Nicht nur Mutter sein, sondern Frau bleiben? Bei mir eher so schwierig

Ich lese immer mal wieder, speziell bei Mama Bloggerinnen, dass sie nicht nur Mutter, sondern auch Frau seien. Abgesehen davon, dass eins das andere bedingt oder zumindest rudimentär zusammenhängt (aber wir wollen ja mal nicht klugscheißen an der Stelle), meinen die Ladys natürlich, dass sie weiterhin einen großen Wert auf ihre Individualität als Prä – Mutter – Person legen.
 
 
 
 

Cooler Lifestyle? Eher nicht so

Das ist generell natürlich eine prima Sache. Die einen definieren sich vor allem über den Lifestyle – mal eben Urlaub ohne Kind zum Beispiel – die anderen über ihre hippen Klamotten, über die Schminke, die Frisur, Hobbys, den Beruf und was weiß ich was einem da noch alles so einfallen kann. Ganz ehrlich, ich find das toll – und es macht mich auch neidisch. Ein klein wenig zumindest. Denn sehr viele Dinge, über die ich mich früher definiert habe, sind jetzt einfach nicht mehr drin. Und ich bin nun auch niemand, der sich ausschließlich über das Mutterdasein definieren möchte und kann. (Wer will, der darf natürlich. Alles ganz subjektiv hier.)
 
So sitze ich also hier, mitten in dem Zwiespalt zwischen – ich wär gern mehr Frau, bin aber hauptsächlich Mutter. Um mal in dem Wortspiel von oben zu bleiben. Ich weiß, dass ich zwei kleine Kinder habe, die mich brauchen, und im Gegensatz zu anderen (man soll ja nicht vergleichen, ich we-heiß) schlafen die aber auch weder ohne mich ein, noch durch. Abends Ausgehen ist also sozusagen unmöglich. Abgesehen davon, dass mir mittlerweile auch alle alten Ausgehfreundschaften abgesprungen sind, und ich dann alleine gehen müsste. Meine Mutti Freundinnen sitzen nämlich entweder in derselben Zwickmühle oder sie haben gar keine Lust auf Metal Konzerte oder den anderen Kram, der mir da so vorschwebt.
 

Alteisen

Und auch wenn mich jetzt alle mit Tomaten, Steinen oder anderen Dingen bewerfen, ich fühle mich auch oft total alt und spießig. Ja, ich. Alt. Und spießig. Vor allem alt. Zu alt für alles. Hätte ich keine Kinder, würde ich mich wohl auch etwas zu alt für die meisten Events fühlen, aber ich würde trotzdem gehen. Dieses ganze Kinderzeug hat mich nicht nur weich in der Birne gemacht, sondern führt auch dazu, dass ich fett in der Erwachsenenrolle stecke. Man nickt mir auf der Straße zu, anstatt mich schief anzuschauen (weil ich so „krass“ aussehe). Man lässt  mich an der Kasse nicht mehr vor, sondern versucht, die blöde Mutti mit dem vollen Wagen abzudrängeln.
 
Ok, dass mich kein Mann mehr anschaut, damit kann ich leben. Ehrlich. Aber wenn mir schon die coolen Jugendlichen respektvoll den Weg freiräumen, dann fühle ich mich nur noch eins: steinalt. Kennt ihr die Typen, die immer mit dem Pickup in der Gegend herum fahren und gratis Schrott einsammeln? Ich höre den Ruf eigentlich permanent in meinem Innenohr: „ALTAISÄÄÄÄÄÄÄÄN!“
 
Ich weiß schon, man kann sich mal zusammen reißen, aufhören öffentlich über Luxusprobleme zu jaulen und einfach mal die Fresse halten. Aber das Problem ist ja trotzdem noch da, und ich hab keine Lust, mit knapp 34 schon zum Alteisen zu gehören. Ist das schon die Midlife Crisis oder geht das irgendwann von alleine weg? Wie schafft ihr das denn, mehr Frau und weniger Mutter zu sein? Oder gehört ihr eher zu den Tomaten Werfern? Macht doch mal ne Ansage.
 
Love & Peace,
Eure Frida
Kindergartenkrise. Unser Weg.
Süßkartoffel - Cocos - Pfanne mit Reis (vegan und ...

Ähnliche Beiträge

 

Copyright © 2015-2017 2KINDCHAOS - ELTERN BLOGAZIN Alle Rechte vorbehalten.
Powered by Hilkert Consulting