So ist es bei uns: das Schlaf - Chaos im Familienbett

Ich hatte euch ja versprochen, dass ich mal berichte, wie verrückt es bei uns zugeht. Verrückt ist aber gar nicht die Tatsache, dass wir im Familienbett schlafen, sondern eher, dass es unter den herrschenden Voraussetzungen überhaupt klappt! Denn unsere Kinder sind alles andere als einfache Schläfer... ich hingegen würde am Liebsten zehn Stunden pennen, bin aber mittlerweile sehr bescheiden geworden!

 

 

Unsere Große: von Anfang an ein Duracell Häschen

Dieses Kind, wo nimmt es nur seine Energie her? Als Baby war sie zwar sehr kuschlig und niedlich, sofern man sie stets am Körper trug (ablegen egal in welcher Form führte monatelang zu Gebrüll), aber wehe man wollte selbst schlafen gehen. Ich habe mich nicht getraut ins Bett zu gehen weil ich mir sicher war sowieso gleich wieder aufstehen zu müssen. Das erste halbe Jahr war an Durchschlafen nicht zu denken (ist es übrigens bis heute nicht, aber damit meine ich keinen zerstückelten Nachtschlaf) und wir schliefen in Etappen. Meist jeder eine Stunde, dann wieder aufstehen. Und nach dem halben Jahr hatte sie eine Art Rhythmus, aber das zögerte sich dann auf immer späteres Einschlafen hinaus.

Irgendwann, sie war vielleicht acht Monate alt, zog sie sich auch nachts um elf noch munter "Dudeydudeydu" kreischend am Spiegel hoch und runter. Als ich nach der Elternzeit arbeiten ging, war ich immer sehr müde, denn sie ging erst nach 12 schlafen. Und morgens musste ich sie unter Protestgebrüll wecken. Und nachts war es normal dass sie mehrmals schreiend hochschreckte und bestimmt alle zwei Stunden trinken wollte. Alle Tipps und Ratschläge haben wir vergeblich ausprobiert und irgendwann akzeptierten wir das Desaster als normal. Mit zwei machte sie dann keinen Mittagsschlaf mehr und das Einschlafen verschob sich ein wenig nach vorne. Aber nur ein wenig. Wenn dieses Kind mal fünf Minuten pennt, dann schläft sie unter Garantie eine Stunde später ein, Minimum! Deshalb: Duracell Power!

 

Kombiniere Duracell Häschen mit weinerlichem Baby

Ganz besonders schwierig wurde es natürlich, als noch eine Komponente dazu kam. Das Baby. Die ersten zwei Wochen schlief ich mit Baby im Kinderzimmer und geriet dann völlig unter Streß, weil ich zwischen den heulenden Kindern hin und her rannte und es doch keinem recht machen konnte. Deshalb wanderten wir bald wieder zurück in den Schoß des Familienbettes. So besteht die Chance, dass eines der Mamakinder weiterschlafen kann, wenn das andere aufwacht. Also im Prinzip ist es ein Vorteil mit dem Rudelschlaf, andererseits passiert es natürlich auch, dass mal eines weint oder grunzt und das andre davon erwacht, aber tendentiell haben sie einen guten tiefen Schlaf. 

Ganz besonders übel ist es leider für mich. Meine Große kriege ich zwischen 21 und 22 Uhr ins Bett, meist brüllt dabei die Kleine oder ist anderweitig schlecht gelaunt und will nicht bei Papa bleiben. Das habe ich nach einem Tag ohne Pause oder Powernap, denn die Große schläft ja nicht mehr zwischendurch. Dann muss ich hoch und das Baby kuscheln und bespielen, was sich momentan auch oft so gestaltet, dass ich bis nachts um halb 1 auf dem Pezziball herumhüpfen muss bis sie endlich runterkommt. Me Time tendiert da oft gegen Null beziehungsweise alles was ich mache ist immer so nebenbei und ich habe immer ein schlechtes Gewissen weil ich die Kinder kurz nicht beachte - aber sonst hätte ich wirklich nichts für mich.

Die Nacht sieht dann im besten Fall so aus: ich werde alle zwei Stunden von einem oder zwei Kindern geweckt und nach 5, 6 Stunden Nettoschlaf muss ich wieder raus. Der Papa darf meist durchschlafen denn von ihm wollen die Kinder ja nichts. Ab und zu schiebe ich ihm das Baby mal auf den Bauch oder er muss mit ihr aufstehen, aber dann auch nicht allzu lange. Die Kleine ist übrigens auch oft weinerlich nachts und will auf meinem Bauch pennen oder am Busen, man kennt das ja. Tags bin ich meist so kaputt, dass ich mir ständig Kaffee reinziehe und trotzdem schlafen könnte und dauermüde und dauergereizt bin. Also wenn mir irgendwer eine gute Nacht wünscht werde ich meist ein wenig zynisch...

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Leserinterview #12 - NeuMama Katharina

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