Über das Selbstbild. Mein Mamakörper

Heute mal ein Post der sich nicht ausschließlich um meine Kinder dreht, vielmehr geht er um die Folgen, die diese kleinen Wunder verursacht haben.

 

 

Ich war neulich dabei meinen Kleiderschrank auszusortieren, auszumisten und diverse Dinge in den Himmel für Kleidung zu befördern.

Die ganze Aktion fing so vielversprechend an: alles wurde ausgeräumt, sortiert und das sogar farblich, sorgfältig zusammengelegt und einige Kleiderhaufen wurden von meiner kleinen Tochter dann wieder umgeschmissen oder Kleidungsstücke wurden über den Kopf gehängt in der Hoffnung die Mama ruft jetzt "ja wo ist denn nur die Honey hin".

Wow, was war ich motiviert, bis mir eine Jeans der Marke "vergiss es probier mich gar nicht an" in die Hand fiel. Allein die Größe, die in ihr stand, hätte mir klar machen müssen, dass mein "After Baby Body" unmöglich da reinpasst. Vor den Schwangerschaften trug ich 34/36 also irgendwas zwischen XS und S. Ich war schon immer sehr dünn, nie abgemagert aber eben dünn, ich war so ein Glückspilz der essen, essen und essen konnte und trotzdem nichts zunahm. Die Betonung liegt auf WAR.

Figürlich ist es nun mal Tatsache das die wenigsten Mamas wieder in ihre alten Hosen passen nach einer Schwangerschaft, zumindest nicht sofort, doch wie soll es anders sein - ich pellte mich aus meiner Hose um dieses verteufelte Teil in Größe XS anzuprobieren... Gott wie dämlich. Ich weiß selbst nicht wieso - oder was ich mir da beweisen wollte.

Im Hintergrund lief über das Radio Musik, meine Tochter zerwühlte gerade den nächsten Haufen mit Kleidung, als mein Versuch, mich in diese Hose zu quetschen, auf Hüfthöhe endete. Ich war ja so deprimiert, obwohl mir eigentlich klar war, dass ich da niemals reinpassen werde, doch innerlich hoffte ich es ja doch irgendwie. Wieso?

Der Tag war gelaufen, die Stimmung hinüber und ich ärgerte mich über mich selbst. Hach. 
Die letzten Stapel wurde recht demotiviert in den Schrank verfrachtet, und besagte Hose landete ganz ganz ganz hinten. Ich habe sie nicht aussortiert.
Ich weiß ja, dass ich da nie wieder reinpassen werde, aber so ein bisschen träumen darf man ja noch. Oder?

 

 

Abends dann stand ich vorm Spiegel und überlegte, was mich denn jetzt so deprimierte...

... die Tatsache, dass aus Größe 34 nun eine 36/38 wurde, oder die Wut darüber, dass ich nicht genug abgenommen habe um wieder hineinzupassen - oder war es ein Mix aus beidem? Ich wusste es nicht. 

Aber eines wusste ich und zwar, dass ich meinen Töchtern doch ein gutes Vorbild sein will und dazu gehört es eben, sich so zu mögen wie man ist - und nicht an einer alten Figur festzuhalten und dieser hinterher zu trauern. Immerhin hat mein Körper innerhalb von zwei Jahren zwei Schwangerschaften erlebt, er hat zwei kleine Babys hervorgebracht und da darf sich der Körper verändern. Das sagt sich so leicht, schreibt sich auch ganz easy von der Hand, aber sich dieses Mantra mal zu verinnerlichen und es auch wirklich so zu meinen, die besten Absichten mal außen vor gelassen, ist wirklich nicht einfach.

Ich bin jetzt Mama und dazu gehört es nun mal Kleidung, mit Flecken anzuhaben, lieber eine Wickel- als Handtasche mit sich rumzuschleppen, Turnschuhe eindeutig High Heels vorzuziehen, eine praktische Leggins gegen eine stylische Jeans zu tauschen - und es gehört auch dazu, nicht mehr in seine alten Sachen zu passen und Punkt.

Doch warum fällt es mir so schwer, das zu akzeptieren? Ich denke, ich darf mich gar nicht beschweren. Meine Figur ist ok. Doch man selbst betrachtet, sich ja immer recht kritisch und ich gebe zu, es fällt mir manchmal echt schwer, die Lage jetzt so anzunehmen. Und dann schäme ich mich wieder, denn was ist schon ein bisschen Speck, ein paar Streifen in der Haut und ein paar Kilos mehr. Ich habe zwei gesunde Kinder - dankbar sollte ich sein. Ein Zwiespalt. Und noch komme ich auf keinen Nenner. Ein Jahr nach der Geburt unserer zweiten Tochter hadere ich immer noch damit, und mich selbst ärgern diese Gedanken am meisten!

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