So war die erste Zeit nach dem Abstillen. Die Abstill-Chroniken - Teil 2

So war die erste Zeit nach dem Abstillen. Die Abstill-Chroniken - Teil 2
Mein Sohn liebt es zu stillen. So sehr, dass ich fürchte, dass ich ihn noch zu Schulzeiten stillen werde. Deshalb arbeite ich jetzt (in seinem 4. Lebensjahr) daraufhin hin, ihn langsam aber sicher abzustillen. Wie das funktioniert bei einem Kleinkind? Nicht so einfach wie gedacht.
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Mein altes Leben. Ihr seid noch die Gleichen, ich habe mich verändert

Mein altes Leben. Ihr seid noch die Gleichen, ich habe mich verändert
Wisst ihr: Eigentlich tut es mir leid, dass ich das Gefühl habe, mich erklären zu müssen. Ich kann Eure Sicht nachvollziehen, aber es fällt es mir total schwer, meine darzustellen.
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Kinder machen doch glücklich. Jeden Moment genießen lernen

Kinder machen doch glücklich. Jeden Moment genießen lernen
Manchmal hadere ich mit meinem Leben - es gibt viel zu wenig Zeit für mich. Von morgens bis abends bin ich für die Kinder da, und in der spärlichen Freizeit versuche ich, den Blog und die Social Media Accounts zu füttern. Aber dann fällt es mir manchmal wie Schuppen von den Augen: diese Zeit, die ich jetzt mit den Kindern habe, die ist limitiert, kostbar und kommt nie wieder zurück...

 
 
 

 

Von einem kostbaren Moment zum nächsten

Ich gestehe euch: ich bin keine Supermutti. Sowas von nicht. Oft habe ich keine Lust, etwas Tolles anzubieten oder Ausflüge zu machen. Dann denke ich mir - das ist alles so anstrengend. Bis ich die beiden fertig gemacht habe, vergeht so viel Zeit und wenn wir dort sind, ist wieder irgendwas anderes. Dann liege ich auf dem Familienbett herum, während die beiden völlig happy miteinander herum hüpfen, und bemitleide mich selbst. Früher oder später hüpft dann eine von beiden zu mir, lässt sich auf mich fallen, lacht mich an, sodass ich gar nicht anders kann, als mitzulachen. Ich kuschle sie, mache Quatsch mit ihr, drücke ihr einen Kuss auf die Backe und schaue in diese strahlenden Kinderaugen - und die Liebe überflutet mich so heftig, dass ich genau weiß, wie sich Glück anfühlt.
 

 

Kinder wachsen und entfernen sich jeden Tag ein Stückchen mehr von den Eltern

Ist es egoistisch, möglichst viel von seinen Kindern miterleben zu wollen? So schwierig es manchmal ist, dass wir kindergartenfrei leben, so viel gibt es mir auch. Ich kann meine Kinder maximal miterleben, und sie mich. Ich habe nicht das Gefühl, dass wir uns entfremden, dass sie von mir weg wollen oder weg wachsen. Unsere Bindung ist stark und gibt ihnen Kraft, sich zu entwickeln. Peanut zum Beispiel überrascht mich fast täglich mit neuen Entwicklungen. Little Pea macht mir einfach Spaß, wie sie die Sprache entdeckt und viel lacht. 
 
Ich erlebe das oft sehr bewusst und versuche, diese Momente und Bilder in meinem Herzen abzuspeichern, wohl wissend, dass die Zeit mit den Kindern, wenn sie so klein sind, begrenzt und exklusiv ist. Bald ist die Schule angesagt, und Freunde werden immer wichtiger. Das ist das Leben, und es ist auch ok so. Aber die Zeit mit meinen Kindern jetzt möchte ich genießen, denn sie kommt nicht wieder. Auch wenn es manchmal sehr schwer ist, das im Alltagschaos so sehen zu können.
 
Es geht gar nicht darum, den Alltag möglichst perfekt zu gestalten - sondern diese kostbaren Momente mit den Kindern zu genießen und zu leben. Und die gibt es an jedem Tag - man muss nur genau hinschauen. 

Tabuthema Depressionen. Nach fünf Monaten Schreibaby kam mein Zusammenbruch

Tabuthema Depressionen. Nach fünf Monaten Schreibaby kam mein Zusammenbruch
Der Himmel sollte voller Geigen hängen, glücklich lächelnd und ausgefüllt mit Zufriedenheit und Glück sollte man den Tag bestreiten. Trotz Schlafmangel und Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper, trotz der neuen Familiensituation, trotz der kompletten Umstellung sollte man glücklich sein. So oder so ähnlich waren meine Gedanken, als ich frischgebackene Mutter war.
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Mein allererstes und einziges Date nach der Geburt

Mein allererstes und einziges Date nach der Geburt
Manchmal möchte ich mein Kind in einen Karton stecken und directement an die Schwiegermutter versenden (die sie ja sohoo vermisst). Mir glaubt das immer keiner, denn Peanut ist so ein süßes, ausgeglichenes Sonnenscheinchen, sobald andere im selben Raum sind. Ein ganz besonderer Tag war der (übrigens tatsächlich einziger) erste Date Abend mit dem Papa, als Peanut etwa 1 Jahr alt war...

 
 
 
 

So ein Tag, so wunderschön wie heute…

Direkt nach dem Aufstehen hing sie am Hosenbein, während ich versuchte, Kaffee zu schlürfen und gehetzt ein Marmeladenbrot runterzuwürgen. Meist hatte ich sie auf dem Schoß, während sie “Äääh ääh äääh” blökend auf mir herumwippte, abwechselnd runter wollte und auf dem Boden wieder an meiner Hose zog. Im Bad hing sie wieder kreischend an meinem Bein, wenn sie nicht gerade die Flasche Weichspüler abkaute oder den Toilettendeckel öffnete, um Zahnbürsten hineinzuwerfen (was ich sie meist machen ließ um mal eine Minute Ruhe zu haben). Die Spielrunden im Kinderzimmer waren dann zwar ruhiger, aber trotzdem nervte es gewaltig, alle 5 Sekunden auf ein “Tä!” mit “Das ist eine Bluuume… Biiiiene… (aggressiverer Ton) Iiiiiigel… (Grunzlaute ausstoßen) Baaaaauuuum” und so weiter zu antworten.
 
Irgendwann versuchte ich, zu kochen, wobei ich theoretisch einen Laufstall herumstehen hatte, meistens aber konnte ich irgendwann den Fliegeralarm mit dick tropfenden Tränen nicht mehr ignorieren und hantierte dann einarmig mit Messer und Gemüse herum. Spätestens dann könnte ich schon wieder ein Schläfchen vertragen, geht aber nicht – der Hunger trieb auch dieses Essen rein, während sich dieselbe Szene wie beim Frühstück wiederholte.
 
Ich will euch nicht damit langweilen und fahre nicht mit dem gesamten Tag fort, aber Rausgehen wurde ebenfalls zur Tortur - da sie es im Kinderwagen wieder einmal überhaupt nicht aushielt, musste ich also elfenhafte 11einhalb Kilo im Bondolino mit mir herumwuchten, während sie sich in alle Richtungen stemmte (aua Schultern), überall draufzeigte (bei guter Laune) oder rumkreischte (bei schlechter). Im Supermarkt grapschte sie einem natürlich immer in die zusammengeklaubten Beutestücke hinein und warf sie verächtlich über die Schulter (ihre und meine), weshalb ein Schwadron freundlicher Verkäufer hinter mir herlief (wenn ich Glück habe) oder ich mich ständig bücken musste (Verweis auf die zarte Gestalt der Nudel).
 
 

Da war doch noch was… oder wer…

Vor lauter Frust vergesse ich ihn doch manchmal, den Herrn Papa. Ja, um den müsste ich mich laut Beziehungsratgebern auch mal kümmern, wenigstens ab und zu. Klar, sowas weiß man nicht nur als Pädagoge, eine Beziehung muss man aufrechterhalten, an ihr arbeiten. Aber mit einem anstrengenden Kleinkind vergisst man das manchmal. Wir hatten uns also knapp ein Jahr lang fast vergessen, Zeit, es mal zu ändern – da kommt mir als “Glucke” so ein Arschlochtag gerade recht.
 
Kurz und bündig also die Oma angerufen und als sie dann da war, ein paar halbseidene Scherze darüber gemacht, dass wir nicht mehr zurückkommen (wobei uns beiden wohl nicht so klar war, ob wir das nicht doch ernst meinen). Die Oma gab uns dann die “Gefängnis frei Karte” und wir sind fast rennend zum Auto gehechtet und vom Auto dann zum Restaurant, das natürlich heute geschlossen hatte. Also sind wir durch die halbe Kleinstadt gewieselt und haben leider nur eine ranzige Pizzeria nach der anderen gefunden und sind dann schlussendlich in einer hängen geblieben.
 
Klasse Ambiente; der kalte Rauch hing noch in den dunkelbraunen Wänden, die Schlagermusik hallte zärtlich durch die schlecht beleuchteten Räume (da wir die einzigen Gäste waren hatten sie nur den Vorraum hell) und überall blinzelten einem geschmacklose Nikoläuse entgegen. Die Speisekarte war trostlos und erinnerte dann nicht nur inhaltlich an einen Lieferservice. Dennoch: der geilste Abend seit langem… nicht nur und vor allem, weil wir dann ausmachten, mal ein paar Minuten in Ruhe und schweigend zu essen! Himmlisch! 
 
Ich muß nicht erwähnen, dass die Oma ein superliebes Sonnenscheinkind daheim hatte und garkeine Probleme? Kaum war sie aus der Tür, ging das Geheule los. Peanut schlief zwar gleich erschöpft ein, wachte dann aber wie der bildliche Seismograph über jede meiner Bewegungen und schreckte schlussendlich bei einem Fluchtversuch mit Sirenen auf, sodass sie endgültig wieder wach war. Nachdem sie auf den Papa leider immer mit einem herzzerreißenden “Hi-aaaaaaaaaaah” Heulen reagiert und sich wie ein panischer Herr Nielsson an mich klammert, mussten mein Rücken und ich auch noch weitere zwei Stunden Baby stemmen und irgendwann gegen Mitternacht habe ich dann einfach das Licht ausgemacht… So ein Tag, so wunderschön wie heute…

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