Familienbett. Wir begleiten beide Kinder in den Schlaf

Familienbett. Wir begleiten beide Kinder in den Schlaf
Coco schläft. Das allein ist schon so schön, dass ich es mit allen teilen möchte. Aber dafür ist vielleicht auch ein Tweet genug, um das der Welt kundzutun. Deshalb also: Coco ist friedlich in meinem Arm eingeschlafen. Ja, ok, mag jetzt der eine oder die andere geneigte Leser*in sagen: Schön für Dich, aber das ist doch kein Thema für den Blog. Ist es aber doch.
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Mann wird Papa. Wann gibt es endlich wieder Sex?

Mann wird Papa. Wann gibt es endlich wieder Sex?
Achtung, dieser Artikel kann Spuren von Ironie, Sarkasmus und schlechten Witzen enthalten. 
Ihr lieben Mitmamas. Ich will euch eine kleine Pause gönnen. Atmet einmal tief durch, verarbeitet in Ruhe, dass ihr die totalen Loser seid und lehnt euch zurück. Es gibt ja noch eine andere Art. Die Männer. Die wollen wir natürlich nicht vergessen. 

 
 
 
 
 
Die Männer haben ja auch einen großartigen Anteil an der ganzen Sache. Tatsächlich würde es ohne ihr schleimiges, weisses Zeug gar nicht gehen. (Noch, höhö.)  
 
Also, während sie ihren Beitrag in zwei Minuten Schwerstarbeit (sonst würden sie ja nicht so keuchen) erledigen und damit dann die Herren und Krone der Schöpfung sind, können sie sich nach getaner Arbeit die nächsten Monate zurücklehnen und sich darüber lauthals beschweren, wie anstrengend ihre Frauen geworden sind. Sie können in Ruhe ihre Zigaretten rauchen, Bier trinken und sich in der Kneipe auslassen, dass die Frauen immer dicker werden. Und, ohja, die Brüste, das sind ja richtige Hupen geworden, wo vorher nur Täler waren. Aber sie dürfen nicht dran, die Armen, angeblich weil sie wehtun. Da hat die Evolution mal so richtig Scheisse gebaut. Was sollen denn die Männer mit großen Ocken, wenn sie nur gucken dürfen? 
 
Die Armen. 
 
Und dann kommt die Geburt. Die Tapferen stellen sich heroisch dieser Herausforderung. Egal ob normale Geburt oder Kaiserschnitt. Sie halten Hände, streicheln den Kopf, atmen mit, werden ohnmächtig und langweilen sich, während die Frau (natürlich völlig übertrieben), ihren Schmerz in die Welt brüllt. 
 
In der Vorstellung der Männer hätten sie die ganze Sache innerhalb von maximal 30 Minuten hinter sich gebracht. Ohne dieses ganze wehleidige Mimimimi. Es ist ja wohl kein Problem, etwas von der Größe einer Wassermelone durch die Öffnung eines Flaschenhalses zu drücken. Das haben sie auch gemacht, bei der letzten Verstopfung und das war hart!!! Hier ist der Babykopf ja wenigstens dehnbar, genau wie die Vagina. Also bitte… alles nur um ein wenig Aufmerksamkeit zu kriegen. Die Ärzte hätten schließlich auch besseres zu tun (z.B. sich den Pickel am haarigen Hintern der Schöpfungskrone anzuschauen…). 
 
Ist auch dies dann endlich vorbei, können die Männer sich endlich aktiv an dem Baby beteiligen. Kommen wir also direkt zur wichtigsten Frage: Wann gibt es endlich wieder Sex? 
 
Die Latte (höhö, sie hat Latte gesagt) der Antworten reicht bei der Frage von einem dezenten schiefen Blick (der kommentiert wird mit: “Bist Du jetzt geil, oder hast Du gerade einen Schlaganfall, dass Du so komisch schaust?") bis hin zu einem hysterischen Lachen (der in etwa Bedeutet: geh am Besten ins Fitnessstudio und trainiere Deine Arme, Du wirst es brauchen…). 
 
Aber Männer wären ja keine Männer, wenn sie sich der Herausforderung Baby nicht stellen würden. Tapfer, heroisch, mutig und besonnen gehen sie das Thema an. Selbst gelegentliche Brechanfälle wegen Babykacke, die bis über den Kragen reicht, werden hingenommen. 
 
Einmal im Monat. Eventuell. 
 
Nachts ist eh die stillende Mutter verantwortlich. Würden die Männer ja machen, aber das geht ja nicht. Leider. Hach… 
 
Bekommt das Baby die Flasche, stellen sich die Männer auch gerne mal tot, um nicht aufstehen zu müssen. Gelegentlich geben sie dabei sogar den einen oder anderen Furz ab, um auch so zu riechen (oder das Baby ins Koma zu duften, damit sie in Ruhe weiterschlafen können, man weiss es nicht…). 
 
Natürlich wird der Mutter dann am nächsten Tag bedauerlicherweise mitgeteilt, dass er nichts, wirklich rein gar nichts mitbekommen habe, sonst wäre er ja aufgestanden. Aber sie könne ihn ja wecken, das nächste Mal. Dann steht er auch gerne auf. Ganz bestimmt. 
 
(Es wäre definitiv einfacher, die Arktis mit gutem Zureden vom Eis zu befreien, Gott zu bitten, mal wieder vorbei zu schauen und ein paar Leute zu erschießen, diverse Fernsehsender seriös zu machen, Pornos mit guten und hintergründigen Dialogen anzureichern oder die Freiheitsstatue in Pink zu streichen, mit einer Zahnbürste, als den Mann wachzubekommen, aber hej, er hat es angeboten.) 
 
Während also das brüllende, sabbernde und kackende Etwas die volle Aufmerksamkeit der Mutter verlangt, ist ja auch noch das Baby zu versorgen. Die Mutter versucht alles so gut es geht unter einen Hut zu bekommen. Was, da sie ja eh den ganzen Tag zuhause ist, kein Problem ist. Sie geht ja schließlich nicht arbeiten. 
 
Die Doppelbelastung aus 8 Stunden (inkl. Pause) Bürojob und selber Hand anlegen führt bei vielen Männern mittlerweile zu ernsten Gesundheitsproblemen. Von diversen Sehnenscheidentzündungen (der Rat mit dem Fitnessstudio war nicht umsonst!!!), bis hin zu völliger Erschöpfung ist alles dabei. 
 
Und wenn dann der Mann zuhause anbietet, sich um das Baby zu kümmern (trotz dessen, liebe Mamas, bitte erkennt das gebührend an!) werden sie dann noch von der Mutter kontrolliert und können so absolut nichts richtig machen (Willkommen in unserer Welt, aber das Kind sollte WIRKLICH nicht bei 50°C baden…). Also ist es doch klar, dass die Männer sich dann zurückziehen. 
 
Sie wollen doch nur helfen. Nur wir lassen es nicht zu. 
 
Legen wir also zum Ende hin eine kleine Schweigeminute ein und gedenken all der tapferen Männer, die wir daran hindern, sich um die hart erarbeitete Frucht ihrer Lenden zu kümmern.
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Vereinbarkeit oder aber: Wer zerreisst sich wann zuerst

Vereinbarkeit oder aber: Wer zerreisst sich wann zuerst
Vor einigen Wochen schrieb Karl hier über die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, bzw. wie man im Beruf versucht, Abstriche zu machen, damit das Gemeinsame Familienleben irgendwie funktionieren kann. Des Rätsels große Lösung: Elternteilzeit für beide. Das Thema möchte ich aufnehmen und mal aus unserer Sicht berichten, wie das hier so läuft. Heute endlich finde ich die Zeit, dazu etwas zu schreiben. 
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Elternteilzeit – der schöne Schein

Elternteilzeit – der schöne Schein
Ach, wie klingt das schön: Elternteilzeit. Man geht ein bisschen arbeiten, ist ansonsten für die Kinder da, bekommt so Familie und Beruf unter einen Hut, und alle sind entspannt und pfeifen fröhliche Lieder. Ja? In Euren Träumen! In Wirklichkeit ist man immer der Arsch, bei der Arbeit ist man derjenige, auf den immer alle Rücksicht nehmen müssen, und der so unzuverlässig ist, und zu Hause fehlt man genau dann, wenn man wirklich gebraucht wird.
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Modernes Familienleben - so kann Vereinbarkeit auch aussehen. Interview mit Jochen König

Modernes Familienleben - so kann Vereinbarkeit auch aussehen. Interview mit Jochen König

Jochen König fällt auf - er ist in vielerlei Hinsicht eine Art Vorreiter. Er ist alleinerziehender Vater von zwei Töchtern, und für seine zweite Tochter gibt es zwei Mütter. Warum er das als ganz selbstverständlich sieht und wie so eine Patchworkfamilie ihren Alltag regelt, hat er mir verraten. Ein interessantes Interview und vielleicht auch ein Lebensmodell, das Zukunft hat. 

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