Bitte vergib mir! Brief an meinen Sohn

Ich habe lange überlegt, ob ich das verbloggen soll. Aber mein Vater schrieb in seiner letzten Mail den Satz:“Das Internet vergisst nicht.“ Er meinte damit zwar etwas anderes, aber dieser Satz ist dafür nicht weniger wahr. Und er ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Es stimmt. Das Internet vergisst nicht. Und ich hoffe in dem Fall, dass es ein paar Jahre lang nicht vergisst. Damit mein Sohn diese Zeilen lesen kann und vielleicht versteht. Alles. Mir ist klar, dass ich damit wieder ein paar Leuten auf die Füße trete. Denen sei gesagt; es ist MEINE Sicht der Dinge. Ich habe keine andere, nur diese. Punkt.
 
 
 

 

Mein lieber Sohn,

ich schreibe diese Zeilen in der Hoffnung, dass sie Dich irgendwann erreichen. Und dass Du dann alt genug bist, um sie zu verstehen. Jetzt gerade bist Du (erst) 8 Jahre alt. Diese Zeilen müssen also gute 10 Jahre überstehen. Ich will Dir erzählen, was passiert ist. Wieso Du bei Deinem Vater wohnst und nicht bei mir. Und was davor war.
 
Ich habe immer gesagt, Du bist ein Überraschungswunschkind. Wir haben lange versucht, ein Baby zu bekommen, aber es hat nicht geklappt. Wir haben uns damit abgefunden, ich habe ein Studium aufgenommen und wir wollten später dann ein Kind adoptieren.
 
Und da hat es dann auf einmal geklappt. Da war auf einmal ein kleiner Punkt in mir. „Würmchen“ habe ich Dich immer genannt. Die Schwangerschaft war toll. Mir war weder übel am Anfang, noch hatte ich großartige Beschwerden. Ich hatte viel Stress, weil ich ja noch studiert und nebenbei gearbeitet habe, und auch mit Deinem Vater lief es nicht immer rund. Naja und gegen Ende der Schwangerschaft wurde ich krank. Ich hatte eine Gestose, das heisst, ich hatte u.a. sehr hohen Blutdruck (Mein Spitzenwert lag bei 180/220 im Ruhezustand). Lebensgefährlich – für Dich und für mich.
 
Ich kam dann ins Krankenhaus, drei Wochen vor Deinem Termin. Aber die Ärzte taten nichts. Die Krankheit war schon weit fortgeschritten, die Schwangerschaft eigentlich auch, sie hätten Dich holen müssen, sofort. Taten sie aber nicht, sie haben noch eine Woche gewartet.
Dann ist meine Blase gesprungen, aber ich hatte keine Wehen, also mussten sie Dich nun holen. Während der OP bekam ich fürchterliche Kopfschmerzen. Ich kann mich daran erinnern, wie ich da lag und immer nur sagte:“Mein Kopf, mein Kopf...“ Die Ärzte beeilten sich, dann sah ich Dich, ganz kurz. Du warst ganz Blau und hast geschrien. Und ich wurde in Vollnarkose gesetzt.
 
Das war an einem Mittwoch Morgen. Meine nächste Erinnerung setzt einen Tag später ein. Ich hatte nach der OP, noch im Aufwachraum, mehrere epileptische Anfälle und Hirninfarkte, weil der Blutdruck so hoch war (und die Ärzte so lange gewartet hatten). Deshalb fehlt mir für den Rest des Tages jegliche Erinnerung. Ich weiss nur, dass ich Donnerstag Morgen aufgewacht bin und mich gefragt habe, warum ich im Putzraum liege. Tatsächlich war es ein Zimmer auf der Intensivstation aber das war mir nicht so klar. Woher auch.
 
Du warst ebenfalls auf der Intensivstation, nur nicht bei mir. Eine Woche lang, habe ich Dich kaum gesehen. Dein Vater hat Dich am Samstag aus dem Krankenhaus geholt und wohnte mit Dir bei seiner Mutter, während ich noch im Krankenhaus lag. Ich wurde zwischenzeitlich verlegt und so hatte er eine Anfahrt von einer halben Stunde zu mir. Wenn er kam, was meist Nachmittags/Abends war, hatte er Dich auch nicht immer dabei.
 
Ich erzähle es deshalb so ausführlich, weil ich der Meinung bin, dass das unserer Beziehung bzw. unserer Bindung geschadet hat und zwar massiv. Zur Verteidigung von Deinem Vater möchte ich aber sagen, dass er nur das Beste wollte und das Gefühl hatte, Du warst in dem Krankenhaus nicht gut aufgehoben.
 
Nach einer Woche konnte ich dann endlich nach Hause. Ich war noch immer ziemlich matschig im Kopf (so hatte ich große Konzentrationsprobleme, ich konnte nicht mehr lesen, weil mir die Buchstaben vor den Augen herumgehüpft sind (das sind sie wirklich!!) und ich konnte mir nichts merken. Ich habe sogar heute noch, über 8 Jahre später, bei Stress damit zu kämpfen, mir etwas zu merken und es hat lange gedauert, bis ich wieder richtig lesen konnte. Und vor allem, bis ich mir merken konnte, was ich gelesen habe und nicht 1000mal den gleichen Satz lesen musste) und ich hatte Schmerzen von der OP; aber wenigstens konnte ich zu Dir. Und war auch direkt für Dich verantwortlich. Dein Vater schlief ab da nämlich wie ein Bär im Winterschlaf. Er ging auch relativ schnell wieder arbeiten.
 
Ich kann mich noch an einen Traum erinnern, den ich in dieser Zeit hatte. In dem Traum habe ich im Wohnzimmer eine Fete gefeiert. Dann hieß es, es brennt und wir sind alle raus. Während ich draußen stand, hörte ich Dich schreien. Ich wollte zu Dir, denn ich wusste, Du verbrennst da gerade, aber ich konnte nicht. Ich wurde von jemandem festgehalten. Ich stand auf der Straße, schrie, wehrte mich, weinte und hörte Dich brüllen. Und irgendwie wurde dieser Traum wahr.
 
Im Laufe der Zeit versuchte ich alles, was mir möglich war, unsere Bindung zu stärken. Ich rannte mit Dir fast ausschließlich im Tragetuch rum, sobald es ging mit der Narbe. Du hast neben mir im Bett geschlafen, ich habe Dich nie schreien gelassen.
Naja fast... Einen Monat nach Deiner Geburt waren wir auf die Weihnachtsfeier eingeladen, von der Firma in der Dein Vater gearbeitet hat. Und Du bist bei Deiner Oma geblieben. Ich weiss, wir wollten los und Du hast gebrüllt. Ich habe Dich nicht beruhigt bekommen. Aber ich stand unter Druck, Dein Vater wollte los. Also habe ich Dich – brüllend – in den Stubenwagen gelegt. Ich habe Dich noch auf der Straße gehört. Es hat niemanden interessiert.
Und ich konnte mich da noch nicht wehren. Ich war zu feige um mich da durchzusetzen. Also ließ ich Dich dort alleine. Brüllend.
 
Diese Feigheit, die hatte ich lange. Viel zu lange. Ich war wie eine Maus, die leise piepsend nach ein wenig Käse verlangt. Von der Katze. Und ich sehe genau darin das Problem. Denn ich habe mich nie getraut, groß etwas durchzusetzen, was ich für richtig hielt. Bei Deinem Vater schon. Da habe ich es durchgesetzt, dass Du mit im Bett geschlafen hast. Denn in Deinem Zimmer, alleine, war es eine Katastrophe. Du brauchtest die Nähe. Und ich ebenso.
 
Ich versuchte immer, so gut ich es zu diesem Zeitpunkt konnte, Dir eine gute Mutter zu sein. Dir das zu geben, wovon ich dachte, Du brauchst es. Ich habe immer versucht, das Beste für Dich rauszuholen. Und ich glaube, ich bin absolut grandios gescheitert.
 
Zu meiner Verteidigung, ich wusste viele Dinge nicht. Ich wusste nicht, dass ich überfordert war mit dem Studium, dem Nebenjob, dem Haushalt und auch Deinem Vater. Ich will nicht zu sehr ins Detail gehen, aber es war – gelinde gesagt – oft sehr schwierig zwischen uns. Er hat mich oft angeschrien, hat mich bedroht und mir Angst gemacht. Wenn er geschrien hat, hattest Du auch Angst und ich habe mich auch öfter mal in Deinem Zimmer mit Dir eingeschlossen aus Angst. Ob sie begründet war oder nicht, kann ich heute nicht mehr sagen. Damals war es das.
 
Ich habe mich oft alleingelassen gefühlt. Von Deinem Vater, von Deinen Großeltern. Sie alle gaben mir das Gefühl, ich sei unwichtig. Nicht nur durch das, was sie sagten, vor allem durch das, was sie taten. Oder eben nicht. Wenn ich A wollte, haben sie B gemacht, wenn sie es für richtig hielten. Und ich habe mich nicht durchgesetzt.
 
Als Du 2,5 Jahre alt warst, ist die Situation zwischen Deinem Vater und mir eskaliert. Er hatte mich in einer Tür eingeklemmt und ein paar Tage später geschubst. Das hat mir so eine Angst gemacht, dass ich ihn verlassen hatte. Das war das dritte Mal, in drei Jahren. Als Du knapp ein Jahr alt warst, habe ich ihn das erste Mal verlassen. Ich bin (leider!!!) vor Dir auf dem Fußboden meiner Eltern zusammengebrochen. Und bin wieder zu ihm zurück. Ein Jahr später bin ich mit Dir in ein Frauenhaus gegangen. Wieder aus Angst. Und wieder zu ihm zurück.
 
Und das Jahr darauf bin ich endgültig weg. Ich habe uns eine Wohnung gesucht und sie uns schön eingerichtet. Ich dachte, jetzt kommen wir endlich zur Ruhe. Ich glaube, bis zu diesem Zeitpunkt hattest Du aber trotzdem schon gelernt, dass ich nicht für Dich da bin. Nicht so, wie Du es gebraucht hättest. Denn ich war oft weg, nicht nur körperlich. Auch habe ich sehr oft geweint und war von meinen Gefühlen her nicht für Dich da. Weil ich da selber keinen Zugang zu hatte. Und dann waren da noch die Anderen. Die Dir das bestätigten, was Du gemerkt hast. Die Mama ist nicht so wichtig.
 
Aber dann fing das ganze Gerichtsgedönse an. Ich habe mein Studium abgebrochen und war arbeitslos. Ich hatte wieder mit dem Rauchen angefangen und fühlte mich wie der letzte Asi. Ich bekam Hartz4, war rauchende Mutter (OhGott, bittebitte liebe rauchenden Mütter und Harzt4 Bezieher, ich sehe das nicht so. Für mich ist jemand, der Harzt4 bekommt kein Asi und auch eine Mama die raucht, ist kein Asi. Ich kenne genug. Es geht hier darum, wie ich mich gefühlt habe) und fühlte mich noch wertloser. Du warst ein Kleinkind, hast oft getrotzt und geweint und für mich war das alles zuviel. Meine damals beste Freundin war kein Halt für mich, ganz im Gegenteil war ich noch zusätzlich ihr Schuhabtreter. Ich fand keinen Job, weil ich keine ausreichende Betreuung hatte. Ich fühlte mich mies und war dementsprechend wieder nicht für Dich da.
 
Dann kam die Gutachterin. Du warst etwas über drei Jahre alt und wusstest nicht, bei wem Du wohnen willst. Du wolltest alleine wohnen, das hast Du immer gesagt.
 
Und dann kam mein (jetziger) Mann. Eigentlich war zuerst alles super. Aber je länger wir zusammen waren, desto mehr wurde gehetzt. Er wurde mehr und mehr schlecht gemacht. Ihr hattet eine tolle Beziehung am Anfang, aber Du wurdest immer unsicherer. Bei uns änderte sich auch alles. Er half mir, mit meinem Leben zurecht zu kommen. Er baute eine Tagesstruktur auf mit mir. Er half mir, mit den Finanzen klar zu kommen. Und er half mir auch mit Dir. 
 
Ich fing an, mich zu verändern. Ich wurde selbstbewusster, fing an, Dinge durchzusetzen. Was meine Eltern gegen mich aufbrachte. Ich setzte mich auch bei Dir durch. Es gab auf einmal Dinge, die Du beachten musstest. Es gab Regeln, die ich durchsetzte. Dinge, die Dir nicht gepasst haben. Und sobald es jemand mitbekam, zack, wurde es da gemacht.
 
Zum Beispiel: Du hattest so ein Schnuffeltuch. Ein Babyrasselschnuffeltuch. Das hast Du, auch mit 4 Jahren, noch überall mit hingezerrt. Und leider dementsprechend auch von anderen Kindern die Quittung bekommen, sprich, sie haben Dich ausgelacht. Mit viiiiiel Geduld haben wir es geschafft, dass Du bereit warst, das Tuch nur noch im Bett zu haben bzw. einem Baby zu geben. Ganz stolz hast Du das Deinem Vater am Telefon erzählt. Dass Du jetzt schon groß bist und es nicht mehr brauchst. (Als Alternative hattest Du dafür einen Dino bekommen). Und Dein Vater hat direkt reagiert mit:“Oooooh, der Arme... Was macht er denn ohne Dich?“ usw.
 
Zack, alles war umsonst, das Tier war wichtiger denn je. Ich glaube, Du rennst sogar heute noch mit ihm in die Schule, zumindest hattest Du es mir am Telefon öfter erzählt.
 
Da waren noch 1000 andere Dinge, das würde alles den Rahmen sprengen.
 
Ich gebe zu, ich war da aber auch oft zu streng. Mit Dir und mit mir.
 
Mein Mann wollte das Beste für uns. Und weil ich nicht wusste, was denn eigentlich normal war, habe ich das gemacht, was er gesagt hat. Und dabei oft genug gegen meinen Instinkt und gegen meine Gefühle gehandelt. Natürlich wollte ich immer nur das Beste für Dich. Aber ich hätte da auch auf meinen Bauch hören sollen. Das ist etwas, was ich mir mehr Vorwerfe als alles andere.
 
Ich wollte Dir so gerne auch helfen, denn durch diese ganzen Dinge (unsere Vergangenheit, die Sachen vor Gericht, die Hetze usw.) warst Du teilweise total neben der Spur. Du hast angefangen, Dich zu verletzen, Du hattest oft Bauchweh... Ich wollte mit Dir zur Therapie, aber Dein Vater war dagegen. Ich konnte durchsetzen, mit Dir in eine Tagesklinik zu gehen, aber nicht wegen den psychischen Sachen, sondern weil Du Probleme hattest, zu Essen. Du warst ein wahnsinnig schlechter Esser und total untergewichtig. Aber die Klinik hat nicht geholfen.
 
Weil sie das eigentliche Problem nicht sahen. Obwohl es so offensichtlich war. Denn von den 6 Wochen, die wir da drin waren, war Dein Vater 1 Tag lang da. Und alle haben ihn abgefeiert als den Vater des Jahres.
 
Weitere Therapien durfte ich nicht machen mit Dir.
 
Du warst auffällig, in so vielen Punkten und ich konnte nichts tun. Nicht wirklich jedenfalls. Und immer musste ich an diesen Traum denken, wie Du verbrennst und ich nichts tun kann.
 
Das alles ist immer schlimmer geworden. Die Hetze gegen mich und meinen Mann, meine Unsicherheit, dann haben wir uns sehr oft gestritten (mein Mann und ich) und es ging immer um Dich. Er kam mit Dir nicht mehr klar, wollte mit Dir nichts mehr zu tun haben. Weil Du ihn abgelehnt hattest. Er war komplett der Böse und ALLE haben ihn überall so dargestellt. Und Du auch.
 
Er hat Dich teilweise ignoriert und Du ihn. Ein Familienleben war das nicht mehr. Es war die Hölle.
 
Ich hätte gehen müssen. Ich hätte Dich schnappen und gehen müssen. Aber ich konnte nicht. Nicht nur, weil ich ihn geliebt habe, sondern weil ich auch wieder schwanger war. Und weil ich gehofft hatte, wir kriegen das alles hin. Aber es war eh schon zu spät. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich Dich bereits verloren. Du wolltest nach den Umgängen nicht mehr zu mir, hast oft geweint. Ich kam nicht mehr an Dich ran und war teilweise so wütend, dass ich es auch nicht mehr wollte.
 
Diese ganze scheiss Situation war total verfahren. Als wäre eine Mauer zwischen uns gewesen, die seit Deiner Geburt immer mehr gewachsen ist, bis sie zu hoch war, um sie noch überwinden zu können.
 
Ich habe so viele Fehler gemacht. Ich habe so oft nicht auf mich gehört. Ich habe Dich so unendlich oft alleine gelassen. Und ich kann nicht sagen, wie leid es mir tut, denn dafür gibt es keine Worte.
 
Du bist dann gegangen. Einen Tag vor Deiner Einschulung. Es ging nichts mehr, Du hast geweint, wolltest nur noch zu Deinem Vater. Und das, obwohl wir uns da seit 3 Wochen nicht mehr gesehen hatten. Du wolltest nicht bei mir sein. Und ich ließ Dich gehen. Ich war zu dem Zeitpunkt hochschwanger und ich wusste, wenn ich Dich dazu zwinge, bei mir zu bleiben, dann mache ich Dich komplett kaputt. Dann geht das alles so weiter. Bis Du zerbrichst. Und das wollte ich nicht.
 
Das ist jetzt fast 2 Jahre her. Ich bin umgezogen, nach Österreich und wohne jetzt knapp 1000km weit weg von dir. Du wolltest nicht mehr zu mir, auch nicht nur zu Besuch. Ich habe Dich mehr als einmal wieder nach Hause schicken müssen. Bis ich auch da beschlossen habe, Du kommst nicht mehr. Diesmal, um mich zu schützen. Denn ich bin jedes mal, wenn Du wieder gefahren bist, zusammengebrochen.
 
Und jetzt telefonieren wir nicht mal mehr. Du willst nicht. Und ich akzeptiere es.
 
Und zerbreche daran.
 
Ich merke es, jeden Tag ein wenig mehr. Ich kann nicht zu Dir kommen, weil ich nicht weiss, wie ich das mit Deinen Schwestern machen soll. Sie sind (heute, 2017) einfach noch zu klein.
Du darfst nicht zu mir kommen, das will Dein Vater nicht.
 
Ich habe Dich verloren. Durch so viele Dinge, die alle miteinander dazu geführt haben, dass es so ist, wie es ist. Ich zerfleische mich jeden Tag für jeden einzelnen Fehler, den ich gemacht habe. Ich hoffe, jeden Tag, Du meldest Dich. Ich bete, jeden Tag, dass wir uns eines Tages wiedersehen und ich Dir alles erklären kann. Das wir vielleicht noch eine Chance haben.
 
Ich lebe, jeden Tag gebe ich mein Bestes um meine Fehler bei Deinen Schwestern nicht zu wiederholen.
 
Es tut mir so unendlich leid. Du fehlst mir, jeden Tag, jede Stunde, jede Minute fehlst Du. Du hast ein Loch hinterlassen und ich fürchte, das wird sich nie mehr füllen.
 
Ich versuche, nicht so oft an Dich zu denken. Weil ich immer anfange zu weinen, sobald ich es tue. Aber es ist schwer. Hier ist noch Spielzeug von Dir, unser Neffe trägt teilweise Deine Klamotten. Ich berühre sie oft und denke an Dich. Dann schicke ich Dir einen Gruß in Gedanken. Und verstecke wieder meine Tränen.
 
Es ist schwer. Jeder Tag ist schwer, weil ich mir solche Vorwürfe mache. Und weil ich weiss, dass Dir erzählt wird, ich habe Dich abgeschoben, denn ich habe ja jetzt eine neue Familie.
Aber das ist gelogen. Ich wollte Dich schützen. Ich wollte, dass Du endlich, nach Jahren, zur Ruhe kommst und Dich sammeln kannst und Dich findest. Ich weiss, es geht Dir gut bei Deinem Vater und das tröstet mich.
 
Das Internet vergisst nicht.
 
 
Bittebitte liebes Internet. Vergiss diesen Brief nicht. Er ist das Wichtigste, was ich je geschrieben habe und je schreiben werde.
 
Ich liebe Dich. Ich bin in Gedanken bei Dir, immer.
 
Vergib mir.
 
Deine Mama
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