5 supergeniale Strategien für den perfekten Windelwechsel

Achtung, dieser Artikel kann Spuren von Ironie, Sarkasmus und schlechten Witzen enthalten.
Kennt ihr das, ihr spielt mit eurem Kind oder das Kind schläft seelenruhig vor sich hin und dann passiert es. Die Tapeten beginnen sich von der Wand zu rollen, die Fliegen fallen reihenweise von der Decke, die Spinnen hinterher, ihr spürt schon die ersten Verätzungen in der Nase... Ja, genau. Das Kind hat die Windel voll. Manchmal merkt ihr schon an diversen Geräuschen, okay, die Sachen werden mit der Kneifzange ausgezogen und direkt verbrannt. Manchmal ist es aber still und leise. Was also tun? Sicher, die Windel muss gewechselt werden. Da führt kein Weg dran vorbei. Ich möchte euch hier ein paar Ratschläge geben, wie ihr das ohne große Probleme, Kämpfe oder Schmerzen machen könnt.
 
 
 
 
 

1. Ablenkung

Funktioniert immer. Je nach Alter muss die Ablenkung aber angepasst sein. Das heisst, ein kleines Baby, das sich eh noch kaum bewegt, da reicht ein wenig quatsch machen und tadaa. Aber diese Windeln sind auch noch nicht so fies...
 
Später dann, je mehr sich das Kind bewegt, desto spannender wird es. Vor allem ist es total lustig, wenn sich das Kind mit voller Windel (die günstigerweise zu klein war und der Inhalt sich weiter auf dem Rücken verteilt hat) hin und herdreht. Und dabei strampelt. Und kreischt.
 
Ruhig bleiben wird da schwer. Pädagogisch sinnvoll ist es also, das Kind dazu zu bringen, ruhig liegen zu bleiben. Das klappt am Besten, wenn man das Kind anbrüllt mit den Worten:“WENN DU DICH WEITER BEWEGST KOMMT DAS WINDELMONSTER UND FRISST DEINEN SCHNIEPEL!!!“
 
Funktioniert bei beiden Geschlechtern, Kinder wissen erst ziemlich spät, was ein Schniepel ist. Das Gebrüll führt zu einer ersten Schockstarre, die Drohung zur Zweiten. Aber Achtung: Es hält nicht lange an. Ihr müsst also schnell sein. Sobald die Schockstarre nachlässt, wird das Kind Panik bekommen und noch schlimmer strampeln. Da hilft dann das Handy. Optimalerweise mit einem kleinen Youtube Film über Schnipelessende Windelmonster.
 
 

2. Verhandlungen

Natürlich kann man mit einer Weichspülpädagogik auch mit dem Kind verhandeln. Idealerweise dauert es dann so lange, bis der Windelinhalt von alleine abbröckelt. Verhandlungsgegenstände sind meistens: Süßigkeiten, Fernsehen, Handy, Tablet, ein neues Spielzeug, der Tausch des jüngeren Geschwisterkindes gegen einen Hundewelpen.
Wenn es doch mal schnell funktionieren sollte: Vorsicht! Das Kind ist noch nicht fertig und macht dann mit offener Windel weiter.
 
 

3. Überreden 

Sicher, man kann einem 1 Jahre altes Kind anhand einer einstündigen Powerpoint Präsentation erklären, warum es wichtig ist, die Windel zu wechseln. Eurythmie Profis können dies auch tanzen. Sollte das Balg dann noch immer kein Einsehen haben, kann man es überreden. Dabei sollte man mit sanfter, ruhiger Stimme reden. Am Besten auf Augenhöhe, ihr kniet euch also besser hin. Das Wort „Bitte!“ darf aber nicht zu inflationär benutzt werden, sonst könnte man glauben, das Kind fühle sich genötigt, sich die Windel wechseln zu lassen.
 
 

4. Heimlich 

Ja doch, auch das geht. Ihr nehmt ein wenig Schlafmittel (oder Rum, das geht auch) und mischt es in den Tee / den Saft. Das Kind wird dann so besudelt sein, dass es den Wechsel überhaupt nicht richtig mitbekommt. Ist total entspannend und wenn ihr Glück habt, schläft es danach etwas weiter und ihr könnt in Ruhe machen, was ihr wollt. Also, Wohnung putzen oder so.

Wer es ohne diese Mittel schaffen möchte, sollte den Griff aus der Selbstverteidigung lernen, der dafür sorgt, dass der Gegner kurz ohnmächtig wird.
 
 

5. Last but not least: Einfach machen

Ihr nehmt euch Zeit mit, ein Buch (für das Kind) oder ein Spielzeug, eine Taucherbrille samt Schnorchel und macht es einfach. Macht ein wenig Quatsch mit dem Kind und ihr werdet sehen, das wird ganz harmonisch und friedlich ablaufen.
 
 
 
Ich hoffe, ihr könnt den einen oder anderen Tipp für euch nutzen. Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren,
 
eure Anne
 
 
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Hilfe meine Kinder gehen spät ins Bett - und desha...

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