Valentinstag - Romantisch oder Konsumterror?

Bald ist Valentinstag - äh, was? Mist, schon wieder vergessen. Zum Glück haben wir die unermüdliche Werbung, die uns permanent daran erinnert, dass wir doch eigentlich unserem Schatz noch etwas offerieren müssen, sonst fühlt er sich vielleicht gar nicht geliebt... Oder ist Valentinstag doch die letzte Rettung für Beziehungen, die auf dem letzten Loch pfeifen?

 

 

Valentinstag - doch irgendwie romantisch?

Zurückzuführen ist dieser Tag auf Valentin von Rom, der im dritten Jahrhundert Liebespaare heimlich getraut haben soll. Guess what, er wurde enthauptet. Damals hatten die Christen noch nicht so einen guten Stand in der römischen Republik, hüstel. Außerdem gab es noch die Göttin Juno, auch römisch, der zu Ehren die Frauen am 14. Februar ein Blumenopfer bekamen, ebenso wie heutzutage viele Frauen. (PS. Schatz wenn du das liest, ich nehme auch gern ein Blumenopfer entgegen.) Den Valentinstag wie wir ihn kennen gibt es jedenfalls seit dem 15. Jahrhundert: in England schenkten sich Paare kleine Geschenke. Und die englischen Auswanderer nahmen den Brauch dann mit in die USA, wo er heute der absolute Kracher für die Karten- und Blumenindustrie ist. 

 

Eltern und Romantik - es darf gelacht werden

Wenn man noch als kinderloses (frisches) Paar sich gegenseitig mit Nippes und Gestrüpp überschüttet, dann verläuft sich das doch bei den meisten Paaren nach einigen Jahren im Sand und man kann froh sein, wenn (meist) der Mann den dezenten, pink markierten Hinweis im Kalender nicht übersieht und dann schnell auf dem Nachhauseweg noch ein paar Tankstellen- oder Aldi- Tulpen organisiert. Aber hohoho, wie schaut das aus wenn Kinder im Spiel sind?

Ich kann ja nun auf keine Statistik zurückgreifen, aber ich wage mal zu behaupten, dass die meisten da anderes im Kopf haben, als auf Knopfdruck Romantik zu produzieren. Klar, die ganzen Blogger und Twitterer wieder, die sagen zu schätzungsweise 87% wie schnuckelig sie von ihrem Partner mit roten Rosen und Pralinen überschüttet werden und dass ihre Kinder ihnen Pancakes gebacken haben. Es sei ihnen mit einem dezenten Hauch von Neid gegönnt. Aber ich persönlich kenne kein Paar, wo das (noch) so zugeht. Selbst ich, die gern jeden Anlass genutzt hat, um putzige Geschenke herumzuballern, habe die Lust verloren, denn sowas heißt nämlich zusätzlich Streß und ewig (mehr als 5 Minuten ist ewig wenn man kaum Zeit für sich hat) in die Geschenkeauswahl zu investieren.

 

Bei uns sieht das meistens so aus:

Der Tag ist wie jeder andere, und irgendwann gegen Abend fällt dann meist von mir der Satz

"Hey heut war Valentinstag, ne?!"

(Papa) "Hmmmm."

"Du hast mir mal wieder nix geschenkt."

(Papa) "Stimmt."

"War ja wieder klar dass du das vergisst."

(Kind, beliebig welches) "RABÄÄÄÄÄH"

(Papa, verpeilt) "Hm?"

(Kind, beliebig welches) "RABÄÄÄÄÄH"

"Ach vergiß es! Ich hab auch nix für dich."

 

Letztes Jahr waren wir übrigens bei IKEA, weil wir dachten, dass die anderen Paare bestimmt feiern. Natürlich war der Möbelschwede überfüllt - und zwar mit Familien, die sich zur Feier des Tages Schränke, Köttbullar und kreischende Blagen gegönnt haben. Dieses Jahr ist zum Glück Sonntag, wer weiß, vielleicht wären wir wieder so doof gewesen.

Ich würd ja sagen, schenkt eurer Lady ein paar Aldi- Tulpen und einen dicken Schmatz und eurem Alten ein Sixpack Bier (oder was auch immer er gern mag) und drückt euch mal ne Extra Runde. Scheiß auf Valentin, aber feiert euch! Ihr habt nämlich echt was geleistet, und das nennt sich Beziehungsarbeit... Und egal was ihr macht, fahrt nicht zu IKEA. 

 

Und das haben die Twitterer wirklich über den Valentinstag von sich gegeben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wochenende in Bildern WiB Makro
Ausgehen? Brauch ich nicht. Ich habe Kinder

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