteter Aktenberg oder ein neuer Entwurf für das Projekt in der Firma vorzuweisen ist und auch am Ende des Monats keine Entlohnung auf dem Konto wartet, so ist es doch einfach Fakt, auch wenn nicht sichtbar in diesem Moment, die Arbeit einer Mutter und Hausfrau sich jeden Tag zeigt und zwar in einem zufriedenen und ausgeglichenen Kind(ern), einem glücklichen Mann und einem Haus in dem sich alle wohl fühlen.

 

Wohin mit dem Geld?

Zuletzt gab es doch die Debatte mit dem nun nicht mehr aktuellen Betreuungsgeld. Nun soll ja, das Geld welches eingespart wird in den Ausbau von Kitas gesteckt werden. Damit noch mehr Betreuungsplätze entstehen und die Mütter so schnell wie möglich wieder zurück auf den Arbeitsmarkt können. Mal ehrlich, das ist doch ein trauriges Armutszeugnis für unsere Gesellschaft, was hier propagiert wird ist: Kinder ab in die Kitas und Mamas zurück am die "richtige" Arbeit. Wer hier völlig übergangen wird sind die Kinder, diese fragt niemand ob es für sie in Ordnung ist weg von daheim zu sein und Mama und Papa nur am Abend zu sehen und an den Wochenenden.

Was wird das aus unseren Kindern machen? Es geht hier nicht um die 150€, es geht hier nicht um die Mamas, die keine Steuern zahlen, das ist eine Grundsatzdiskussion über die Erziehung und die heutige Gesellschaft. Unsere Kinder werden irgendwo hineingedrängt und die Mütter müssen mitziehen. Werte gehen verloren, und Bindungen werden zerstört, so sehe ich das. Der Wandel der hier gerade vollzogen wird geht ins Negative. Kinder brauchen ihre Eltern und das ganz besonders wenn sie klein sind. Keine Tagesmutter, keine Erzieherin kann das ersetzen was ein Kind zu Hause an Urvertrauen und Liebe bekommt.

Aber ich schweife ab. Wenn mir all diese Gedanken durch den Kopf gehen, fällt es mir wirklich schwer mich auf die Zukunft zu freuen. Ich weiß, ich werde und will nicht ein Lebtag Hausfrau sein, aber meine Kinder beziehungsweise die, Zeit mit ihnen gegen einen Job zu tauschen, ist derzeit noch unvorstellbar für mich.

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