Humpty Dumpty und Leggins, oder: Woran erkennt man eine Mutter?

Heftig, heftig, tralalalalaaa... das Leben als (Zweifach-) Mama ist oft wahnsinnig stressig und man fragt sich an so manch einem Abend, wie man den Tag verkackt noch mal eigentlich überlebt hat. Egal ob Working oder Stay - at - Home - Mom, wir haben alle einen Orden verdient! Aber das ist ja ein anderes Thema... ich habe in diesem Beitrag meine Top 10 zusammengefasst, woran man erkennt, dass man Baby- / Kleinkindmama ist.

 

 

An diesen 10 Merkmalen erkennst du totsicher, dass du Baby- oder Kleinkind- Mama bist

1. Früher hast du dich vielleicht gern geschminkt und die Haare gestylt, heute bist du froh wenn du es schaffst, die Anti - Faltencreme aufzutragen und wenn du echt viel Zeit hast, noch den Mascara. Haare waschen ist nicht mehr dein erklärten Lebensinhalt und du hast dich schon dabei erwischt zu googeln, welche Frisuren man bei fettigem Haar am besten tragen kann. Stört dich das? Nö, denn du hast schließlich keine Zeit darüber nachzudenken.

2. Egal welche Musiksparte dein Metier war, drauf geschissen, jetzt summst du nur noch den Gangnam Style und Humpty Dumpty (optional diese düdeligen PEPIK und Krabbelgruppen Songs), vorzugsweise mit einem grenzdebilen Grinsen im Gesicht. Nicht weil sie dir so gut gefallen sondern weil du dich nicht mehr daran erinnern kannst, welche Ohrwürmer du früher gehabt hast, geschweige denn welche Songtexte sie gehabt hätten.

3. Straffe Beine, flacher Bauch und knackiger Po? Da kannst du nur müde drüber lächeln. Du wärst froh wenn du Zeit für eine Runde Pilates, Jogging oder zum - Kühlschrank - Walken hättest aber die Zeiten sind zumindest momentan sowas von vorbei. Seufzend bestellst du dir zu später Stunde, wenn die Gören endlich im Bett sind, bei einschlägigen Online Shops Leggins und Oversize Shirts. Natürlich mindestens eine Größe größer als früher. Dein Sport besteht jetzt hauptsächlich aus Kinder tragen, hinterher rennen und bespaßen was an sich eine Menge Kalorien verbrauchen würde, allerdings nicht wenn du nebenher zu viel Nervennahrung reinfährst.

4. Mein Yogaretreat, meine neue Handtasche, mein Zumba Kurs? Damit hast du vielleicht früher rumgepost, heute gibst du lieber mit den supersüßen Kinderklamotten an die du selbst genäht / bestellt hast und vergleichst die Entwicklungssprünge der lieben Kleinen im DELFI Kurs mit den anderen Muttis. Weitere tolle Mamaskills sind zum Beispiel auch zuckerfreie Dinkelmuffins backen oder Waldorf Spielzeug nachbasteln. 

5. Was, du hast diese weltbewegende Nachricht noch nicht gehört? Liest du denn keine Zeitung mehr? Schaust du kein Fernsehen? Wenigstens den Newsticker? Ja, wenn man so richtig geschafft ist, dann geht eben alles an einem vorbei und du lebst in einer Blase, dick angefüllt mit Windeln, Brei, Feuchttüchern, Hirsekringeln und Bobbycars. Du nimmst es dir immer wieder vor und scheiterst dann an deiner allumfassenden Müdigkeit und der daraus resultierenden Lethargie. Aber morgen, morgen schaust du ganz bestimmt die Tagesschau. Oder wenigstens Punkt 12.

6. Früher warst du mal eine richtige Emanze, zumindest hast du das mal behauptet. Heute schämst du dich ein bisschen, aber eigentlich bleibst du lieber zuhause / arbeitest in Teilzeit und es geht dir gut damit. Trotzdem irgendwie scheiße, das mit der Vereinbarkeit, und dass der Papa (sofern vorhanden) den ganzen Tag arbeiten geht und sich da einen faulen Lenz machen kann, während du dir mit den Kindern den Buckel krumm ackerst. Und frecherweise ist der dann auch noch total fertig wenn er endlich heimkommt, anstatt dich mal zu fragen wie dein Tag war. 

7. Näää, du wolltest nie so werden wie deine Eltern. Bullshit! Alles anders und so. Und zack, hast du doch dieselben Sätze rausgehauen und verstehst total gut, wieso deine Eltern sie in Dauerschleife aufgesagt haben. Vor allem wenn deine Kinder in dieses gräßliche Trotzalter kommen triggerst du sämtliche leeren Drohungen an, die du in deinen Memoiren finden kannst. Hilft nichts, versöhnt dich aber ein wenig mit den Senioren.

8. Dir war nie klar, wie weit du über deine eigenen Grenzen hinausgehen kannst und erwischst dich dabei, dass du es tatsächlich schaffst, stunden- oder tagelang kaum an dich zu denken und machst ohne Pausen den ganzen Tag durch. Gu-gu-guck! Oder was auch immer dein Kind so spielt den ganzen Tag, du machst es mit. Deine Gefühle schwanken zwischen Stolz (auf dich selbst) und dem dringenden Wunsch, schreiend wegzurennen und dich in irgendeinem Spa zu verbarrikadieren.

9. Coole Freunde hast du. Gehabt. Entweder die sind selber zu uncoolen Eltern geworden oder sie antworten dir selbst auf Whats app nicht mehr, denn: du laberst zu viel über deine Kinder, deine Schwangerschaftsstreifen und besagte zuckerfreie Dinkelmuffins. Geht garnicht! Außerdem bist du nicht mehr einsatzfähig in Sachen Notfall Shopping Trip oder Beutefang in der Stamm-Disse. Zum Glück kannst du deine alte Clique mit vielen neuen Bekanntschaften auffüllen, die genauso wie du auf Gespräche über Gallseife und Baby Led Weaning stehen.

10. Mit deinem Partner läuft es - allerdings nicht mehr so besonders. Früher habt ihr verliebt stundenlang gekuschelt, Horrorfilme / Liebeskomödien / TV Total / ... geschaut und heute fetzt ihr euch hauptsächlich wegen den Schwiegereltern und wer jetzt noch mal die Kinder eine Runde um den Block tragen muss. Aus dem liebevollen "Schatzi" ist ein genervtes "Paaapaaaa, komm heeeääääää!" geworden und im Geiste rechnet man meist auf, wer jetzt das größte Aua hat und dringend eine Pause braucht. Mit ein wenig Glück wird das wieder, aber bis dahin dauert es noch eine Weile. Oder ihr habt euch schon getrennt und der Spaß geht in die nächste Runde. Aber hey, ihr beiden habt mindestens ein Wunder der Natur vollbracht und euren biologischen Zweck erfüllt, und das ist doch auch was Wert, oder?

 

 

Wie immer gilt der Grundsatz: Achtung Satire und nein, das ist kein 1:1 Tatsachenbericht aus meinem Leben. 

 

Wie lebt es sich als Patchwork Family? Ein Mama In...
Wie seh ich eigentlich aus? Mein #Mutterkörper

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